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Werkzeugbauer lassen Kinderaugen strahlen.


Kinder strahlen, wenn sie mit Playmobil-Spielzeugen ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Nur wenige Figuren, ein paar Tiere, einen Bauernhof – und schon sind mehrere Stunden konzentrierten Spielens verflogen. Bevor die Tiere aber ihren Weg ins Kinderzimmer finden, stehen etliche Produktionsschritte an.

Ausgabe 02 // 2014

Werkzeugbauer lassen Kinderaugen strahlen.

WeForm GmbH

 

Kinder strahlen, wenn sie mit Playmobil-Spielzeugen ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Nur wenige Figuren, ein paar Tiere, einen Bauernhof – und schon sind mehrere Stunden konzentrierten Spielens verflogen. Bevor die Tiere, die Schafe, Hunde und Kühe aber ihren Weg ins Kinder­zimmer finden, stehen etliche Produktionsschritte an. Auch wenn die Spielfiguren „nur“ für Kinder bestimmt sind, gefertigt werden sie höchst professionell – mit Spritzgießwerkzeugen von WeForm.



Jürgen Freundorfer, Geschäftsführer der WeForm GmbH, eines Werkzeug- und Formenbauers aus dem niederbayerischen Viechtach, sitzt uns entspannt gegenüber, als er kurz die Entwicklung der WeForm seit der Übernahme im Jahr 2002 skizziert. „Wir haben die WeForm 2002 übernommen und zukunftsfähig auf den Bau von Spritzgießwerkzeugen für die Kunst­stoff­technik ausgerichtet. Heute zählen nam­hafte Firmen aus den unterschiedlichsten Branchen zu unseren Stammkunden, die wir immer wieder durch Präzision, Qualität und durch unser gün­stiges Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.“

 

Zwei Mitsubishi Electric-Maschinen stehen 
im Erodierzentrum der WeForm.
Zwei Mitsubishi Electric-Maschinen stehen im Erodierzentrum der WeForm.

 

Mittlerweile hat sich WeForm zu einem ­angesehenen Unternehmen ent­wickelt, das neben dem Werkzeug- und Formenbau auch eine Spritzgussteilefertigung mit sieben leistungsstarken Maschinen auf­gebaut hat. „Innovativen Produktionserweiterungen steht das Unternehmen immer aufgeschlossen gegenüber“, so Freundorfer.

 

Der WeForm-Kunde mit dem höch­sten Bekanntheitsgrad ist der Spielzeughersteller Playmobil, dessen Figuren und Spielewelten heute in fast jedem Kinderzimmer zu finden sind. Zwar entstehen in Viechtach nicht direkt die bunten Playmobil-Männchen, aber WeForm fertigt For­men und Werkzeuge für den Zirndor­fer Spielzeughersteller.

 

Neben dem klassischen Bau von Spritz­gießwerkzeugen hat sich das Angebotsspektrum im Werkzeugbau stark erweitert und namhafte Kunden aus der Region wie ZVK und Gabo Systemtechnik nutzen das Know-how der kreativen Niederbayern. So stehen heute allgemeine Vorrichtungen für industrielle Anwendungen wie pneumatische Stanzwerkzeuge und individuelle Maschinenbauteile genau­so in den Auftragsbüchern von WeForm wie Kleinserien mit Losgröße 100. Hochwertige Einzelteile und Ersatzteile für den Maschinenbau runden das Produktprogramm ab.

 

Flexibel und gut ausgebildet

Die Fertigung von hochwertigen Werk­stücken erfordert viel Know-how und Verantwortung. Speziell bei der Herstellung von Ersatzteilen für den Maschinenbau ist der Terminplan in der Regel besonders eng, sodass schon einmal eine Sonderschicht am Wochenende gefahren werden muss. Bei WeForm ist das machbar. Das Unternehmen und seine 22 Mitarbeiter, davon sechs Meister und zwei Auszubildende, sind flexibel. Und das nicht nur, wenn es um die Arbeitszeiten geht. Sie denken mit, arbeiten sehr en­gagiert und identifizieren sich mit ihren Aufgaben.

 

Für Jürgen Freundorfer ist klar, dass er sich auf seine Spezialisten hundertprozentig verlassen kann: „Jeder Mitarbeiter trägt die volle Verantwortung für ‚seinen Job‘, von der Programmierung bis zum fer­tigen Werkzeug. Wir vereinbaren das Ziel und lassen dem Mitarbeiter die Freiheiten, die er benötigt, um ans Ziel zu gelangen. Diese Arbeitsweise ver­langt ein hohes Maß an Kom­petenz, bietet aber auch die Möglichkeit, sich zu entfalten, schafft Freiräume und macht die Arbeit interessant.“

 

Das Prinzip Empfehlung

Seit 2002 verzichtet die WeForm auf einen eigenen Verkauf. „Qualität setzt sich eben durch“, sagt Freundorfer selbstbewusst. „Unsere Geschäftsbeziehungen bauen wir auf dem Empfehlungsprinzip auf. Wir werden weiterempfohlen, weil die Kunden mit unserer Qualität, der Termintreue und unseren Preisen zufrieden sind.“

 

Spritzgießen

Nicht ganz typisch für einen Werkzeug- und Formenbauer ist die Spritzgussabteilung. Bei der Übernahme gehörten zwei Spritzgussmaschinen zum Unternehmen. Sie wurden genutzt, um gefertigte Spritzgusswerkzeuge vor der Auslieferung zu testen und ihnen dann den letzten Schliff zu geben. Das Ziel, perfekte, voll ausgetestete Werkzeuge auszuliefern, die sofort in die Produktion gehen können, zeugt von Qualität. Noch heute verlassen nur auf diese Weise erprobte Werkzeuge die Fertigung der WeForm.

 

„Mit unserem Qualitätsanspruch haben wir bisher alle Kunden überzeugt“, 
erklärt Jürgen Freundorfer.
„Mit unserem Qualitätsanspruch haben wir bisher alle Kunden überzeugt“, erklärt Jürgen Freundorfer.

 

Allerdings haben die neuen ­Eigentümer die Auslastung der Spritzgussmaschinen deutlich gesteigert. Bei der Übernahme war klar, dass sich etwas ändern muss. Abstriche an der Qualität kamen jedoch nicht infrage. Also mussten neue Aufgaben für die Spritzgussmaschinen gefunden werden. Was lag da näher, als mit den beiden nicht ausgelasteten Maschinen als neues Geschäftsfeld eine Lohnspritzgießerei dem Werkzeug- und Formenbau anzugliedern? Ein Erfolgsmodell, denn heute ist die Abteilung auf sieben moderne Maschinen gewachsen und trägt ihren Teil zum positiven Ergebnis bei.

 

Innovative Prozesse und neue Geschäftsfelder

Bei Mittelständlern wie der WeForm liegt ein großes, innovatives Potenzial in der Prozessoptimierung sowie der Neuentwicklung und der Erweiterung von Geschäftsfeldern. „Seit der Gründung der WeForm“, erklärt Jürgen Freundorfer, „haben wir kontinuierlich in das Unternehmen, in Maschinen und Anlagen investiert, bis heute rund 1,5 Millionen Euro. Wir beobachten ständig den Maschinen- und Anlagenmarkt, um zu sehen, wie wir rationeller und qualitativ besser fertigen können. Ein zweiter wichtiger Punkt, um die WeForm weiter erfolgreich zu machen, ist die Suche nach neuen Ideen.“

 

Jetzt steht das Unternehmen vor der größten Investition in seiner Geschichte: 750.000 Euro wird die WeForm im Jahr 2014 für Maschinen und Anlagen ausgeben, um vor allen Dingen eine neue Produktionslinie für Zinkdruckguss aufzubauen. Die Idee kam vom Kunden: „Wir sind gefragt worden, ob wir so etwas nicht auch mit unserer Qualität und Zuver­lässigkeit machen können“, berichtet Freundorfer.

 

Eine Investition von diesem Umfang erfordert auch bauliche Veränderungen. Rund 700 Quadratmeter der vermieteten Lager- und Produktions­fläche werden im Sommer umgebaut und von der WeForm dann für die eigene Produktion genutzt.

 

WeForm und Mitsubishi Electric

Das Drahterodieren gehört seit der Unternehmensgründung zum festen Leistungskatalog der WeForm und entwickelt sich weiter positiv. Wegen Kapazitätsengpässen und Leis­tungs­defiziten der alten Maschi­ne musste WeForm in den Jahren 2006 und 2007 für 50.000 bis 60.000 Euro Erodierleistung von benachbarten Werkzeugmachern zukaufen. Ein Um­stand, der den Unternehmern nicht gefiel. Da WeForm über ein umfassendes Erodier-Know-how und entsprechend qualifiziertes Personal verfügte, sprach vieles für die Investition in eine neue Maschine. „Das Konzept der FA-S Advance-Baureihe von Mitsubishi Electric hat uns damals überzeugt“, erläutert Jürgen Freundorfer. „Die Einarbeitungszeit war kurz, innerhalb weniger Wochen lief die Mitsubishi Electric FA20-S Advance perfekt und wir konnten die ge­wünsch­ten Ergebnisse liefern.“

 

2013 stand im Unternehmen erneut der Kauf einer Drahterodiermaschine an. Vor der Entscheidung wurden zahlreiche Testläufe mit den infrage kommenden Maschinen verschiedener namhafter Hersteller gefahren. „In ihren Leistungen lagen die getesteten Maschinen dicht beieinander“, erklärt Freundorfer, „wir haben dann wieder einer Mitsubishi Electric den Vorzug gegeben, weil wir mit der FA20 sehr gute Erfahrung gesammelt haben und die Maschine von ­Mitsubishi Electric das überzeugend­ste Preis-Leistungs-Verhältnis bot.“ Entschieden hat sich WeForm für eine Mitsubishi Electric MV2400R. Diese Drahterodier­maschine ist zwar eine vollkommene Neuentwicklung, aber die Bedienung der Steuerung und die Programmierung gleichen der der FA20. Damit ist die Einarbeitung sehr einfach und entsprechend kurz. ­„Mitsubishi Electric hat die Maschine aufgestellt und wir konnten sofort produzieren“, so der Geschäftsführer.

 

Graphitelektrode für ein neues Playmobil-Kunststoffteil auf der 3-D-Messmaschine.
Graphitelektrode für ein neues Playmobil-Kunststoffteil auf der 3-D-Messmaschine.

 

„Was ich besonders an unseren Mitsubishi Electric-Maschinen schätze, ist ihre Zuverlässigkeit“, stellt Freundorfer zufrieden fest. „Jede Woche werden sie von unseren Mitarbeitern gewartet – und das war’s. Seit 2008 hat noch kein Mitsubishi Electric-Tech­niker unser Haus betreten, um eine Störung zu beheben!“

 

Automatisch einfädeln

Am Ende unseres Gesprächs weist Jürgen Freun­­dorfer noch auf einen für ihn wichtigen Punkt hin. Es ist die neue Einfädeltechnik der MV2400R von Mitsubishi Electric. Für den WeForm-Geschäftsführer ist sie heute einzigartig. „Ein so exakt und zuverlässig arbeitendes System kenne ich von anderen Herstellern bisher nicht“, erklärt er. „Ein großer Vorteil, den man bei komplexen Aufträgen, die wir gerne mal ins Wochenende laufen lassen, zu schätzen weiß: nämlich wenn am Montag das komplette Werkstück mit allen Startlöchern zu­ver­lässig abgearbeitet worden ist.“

 

www.weform.de


Jürgen Freundorfer

Jürgen Freundorfer
Geschäftsführer
WeForm GmbH

 

 

 


Ich brauche ...

 

Freundorfer: … meine Freunde, meine Familie, meine Freiheit.

 

Ich kann verzichten auf ...

 

Freundorfer: … schlechte Laune und Streit, weil die Zeit im ­Leben zu kurz ist.

Ich bin abhängig von ...

 

Freundorfer: … meinen Freiräumen und von der Sommersonne.

 

Ich könnte weinen, wenn ...

 

Freundorfer: … ich so manche Entwick­lung in anderen EU-Ländern verfolge.

 

Ich werde furchtbar böse, wenn ...

 

Freundorfer: … ich den Eurovision Song Contest verfolgen muss.

 

Ich bin glücklich, wenn ...

 

Freundorfer: … es meiner Familie und meinen Freunden gut geht.

 

Meine größte Öko-Sünde ist ...

 

Freundorfer: … mein Auto.

 



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