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Angebot sinnvoll ausbauen.


Was macht den Erfolg eines familiär geführten Lohnfer­tigers aus? Er muss sich konsequent an den Kundenwünschen orientieren und dabei innovativ sein. Als es um die Komplettbearbeitung kleiner Präzisionsteile für die Elektronikindustrie ging, hat Huber im schwei­zerischen Besenbüren kurzerhand sein Ferti­gungsspektrum mit einer Drahterodiermaschine MV1200S mit B-Achse erweitert.

Ausgabe 02 // 2014

Angebot sinnvoll ausbauen. Drahterodieren in der Serienfertigung.

Huber Präzisionsmechanik AG

 

Was macht den Erfolg eines familiär geführten Lohnfer­tigers aus? Er muss sich konsequent an den Kundenwünschen orientieren und dabei innovativ sein. Als es um die Komplettbearbeitung kleiner Präzisionsteile für die Elektronikindustrie ging, hat Huber im schwei­zerischen Besenbüren kurzerhand sein Ferti­gungsspektrum mit einer Drahterodiermaschine MV1200S mit B-Achse erweitert.



Felix Huber, der bei Huber Präzi­sions­­mechanik AG die Geschäfte führt, ist ein Familienmensch. Deshalb stützt sich sein Betrieb allein auf die Familie. Neben ihm programmieren, bedienen und bestücken seine Ehefrau Olivia und sein Sohn Daniel inzwischen elf Drehautomaten. Hinzu kommt für einige Stunden täglich eine Mitarbeiterin aus der Nachbarschaft. In einer modernen, lichten Halle produziert Huber Präzisionsteile vorwiegend für die Elektronikindustrie. Dabei geht es vor allem um Drehteile in Losgrößen zwischen 150 und 500 Werkstücke, meist als Wiederholaufträge. Die Abmessungen der Werkstücke reichen von zwei bis drei Millimetern bis zu einigen Zentimetern Durchmesser und Länge. Gefertigt werden sie überwie­gend von der Stange auf Swiss-Type-Drehau­tomaten mit einer Vielzahl Linearwerkzeugen. Huber verfügt inzwischen aber auch über moderne Drehzentren mit angetriebenen Werkzeugen und Fräseinheiten.

 

Ergänzt sinnvoll das Fertigungsspektrum für Präzisionsteile: die Drahterodieranlage MV1200S mit B-Achse.
Ergänzt sinnvoll das Fertigungsspektrum für Präzisionsteile: die Drahterodieranlage MV1200S mit B-Achse.

 

Der künftige Inhaber und Ge­schäfts­führer in zweiter Generation, Daniel Huber, hebt hervor, dass er sich stets an aktueller Technik orientiert. „Wenn wir im Markt weiterhin bestehen wollen, müssen wir unsere Fertigungsmöglichkeiten fortlaufend hinterfragen. Wir benötigen zwar nicht den ’letzten Schrei‘ und laufen nicht jedem Trend hinterher. Aber wir informieren uns ständig, welche innovativen Tech­nologien wir zum Nutzen unserer Kunden sinnvoll einsetzen können“, führt er weiter aus.

 

So kam es auch zur Investition in eine Drahtero­dier­maschine MV1200S mit B-Achse. Für Huber war das zunächst vollkommenes Neuland. Aufgrund von Anfragen für Präzisionsteile mit klein­sten Nuten und hohen Oberflächengüten, so berichtet Felix Huber, stieß die bewährte Technik auf den Drehzentren an ihre Grenzen. Er wollte dennoch seinen Kunden eine Lösung bieten. Des­halb befassten er und sein Sohn sich mit geeigneten Technologien und stießen direkt auf das Drahterodieren. Um flexibel zu sein und sich das erforderliche Know-how anzueignen, wollte Huber in eine eigene Drahterodieranlage investieren. „Schnell stand für uns fest, dass wir die Maschinen von Mitsubishi Electric bevorzugen. Sie sind sehr solide. Beratung und Service in Verbindung mit dem regionalen Vertriebspartner schafften für uns direkt das nötige Vertrauen. Die Software ist komfortabel, bedienerfreundlich und leicht zu erlernen. Besonders überzeugte uns das Natural User Interface. Zudem bekamen wir problemlos die Ausstattung, die wir für das aktuell zu fertigen­de Werkstück benötigen. Musterteile bestätigten, dass die vom Kunden ge­forderten Genauigkeiten eingehalten werden“, erläutert Daniel Huber.

 

Neue Technologie schnell integriert

Als ein Beispiel für die inzwischen sehr erfolgreiche und zuverlässig in Serien arbeitende Fertigung auf der MV1200S zeigt Huber ein nur etwa 4 mm im Durchmesser messendes und 3 mm langes Elektronik­bauteil. Die Scheibe wird zunächst vorgedreht. Anschließend sind in axialer Richtung 36 radial über den Durchmesser laufende, etwa 0,5 mm tiefe und nur 0,3 mm breite Nuten einzubringen. Dank der hochwertigen ­B-Achse, die für jede Nut das Bauteil um exakt 10° weiter­taktet, gelingt dies auf der MV1200S problemlos. Wegen der hohen Erodiergeschwindigkeiten arbeitet Huber dabei auch wirtschaftlich.

 

Er hebt auch die Zuverlässigkeit der Maschine hervor. „Einen Ausfall während der Produktion eines Fertigungsloses, das etwa 100 Bauteile umfasst, können wir uns kaum leisten. Denn damit wäre unser gesamtes Geschäftskonzept in Gefahr. Wir liefern unseren Kunden flexibel und zuverlässig innerhalb kürzes­ter Lieferfristen die aktuell benötigten Losgrößen an Werkstücken“, fasst Felix Huber zusammen.

 

Innerhalb weniger Monate hat sich die Auswahl der erfolgreich mit Draht erodierten Bauteile erheblich vergrößert. Darunter befinden sich ­beispielsweise nadelförmige, zylindrische, etwa 50 mm lange Bauteile mit 5 mm Durchmesser. Radial werden ein oder zwei rechteckige Durchbrüche erodiert.

 

Technik und Natur versöhnen: Familie Huber will künftig den Eigenbedarf an Strom 
für den Fertigungsbetrieb aus einer batteriegepufferten Solaranlage decken.
Familie Huber will künftig den Eigenbedarf an Strom für den Fertigungsbetrieb aus einer batteriegepufferten Solaranlage decken

 

Selbst diese relativ komplexen Bauteile bereiteten Daniel Huber trotz der für ihn bis dato unbekannten Technologie kein Kopfzerbrechen. Wie er bestätigt, war das von Mitsubishi Electric angebotene Training sehr lehrreich und ausführlich. Zudem ar­beitete die Drahterodiermaschine nach dem Aufstellen in der Werkhalle bereits nach einem Tag Inbetriebnah­me in allen Funktionen genau und zuverlässig. „Mit dem ersten Training über Grundlagen der Software und der Technologie fiel es mir leicht, mich in die besonderen Verfahrensmerkmale und die spezifischen Funk­tionen der Anlage einzuarbeiten. So gelang es mit der MV1200S, das spe­zielle Verfahren Drahterodieren innerhalb von nur vier Wochen in un­sere Fer­ti­gungs­abläufe zu integrieren. Wir kön­nen seitdem produktiv und wirt­schaft­lich arbeiten und für unsere Kunden ein deutlich erweitertes Spek­trum an Bearbeitungsmöglichkeiten realisieren. Sicher hat die sehr bedienerfreundlich ausgelegte Programmier- und Steuerungssoftware großen Anteil an dieser schnel­len und unproblematischen Inte­gration in unser Umfeld“, führt Daniel Huber aus.

 

Von der Idee zum anerkannten Lohnfertiger

Begonnen hat alles im Jahr 1986. Wie Huber berichtet, wollte er einfach nur sein eigener Chef sein. Deshalb begann er mit zwei Drehmaschinen in seiner Garage. Glückliche Umstände förderten sein Vorhaben. Denn sein damaliger Chef – Huber arbeitete noch als Industriemechaniker an einem Lehrenbohrwerk – bot ihm genügend Freiraum. So startete das junge Unternehmen Huber als Lohn­fertigung in Teilzeitbeschäftigung.

 

Das passt: Im Familienbetrieb Huber Präzisionsmechanik AG in Besenbüren sind (von rechts nach links) Sohn Daniel, Vater Felix und Mutter Olivia sowie die externe Mitarbeiterin überzeugt von der Qualität der Drahterodieranlage MV1200S.
Im Familienbetrieb sind Sohn Daniel, Vater Felix und Mutter Olivia sowie die Mitarbeiterin überzeugt von der Qualität der MV1200S.

 

Huber erfreute sich rasch einer zunehmenden Anzahl an Kunden. Bereits nach fünf Jahren zog der Lohnfertiger in eine größere Werkstatt um. „Schon damals war klar, dass wir immer ein reiner Familienbetrieb sein wollen“, sagt Huber. „Unser Credo war stets, Qualität zur höchsten Zufriedenheit unserer Kunden zu liefern. Und das ist uns über all die Jahre gelungen. Dieser Erfolg steht sicher im direkten Zusammenhang mit unserer familiären Orientierung. Denn Vertrauen und Zuverlässigkeit zählen für uns zu unverrückbaren Werten, die natürlich auch bei all unseren geschäftlichen Verbindungen gelten“, erläutert Huber. So kam es, dass Huber Präzisionsmechanik AG allein aufgrund von Empfehlungen seiner bestehenden Klienten immer wieder neue Kunden gewann und somit zur heutigen Bedeutung für die Region wachsen konnte. Wichtige Innovationen für die nahe Zukunft sieht Felix Huber in einem umfassenden Energiekonzept für sein Unternehmen. „Wir fühlen uns der Umwelt und den nachfolgenden Generationen in unserem Heimatland stark verpflichtet. Deshalb haben wir geplant, unseren Fertigungsbetrieb weitgehend autark mit Energie zu versorgen. Wir werden mit Hilfe einer Solaranlage und der entsprechenden Steu­erungstechnik künftig unseren elektrischen Strom weitgehend selbst erzeugen und einen großzügigen Stromspeicher installieren. Vorgesehen ist zudem, dass wir den dabei entstehenden Überschuss ins öffentliche Netz einspeisen und nur in Ausnahmefällen einen zusätzlichen Bedarf aus dem öffentlichen Netz beziehen“, beschreibt Huber seine Pläne. Die ressourcenschonende Konzeption der modernen Drahterodieranlage von ­Mitsubishi Electric mit dem einzigartigen Long Life System und das integrierte Energiemanagement liegen insofern ganz auf seiner Linie.

 

www.hpme.ch


Felix Huber

Felix Huber
Geschäftsführer
Huber Präzisionsmechanik AG

 

 

 


Was macht Ihren Erfolg aus?

 

Nussbaumer: Flexibilität für kurze Lieferfristen, Zuverlässigkeit für anhaltendes Vertrauen, höchste Qualität der gefertigten Bauteile.

 

Was steht für Sie als Lohn- und Auftragsfertiger hinter dem Begriff Innovation?

 

Nussbaumer: Aktuelle Technologien zum Vorteil für unsere Kunden einsetzen und sinnvoll nutzen.

Wie verwirklichen Sie Innovationen?

 

Nussbaumer:Wir befassen uns ausführlich mit den jeweiligen Techniktrends, wählen aber mit Bedacht die für uns sinnvollen und vertrauenswürdigen Technologien und Maschinen aus.

 

Worin sehen Sie die treibende Kraft für den Erfolg Ihres Unternehmens?

 

Nussbaumer:In der Zufriedenheit unserer Kunden – gute Leistungen werden weiterempfohlen, das ist für uns das beste Marketing.

 

Welche Projekte haben Sie für die Zukunft?

 

Nussbaumer: Wir wollen unseren elektrischen Strom mit Solaranlagen selbst erzeugen und damit einen wichtigen Beitrag leisten, um Ressourcen und Umwelt zu schonen.

 

Welches sind Ihre Schwächen?

 

Nussbaumer: Nur sehr ungern sagen wir mal ‚Nein‘. Auch wenn die Terminsituation schwierig ist, wollen wir für unsere Kunden uneingeschränkt Bestleistungen bieten.

 

Wie schaffen Sie einen Ausgleich zu den beruflichen Herausforderungen?

 

Nussbaumer: Wir betreiben parallel eine extensiv ausgerich­tete Landwirtschaft mit Mutterkuhhaltung. Der Umgang mit Tieren und der Natur ‚erdet‘.

 

Wie sichern Sie den Fortbestand Ihres Familienunternehmens?

 

Nussbaumer: Mit Daniel Huber ist die zweite Generation bereits voll integriert, die im Sinne des Gründers den Betrieb fortführt.

 



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