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Service – von Ostwestfalen bis Mexiko


Langeweile ist für Christian Casilda Weissen ein Fremdwort. Mit dem Begriff Flexibilität kann er dagegen etwas anfangen. Andernfalls wäre er kaum Service-Techniker bei Mitsubishi Electric geworden.

Ausgabe 02 // 2011

Service – von Ostwestfalen bis Mexiko

A. & H. Meyer GmbH

 

Langeweile ist für Christian Casilda Weissen ein Fremdwort. Mit dem Begriff Flexibilität kann er dagegen etwas anfangen. Andernfalls wäre er kaum Service-Techniker bei Mitsubishi Electric geworden.



Die Herbstsonne taucht die Umgebung in warmes Licht, aber Christian Casilda Weissen hat im Moment keinen Blick dafür. Bereits am frühen Vormittag beginnt er mit der jährlichen präventiven Wartung bei der A. & H. Meyer GmbH in Dörentrup, Ostwestfalen-Lippe. Das international tätige Unternehmen, das maßgeschneiderte und sichere Elektrifizierungskonzepte entwickelt, hat mit Mitsubishi Electric einen Wartungs­ver­trag für seine Drahterodieranlage FX10-K Platin abgeschlossen.

 

Der Service-Techniker steht vor dem offenen Schaltschrank der Maschinensteuerung und misst ihre Spannung. Als er damit fertig ist, setzt er einen Haken in das betreffende Prüffeld seiner Wartungs-Checkliste. „Wichtig ist es, bei der Arbeit systematisch vorzugehen“, betont er. „Wäre beispielsweise die Pumpe defekt, würde ich erst einmal prüfen, ob Spannung vorhanden ist.“ Christian Casilda Weissen kontrolliert auch die Funktion der Ventilatoren, die der Kühlung dienen, indem er sie mit einer Taschenlampe ausleuchtet. In seiner Checkliste vermerkt er, dass der Kunde eine Sicherungsautomatik anstelle der üblichen einzelnen Sicherungen verwendet. Dann ist die Batterie an der Reihe, die einspringt, sobald die Anlage ohne Netzstrom ist. Bei der letztjährigen Wartung hat der Service-Techniker die Batterie getauscht, weil die Software der Maschine nach ihrem Einsatz jeweils neu geladen werden musste, was auf einen Defekt der Batterie hingewiesen hat.

 

Kribbeln im Bauch

 

Auf die Frage, ob sein Arbeitstag stets gleich verläuft, schüttelt Christian Casilda Weissen den Kopf. „Da sich meine Routine lediglich auf Basistätigkeiten beschränkt, ist eine hohe Flexibilität unabdingbar. Das gilt sowohl für meinen Tagesablauf als auch für mein Denken. Zumal die Maschinen Unterschiede aufweisen und Fehler immer wieder anders gelagert sind. Außerdem ist es unerlässlich, für spontane Wünsche der Kunden offen zu sein.“ Hinzu kommen außerplanmäßige Wartungen und Reparaturen. In dem Fall ruft der Betreiber die Hotline der Service-Zentrale von Mitsubishi Electric in Ratingen an. Von dort aus werden die Einsätze der Service-Techniker koordiniert, Termine vereinbart und eventuell Ersatzteile vorab geschickt. Steht die Produktion, gibt es einen starken Zeitdruck.

 

Der Service-Techniker tauscht ein Umlenk­lager der Drahteinfädelung aus.
Der Service-Techniker tauscht ein Umlenk­lager der Drahteinfädelung aus.

 

In der Regel ist ein Arbeitstag der Service-Techniker acht Stunden lang. Christian Casilda Weissen, seit 1998 bei Mitsubishi Electric beschäftigt, betreut hauptsächlich Kunden in Ostwestfalen und im Ruhrgebiet. Bei Bedarf ist er in ganz Deutschland unter­wegs, rund fünfmal im Jahr im Ausland. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Spanien, weil er die Sprache des Landes fließend spricht. „Ich bin sogar zu einem Serviceeinsatz nach Mexiko geflogen“, erinnert er sich. Genauso gern denkt er an das Kribbeln im Bauch zurück, das er angesichts einer FA50-S Advance verspürt hat. Er war der erste Service-Techniker, der die größte Erodiermaschine von Mitsubishi Electric in Deutschland aufgebaut hat. Sein Aufgabenspektrum umfasst aber noch mehr als Wartungen, Reparaturen und Installationen. Sein Spezialgebiet sind Laservermessungen, durch die er Maschinengeometrien überprüft.

 

Folgekosten reduzieren

 

Vor diesem Hintergrund sieht der erfahrene Service-Techniker die Wartung bei A. & H. Meyer jedoch keineswegs als Routine an. Der Kunde stellt auf seiner FX10-K Platin, bei der es sich um eine CNC-Wasserbad-Drahterodieranlage mit automatischer Drahteinfädelung und 5-Achsen-CNC-Steuerung handelt, Komponenten für Spritzgießwerkzeuge her, die er in seiner Kunststoffproduk­tion einsetzt. Durch regelmäßige Wartungen der 2002 gebraucht gekauften Maschine, die ein Jahr zu Demonstrationszwecken im Technology Center von Mitsubishi Electric in Ratingen gestanden hat, reduziert er seine Folgekosten. Abgesehen davon hätte ein Ausfall der Anlage Auswirkungen auf seine Fertigung.

 

Weil sich Christian Casilda Weissen Zeit für Gespräche nimmt, hat er enge Kontakte zu seinen Kunden. Ein Beispiel dafür ist A. & H. Meyer, wo er ein gutes Verhältnis zu Wadim Friesen pflegt, der in dem Unternehmen für Werkzeug­maschinen und Formentechnik und damit auch für die Erodieranlage von Mitsubishi Electric verantwortlich zeichnet. Wadim Friesen schlägt vor, die Glühkontakte der Maschine zu reinigen. Anschließend prüft Christian Casilda Weissen den Sensor, mit dem er den Leitwert des Wassers misst. Er ist nicht überrascht, dass dessen Elektroden sauber sind. „Herr Friesen hat die Maschine im Blick. Da er bestimmte Bereiche oder Komponenten, wie diesen Leitwertsensor, immer wieder säubert, bleibt die Anlage in einem einwandfreien Zustand. Ein Vorteil, der den Zeitaufwand bei der jährlichen Wartung von etwa acht auf sechs Stunden verkürzt.“

 

Angenehme Zusammenarbeit

 

Wadim Friesen informiert den Service-Techniker auch über einen unruhigen Drahtlauf der Maschine, woraufhin der Service-Techniker ein Umlenklager der Drahteinfädelung austauscht, das zu den Verschleißteilen zählt. „Die Zusammenarbeit ist sehr angenehm und läuft super. Der Kunde erledigt kleinere Wartungsaufgaben selbst und verwendet dabei Originalteile aus der Mitsubishi Electric Consumable-Line.“ In den letzten Jahren hat A. & H. Meyer aus diesem Programm vor allem Messing-Blankdrähte in Durchmessern von 0,2 und 0,3 Millimeter gekauft. Zur Consumable-Line gehören unter anderem auch Stromzuführungen, Filter, Messgeräte und Spannzubehör.

 

Wadim Friesen bedankt sich bei Christian 
Casilda Weissen für die professionelle Wartung.
Wadim Friesen bedankt sich bei Christian Casilda Weissen für die professionelle Wartung.

 

Die Aufgaben, bei denen sich Christian Casilda Weissen die Hände schmutzig macht, hebt er sich jeweils bis zum Schluss auf. Heute muss er die Pumpe zerlegen und reinigen, weil die Maschine ihr Wasserbad zu langsam auffüllt. Sein frisch gewaschenes Oberhemd zeigt ebenfalls Spuren der Arbeit, bei der er zuweilen auch seine Ohren nutzt. „Verursacht die Pumpe mechanische Geräusche, ist sie bald defekt und daher auszuwechseln.“ Mit Funktionstests endet die Wartung. Danach schreibt der Service-Techniker einen Abschlussbericht, den er, soweit notwendig, mit Empfehlungen versieht. So würde er beispielsweise auf defekte Teile hinweisen, die die Funktion der FX10-K Platin zwar noch nicht beeinflussen, die gleichwohl kurzfristig auszutauschen sind.

 

Eine Frage der Flexibilität

 

Christian Casilda Weissen packt seine Tasche. „Es wäre schön, wenn es immer so glatt ginge. Manche Fehler sind jedoch nicht sofort erkennbar. Das hängt häufig vom vermehrten Einsatz der Elektronik ab, durch den die Maschinen und damit die Wartungen komplexer geworden sind.“ Ab und zu passiert es auch, dass ein Service-Techniker vor Ort ist, der Fehler aber während des ganzen Tages ausbleibt. Oder die Störung tritt erst nachmittags auf. Kommt der Service-Techniker mit seiner Arbeit nicht voran, fordert er über die Hotline von Mitsubishi Electric Un­ter­stützung an. Dies könnte bei Störungen an Peripheriegeräten nötig sein oder bei Fehlern, die neu sind und für die keine Erfahrungswerte vorliegen. In solchen Fällen eine Lösung zu finden, ist letztlich wieder eine Frage der Flexibilität.

 

www.ah-meyer.de


Eine Frage der
Verbindungen

 

 


Die A. & H. Meyer GmbH mit Hauptsitz in Dörentrup, Ostwestfalen-Lippe, ist Marktführer und Trendsetter für maßgeschneiderte Elektrifizierungs- und Kabelmanagement-Systeme im Office-Bereich. Auch Anbieter von Möbeln und Einrichtungskonzepten für Hotels, öffentliche Gebäude und Stores setzen zunehmend auf die sichere Steckverbindungstechnik und damit die fast dreißigjährige Erfahrung des Unternehmens. Neben seinem Vorsprung beim Elektrifizierungs-Know-how zeichnet sich A. & H. Meyer durch eines der größten Portfolios an eleganten Steckdosenleisten und Datenanschlüssen sowie durch ein internationales Vertriebsnetz aus.

 

Die Elektrifizierungskonzepte für Strom, Daten und Multimedia sind nach dem Motto „Plug and Play“ ausgelegt. Das Schalter- und Steckdosenpro­gramm ist eines der umfangreichsten der Welt. Es kann mit den meisten internationalen Standards für Stromauslässe und mit vielen Standards für Daten- und Telefonauslässe ausgerüstet werden. Da das Unternehmen auch an die Qualität und Sicherheit seiner Produkte und Dienstleistungen höchste Ansprüche stellt, entsprechen sie grundsätzlich den internatio­nalen Sicherheitsnormen für Elektrogeräte sowie dem Qualitätsstandard ISO 9001/2000ff.

 

Der 1961 gegründete Verbindungsspezialist beschäftigt in Deutschland mehr als 100 Mitarbeiter. Weitere 50 sind für die A. & H. Meyer Sdn. Bhd. mit Sitz in Shah Alam, Malaysia, tätig, an der das Unternehmen zu 80 Prozent beteiligt ist. Während man von Deutschland aus vor allem den europäischen Raum bedient, versorgt die Tochtergesellschaft in Malaysia ausschließlich den asiatischen Markt.

 

Zu den Kunden zählen renommierte Hersteller von Möbeln für verschiedenste Anwendungsbereiche. Darüber hinaus beliefert A. & H. Meyer Ob­- jektausstatter, Hoteleinrichter und Großkonzerne wie Yahoo, Nokia, Google und Dell. Sie schätzen die hohe Sicherheit der Elektrifizierungskonzepte sowie die höhere Effizienz im Installationsprozess und den minimierten Materialaufwand. Hervorzuheben ist auch die ausgeprägte De- signorientierung, durch die sich die Kabel- und Steckdosenlösungen ebenso wie die Multimediakomponenten stimmig und dezent in architektonische Entwürfe einfügen lassen.

 

Ebenfalls wichtig ist für A. & H. Meyer sein nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne des Umweltschutzes, das er unter dem Namen meynature vereint. Dabei geht es um den Einsatz besonders umweltverträglicher Materialien sowie um ressourcensparende Fertigungsprozesse und Produkte, die genauso zum Selbstverständnis des Unternehmens gehören, wie die Teilnahme an Umweltprojekten.

 



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