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Perfektion bei Funktion und Ästhetik.


Schweizer Uhren gelten als Inbegriff von Präzision, Qualität und Zuverlässigkeit.

Perfektion bei Funktion und Ästhetik.

Inhotec SA

 

Schweizer Uhren gelten als Inbegriff von Präzision, Qualität und Zuverlässigkeit. Höchste Ansprüche an Design und Ästhetik ­machen sie zudem zu repräsentativen Schmuckstücken. Nur die Besten der Branche ­erringen die als Ritterschlag begehrte Auszeichnung mit dem Grand Prix d`Horlogerie de Genève. Der auf diese Kundschaft spezialisierte Zulieferer ­Inhotec SA in Le Locle (Schweiz) hat sich vor einem Jahr für eine Mitsubishi Electric Drahterodiermaschine MX600 entschieden.



„Unseren Status in der Branche kann man daran erkennen, dass mehrere unserer Kunden beim Grand Prix d`Horlogerie de Genève Auszeichnungen erhalten haben“, sagt Alexandre Eme, Direktor der Inhotec SA in Le Locle in der Schweiz. Mit rund 50 Mit­arbeitern stellt seine Firma Bauteile sowie Baugruppen für die Schweizer Uhr­enindustrie her. Nach schweren Krisen ähnelt deren Geschäftsmodell demjenigen der Auto­mobilbranche, wo die Hersteller sich für mehr oder weniger große Anteile der Produktion auf Zulieferer stützen. Diese kleinen Zulieferer können flexibler und günstiger arbeiten als die großen Flaggschiffe der Branche. Voraus­setzung für diese Zusammen­arbeit ist jedoch, dass die Zulieferer auf dem gleichen Top-Niveau arbeiten wie die Markenhersteller selbst und die gleiche Qualitätsphilosophie haben.

 

Dekorative Bearbeitung

 

Gut ist nicht gut genug …

Ein entscheidendes Merkmal Schweizer Uhren ist ihre perfekte Ästhetik auch im Inneren. Das gesamte Innenleben bis hin zu den kleinsten Bestandteilen der Mechanik hat eine Ver­arbeitungsqualität, die man sonst nur an hochwertigen Schmuckstücken findet. Das beginnt schon bei den Werkstoffen, denn klassische Stähle spielen hier eher eine Nebenrolle. Zu den bevorzugten Materialien gehört hingegen Durnico, ein rostfreier ­Maraging-Edelstahl (X2NiCoMo18-9-5) mit hohen Gehalten an Nickel, Cobalt und Molybdän, der durch spezielle Wärmebe­handlung extrem hart und fest wird.

 

Rohmaterialplättchen aus goldglänzendem Messing
Rohmaterialplättchen aus goldglänzendem Messing

 

Daneben wird auch viel Messing sowie in manchen Fällen das besonders leichte und zugleich hochfeste Titan verarbeitet. Auch die ge­forderten Toleranzen liegen deutlich unter den Vorgaben, die im Bereich der Fein­mechanik vielfach gefordert werden. Typisch­erweise sind ± 2 µm und in manchen Fällen sogar lediglich ± 1 µm einzuhalten, was Messsysteme mit besonders hoher Genauigkeit voraussetzt.

 

… weil nur Perfektion akzeptiert wird

Mit der exakten Einhaltung genauestens vorgegebener Abmessungen ist es in der Welt der Schweizer Uhrenfertigung jedoch noch lange nicht getan. So gut wie jedes Teil muss darüber hinaus sehr hohe ästhetische An­sprüche erfüllen. Grate, roh bearbeitete ­Flächen oder raue Schnittkanten sind völlig tabu, und auch auf die Qualität der Beschaf­fenheit der Oberfläche wird großer Wert gelegt. Beim Finishen der Teile kommen daher zahlreiche Schleif-, Strahl- und Polierverfahren zum ­Einsatz. Hierbei handelt es sich vielfach um Spezialausführungen der sonst in der Industrie üblichen Systeme, die an die besonderen Anforderungen der Branche angepasst wurden. Darüber hinaus werden außergewöhnlich viele Arbeitsgänge von Hand durchgeführt, wobei oft Lupen oder Stereo­mikroskope eingesetzt werden. Als Symbol für diese gelebte Qua­litätsphilosophie kann die ­Uhrmacherlupe gelten, die so gut wie alle Inhotec-Mitarbeiter an einem Drahtbügel um den Hals mit sich führen – und auch ständig verwenden.

 


 

Wir streben bei jedem Aspekt der Herstellung eines Bauteils nach Perfektion. Nur mit einer solchen Qualitätsphilosophie kann man höchstwertige Uhren herstellen.

 

Alexandre Eme,
Geschäftsführer bei Inhotec SA

 


 

Zu den wichtigsten Arbeitsgängen gehören Fräsen …

Ausgangspunkt der Prozesskette ist bei Inhotec ein sehr umfassendes Lager an Rohlingen. Bei diesen handelt es sich um kleine, meist recht­eckige Plättchen aus den bereits erwähnten Werkstoffen, die in unter­schiedlichen Ab­messungen und Dicken bezogen werden. Eine möglichst umfassende Vorratshaltung in diesem Bereich ist Vor­aussetzung für eine schnelle Lieferfähigkeit bei hereinkommenden Anfragen. Diese Plättchen werden entweder im Lieferzustand oder nach einem voraus­gehenden beidseitigen Schleif­vorgang zur Dickenreduzierung bzw. Oberflächen­vorbereitung in der Fräsabteilung verarbeitet. Hier kommen zahlreiche drei- oder fünfachsige Fräsbearbeitungszentren zum Einsatz. Im Zuge dieser Bearbeitung werden auch die Pass- und Befestigungsbohrungen auf Maß gebracht, mit deren Hilfe die Plättchen während des nach­folgenden Funkenerosions-Zuschnitts paket­weise auf dem Arbeitstisch der Maschine fixiert werden. Die eingesetzten Frässysteme gehören zur höchsten Qualitäts­stufe und entsprechen dem jeweils neuesten Stand der Technik.

 

Überlegenes Preis-Leistungsverhältnis
"An der Mitsubishi MX600 überzeugten uns neben ihrer guten Performance vor allem das überlegene Preis-Leistungsverhältnis sowie der schnelle und effiziente Service durch die Schweizer Vertretung."

 

… und Funkenerodieren

Die Bearbeitung durch Funkenerosion, die bei Inhotec stattfindet, unterscheidet sich grund­sätzlich von dem, was man aus anderen Einsatzbereichen wie z. B. dem Formenbau gewohnt ist. Im Formenbau steht oft die Schnitt­leistung im Vordergrund, während die Rauheit der Trennfläche eher sekundär ist. Man setzt auf „dicken“ Draht, hohe Funkenenergie und entionisiertes Wasser als Dielektrikum.

 

Ganz anders dagegen die Arbeitsweise bei der – letztes Jahr in Betrieb genommenen – Funkenerosionsanlage Mitsubishi Electric MX600. Bei diesem speziell für die Feinst­bearbeitung ausgelegten System wird Öl als Dielektrikum eingesetzt. Das ist zwar lang­samer, dafür jedoch wesentlich schon­ender für das bearbeitete Material. Hinzu kommt eine Elektronik, welche mit feinfühlig dosierbaren Impulsdauern bis herab zu einer Milliardstel Sekunde eine äußerst glatte Schnitt­kante erzeugen kann. Bei Inhotec wird die Schnitt­kante nach dem ersten Schneiddurch­gang typischerweise sieben bis zehn Mal erneut mit immer geringeren Zu­stellungen und ent­sprechend reduzierter Funkenenergie abgefahren. Das Ergebnis sind äußerst glatte Schnittkanten, die selbst den höchsten Anforderungen der Uhrenhersteller entsprechen.

 

 

Im Klarsichtblock: eine Auswahl von Uhrwerksbauteilen aus der Fertigung von Fa. Inhotec Teilen
Im Klarsichtblock: eine Auswahl von Uhrwerksbauteilen aus der Fertigung von Fa. Inhotec Teilen

 

Erfahrungen

„Mit der neuen Anlage sind wir rundum zufrieden“, bilanziert Sylvain ­Jacquot, ­Leiter der Abteilung Elektroerosion bei Inhotec. Die ­Mitsubishi Electric MX600 arbeitet mit ­Drahtelektroden im ­Dickenbereich von 0,2 bis herab zu 0,03 mm Ø und läuft seit der In­betriebnahme vor einem Jahr rund um die Uhr im 24/7-Dauereinsatz. Dank der modernen Steuerung mit hochauflösenden grafischen Darstellungen der Abläufe war die Bedienung einfach und intuitiv erlernbar. Im Vergleich mit den bisher eingesetzten Anlagen eines anderen Herstellers hebt S. Jacquot vor allem zwei Aspekte hervor: ein gutes Preis-Leistungs­verhältnis sowie den schnellen und effizienten Service durch die Schweizer Vertretung, die Firma Binkert AG in Wallisellen.

 

 

Beispiel Schweizer Uhrmacherkunst
Beispiel Schweizer Uhrmacherkunst: Die Bovet 1822 Récital 22 Grand Récital.

 

 

Schweizer Uhren

Bei Schweizer Uhren denkt man zumeist an Armbanduhren – doch das ist eine eher neuzeitliche Entwicklung, denn die erste Armbanduhr gab es erst 1810. Die Schweizer Uhrmachertradition ist dagegen bereits rund 500 Jahre alt. Der von Pünktlichkeit besessene Re­formator Calvin lockte zahlreiche Hugen­otten, Meister in der Kunst der Zeit­messung, aus Frankreich nach Genf. Einen weiteren wichtigen Impuls lieferte der eifernde Re­formator durch das Verbot des Tragens von Schmuck. Die örtlichen Goldschmiede mussten sich neu orientieren und verlegten sich auf die Herstellung schmückender Uhren. Von Genf aus breitete sich diese Kunst schnell über die ganze Jurakette aus. Die Produktpalette reichte zunächst von der Kirchturmuhr bis zur Taschenuhr. Die bereits erwähnte erste Armbanduhr wurde nach Eintragungen im ­Breguet-Firmenarchiv erst 1810 von ­Abraham-Louis Breguet für die Königin von Neapel gefertigt. Die erste wasserdichte Armbanduhr konstruierte dann Rolex in den 1920er Jahren. 1926 folgte die erste automatische Armbanduhr von einem Hersteller aus ­Grenchen im Kanton Solothurn. Das wohl komplizierteste Uhr-Kunstwerk, das jemals hergestellt wurde, ist die Calibre 89 von Patek Philippe, die aus insgesamt 1728 Kom­ponenten besteht. Einen fast existenziellen Fehler machte die Branche bei der Erfindung der Quarzuhr. Obwohl die erste Quarz­uhr 1967 im Centre Electronique Horloger (CEH) in ­Neuenburg entwickelt wurde, überließ man den Markt vor allem Japan und den USA. Mitte der 70er Jahre lag die Schweizer Uhrenindustrie deshalb fast am Boden. Heute hat sie sich wieder gefangen und erzielte 2017 einen Exporterlös von knapp 20 Mrd. Franken.

 

 

www.inhotec.ch

 

 




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