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UNESCO Weltkulturerbe erodieren.


Frank Keine ist ein erklärter Anhänger von Qualität und Zuverlässigkeit. Der Geschäftsführer der 1973 gegründeten Winfried Keine Metallverarbeitungsges.

UNESCO Weltkulturerbe erodieren.
Was Ludwig der IV und V aus ihrer Erodiermaschine rausholen.

Ludwig Borovnik KG Guns & Rifles

 

Beim Fertigen technisch und optisch anspruchsvoller Jagdwaffen vertrauen Waffenschmiede auf ihr Gespür für Werkstoffe, Funktion und Gestaltung sowie auf ihr besonderes handwerkliches Geschick. Doch müssen sie im internationalen Wettbewerb bestehen. Deshalb hat der in sechster Generation sehr erfolgreiche Büchsenmacher Ludwig Borovnik im österreichischen Ferlach in eine Senk- und eine Drahterodiermaschine von Mitsubishi Electric investiert.


Die Ludwig Borovnik Guns & Rifles in Ferlach ist weltweit bekannt und anerkannt als Hersteller hochwertiger Jagdgewehre. Jäger und Sammler schätzen diese wegen ihrer besonderen Zuverlässigkeit, herausragenden Präzision und ihrer außergewöhnlichen künstlerischen Gestaltung.

 

Traditionelles Handwerk!

 

Traditionelles Handwerk!

 

Mit künstlerischen Motiven fein gravierte Schlosskästen – unter Fachleuten als Basküle bezeichnet – stehen im perfekten Einklang mit ausgeklügelten Verschluss-, Abzugs- und Sicherungssystemen. Langlebige, auf Wunsch persönlich ergonomisch angepasste Schäfte aus ausgesuchten Edel- und Wurzelhölzern tragen zur perfekten Präzision bei und ergänzen optimal das hochwertige Erscheinungsbild der Jagdgewehre. Ludwig Borovnik verwirklicht auch ungewöhnliche Kombinationen bei Kalibern, Abzugs- und Sicherungsmechanismen (Schlössern). So gibt es Doppelbüchsen und -flinten sowie Drillinge mit wahlweise über- oder nebeneinander in unterschiedlichen Kombinationen angeordneten Gewehrläufen für eine Vielzahl an Kugel- und Schrotkalibern. Ausführungen mit außen liegendem Abzugshahn kommen den Wünschen von Liebhabern eher nostalgischer, robuster Gewehre entgegen. Diese Jagdgewehre haben sich weltweit als zuverlässige, universelle Begleiter bei der Jagd auf Groß-, Schalen-, Nieder- und Federwild bewährt.

 

Handwerkliche Präzision als Qualitätsmerkmal


Wie Ludwig Borovnik in Ferlach berichtet, arbeiten Waffenschmiede und Büchsenmacher vorwiegend handwerklich. Er selbst ist Ingenieur und hat das Handwerk des Büchsenmachers erlernt. Inzwischen ist er in fünfter Generation im Unternehmen tätig. „Ein hochwertiges Jagdgewehr zu fertigen dauert etwa zwei Jahre. Unsere gelernten Büchsenmacher, Schäfter und Graveure arbeiten dabei Hand in Hand. So entstehen nicht nur technisch und funktional Waffen höchster Präzision und Qualität, sondern auch optisch wahre Kunstwerke“, erläutert Ludwig Borovnik. Wie er ergänzt, finden diese bei Jägern und Liebhabern in aller Welt höchste Anerkennung.

 

Ein hochwertiges Jagdgewehr zu fertigen dauert etwa zwei Jahre.

 

Ein hochwertiges Jagdgewehr zu fertigen dauert etwa zwei Jahre.

 

Allerdings fordert der hohe Aufwand einer Manufaktur auch seinen Preis. Mehr und mehr erkannte Ludwig Borovnik, dass selbst wirtschaftlich bestens gestellte Liebhaber international vergleichen. Er suchte also nach Möglichkeiten, seine erfolgreiche Position im globalen Wettbewerb zu erhalten. Rasch erkannte er die Chancen einer teilweise industriell orientierten Fertigung einzelner Komponenten. „Das betrifft vor allem die Vorfertigung der mechanischen Elemente, also der Basküle und der vielfältigen Einzelteile für die Abzugs- und die Sicherungsmechanik. Hier erhofften wir uns eine Verkürzung der Bearbeitungszeiten. Mit der mechanischen Vorbearbeitung auf industriellen Maschinen, die dem Stand der Technik entsprechen, beabsichtigten wir, bei höchster Präzision die Bearbeitungszeiten deutlich zu verkürzen,“ führt Ludwig Borovnik aus.

 

Erodieren rundum wirtschaftlich


Nach intensiven Vergleichen einiger Fertigungsverfahren und -maschinen entschieden sich die Büchsenmacher in Ferlach, in die Erodiertechnologie zu investieren. Geeignete Maschinen fanden sie bei Mitsubishi Electric. So arbeiten die Büchsenmacher inzwischen mit einer Senkerodiermaschine EA125 und einer Drahterodiermaschine MV1200R. „Mitsubishi Electric hat uns von Beginn an anhand seiner Vorführungen überzeugt. Die Maschinen sind einfach zu bedienen und haben ein für uns sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Hinzu kommt, dass unser Werkstattleiter Marin Micic bereits Erfahrungen mit solchen Maschinen hatte“, berichtet Ludwig Borovnik. Auf der Drahterodiermaschine MV1200R bearbeiten die Büchsenmacher vor allem die Rohlinge für den Verschluss und den Schlosskasten.

 

Links Ludwig Borovnik jun. der V, rechts der Werkstattleiter Marin Micic

 

Links Ludwig Borovnik jun. der V, rechts der Werkstattleiter Marin Micic

 

Hinzu kommen einige Komponenten für die komplexen Abzugs- und Sicherungssysteme. Wie Ludwig Borovnik sagt, gelingt dies auf etwa 0,01 mm genau. Allerdings spiele die Genauigkeit nur eine untergeordnete Rolle, doch komme es darauf an, alle Geometrien in exakten Winkeln zueinander zu bearbeiten. Dann verkürze das maschinelle Vorbearbeiten erheblich die Zeit vom Rohling bis zum fertiggestellten Bauteil, das von den Büchsenmachern auf höchste Präzision und Passgenauigkeit manuell an- und eingepasst wird.

 

Dem Fräsen überlegen


Ludwig Borovnik sieht im Vergleich zu anderen Fertigungsverfahren, wie dem Fräsen, speziell für die Waffenschmiede einen herausragenden Vorteil: „Wir bearbeiten sehr hochwertige und damit kostenintensive Stahlsorten, die speziell in kleinen Chargen für Büchsenmacher erschmolzen werden. Deshalb müssen wir darauf achten, die Rohlinge möglichst vollständig auszunutzen.

 

Auf der Drahterodiermaschine
MV1200S NewGen werden die
Rohlinge für den Verschluss und den
Schlosskasten bearbeitet.

 

Auf der Drahterodiermaschine MV1200S NewGen werden die Rohlinge für den Verschluss und den Schlosskasten bearbeitet.

 

Drahterodieren erzeugt nur schmale Schnittspalte. Es entstehen keine Späne, also kein Abfall.“ Einige Geometrien für unterschiedliche Einzelteile der Verschluss-, Abzugs- und Sicherungsmechanik bearbeiten die Büchsenmacher zudem mit Hilfe des Senkerodierens auf der FA125. Wie Ludwig Borovnik berichtet, werden dafür die Elektroden aus Kupfer auf der MV1200R gefertigt. In der Kombination beider Maschinen sieht er die optimale Lösung für sein Unternehmen.

 

Programmieren und Bedienen schnell erlernt


Für handwerklich orientierte Spezialisten wie Büchsenmacher erweist sich der Umgang mit High-Tech häufig als gewöhnungsbedürftig. Nicht so jedoch bei Borovnik in Ferlach. „Wir haben von Mitsubishi Electric eine mehrtägige Schulung bekommen. Die Programmierung und Bedienung der Erodiermaschinen von Mitsubishi Electric ist dank der aktuellen Technologie, vergleichbar der Bedienung von Smartphones, sehr einfach und schnell zu verstehen.

 

Werkstücke

 

Unser Werkstattleiter Marin Micic hatte zudem bereits Erfahrungen mit CNC-Maschinen. So konnten wir innerhalb weniger Tage bereits produktiv und effizient mit den Maschinen MV1200R und FA125 Bauteile fertigen“, berichtet Ludwig Borovnik. Innerhalb weniger Wochen haben er und sein Werkstattleiter das beim Training erlernte Fachwissen rund um die Erodiermaschinen an weitere Fachkräfte im Betrieb weitergegeben. Programmiert wird meist direkt an der Drahterodiermaschine. Die Bauteile werden als 2D-Zeichnungen (DXF-Daten) an der CNC-Steuerung angelegt, mit den erforderlichen Parametern versehen und anschließend bearbeitet. „Wir waren anfangs alle überrascht, wie einfach das eigentlich ist“, fasst Ludwig Borovnik seine Erfahrungen mit High-Tech-Erodiertechnik zusammen.


Ludwig Borovnik KG
Guns & Rifles

 

Gründungsjahr
1848


Geschäftsführer
Ludwig Borovnik der V


Mitarbeiterzahl
10


Kerngeschäft
Fertigen exklusiver, hochwertiger
Jagd-Langwaffen


Kontakt
Bahnhofstraße 7
9170 Ferlach
Österreich


Tel +43 (0) 699 188 00 983
Fax +43 (0) 4227 43 49


www.ludwigborovnik.at
office@ludwigborovnik.com


Vertriebspartner Mitsubishi Electric Erodiersysteme in Österreich
Büll & Strunz Ges.m.b.H.
www.buellstrunz.at
vertrieb@buellstrunz.at

Das heutige Unternehmen Ludwig Borovnik Guns & Rifles in Ferlach geht auf den Büchsenmacher Ludwig Borovnik I. zurück. Dieser gründete bereits im Jahr 1848 eine Waffenmanufaktur. Nach Anfängen mit Gewehren für das Militär spezialisierte er sich alsbald darauf, präzise und zuverlässige Jagdwaffen herzustellen. Bereits um das Jahr 1900 arbeiten über 50 Büchsenmacher in der Manufaktur in Ferlach. Ludwig Borovnik II. führte nun den Betrieb. Jährlich gab es vier Produktkataloge in zwei Sprachen, die eine umfassende Palette an Waffen, Munition und Jagdrequisiten präsentierten. Nach äußerst schwierigen Verhältnissen in den 1930er, der Vertreibung in den 1940er Jahren und der Rückkehr in die Heimat nach 1945 begründete Ludwig Borovnik III. erneut ein Unternehmen in Ferlach im Jahr 1950. Er etablierte einen über die Region hinaus erfolgreichen Handel für Hölzer für Gewehrschäfte, speziell Nussbaumholz.

 

Freundschaften zu passionierten Jägern in der Zeit nach 1960 führten zur erneuten Gründung der Büchsenmacherei Ludwig Borovnik. Im Jahr 1986 trat Ludwig Borovnik IV. die Nachfolge in der Geschäftsführung an. Er leitet bis heute das Unternehmen in Ferlach, das im Jahr 2010 mit seinen anspruchsvollen Produkten als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Mit Ludwig Borovnik junior steht die fünfte Generation bereit, die Tradition der Büchsenmacher in Ferlach würdig fortzuführen.


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