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Jedermann verständlich.


Der Auftragsfertiger Raditek in Markdorf am Bodensee hat sein Spektrum an Bearbeitungsverfahren um das Drahterodieren erweitert. Das eröffnet ihm zusätzliche Chancen, selbst komplexe Bauteile aus einer Hand zu bieten.

Jedermann verständlich. Zulieferbetrieb profitiert von einfacher Programmierung und Bedienung.

Raditek CNC-Technik

 

Der Auftragsfertiger Raditek in Markdorf am Bodensee hat sein Spektrum an Bearbeitungsverfahren um das Drahterodieren erweitert. Das eröffnet ihm zusätzliche Chancen, selbst komplexe Bauteile aus einer Hand zu bieten.


Einzelstücke nach Kundenzeichnung

Die im Jahr 1998 gegründete Raditek CNC-Technik in Markdorf fertigt mit inzwischen neun Beschäftigten flexibel und kurzfristig überwiegend für regionale Kunden. Zum Fertigungsspektrum gehören kundenspezifische Bauteile für Vorrichtungen, für Montage- und Verpackungsanlagen und für Automatisierungstechnik. Aufträge bekommt man überwiegend aus den Branchen Luft- und Raumfahrt, Nahrungs- und Genussmittel sowie Pharmaindustrie von umliegenden Industriebetrieben in der Region Bodensee. Wie Jasmir Dzidic, Inhaber und Geschäftsführer in der zweiten Generation, erläutert, geht es meist um Einzelstücke oder allenfalls kleinste Serien bis etwa fünf gleiche Bauteile. Um beispielsweise Werkstückgreifer und -träger, Antriebshebel, Führungsleisten und ähnliches nach Skizzen, Kundenzeichnungen oder Daten zu fertigen, verfügt der Lohnfertiger in Markdorf über alle üblichen Bearbeitungstechnologien, wie Bohren, Drehen, Fräsen und inzwischen auch Schleifen.

 

Bauteilspektrum größer

Dank der hohen Qualität der gefertigten Bauteile, flexiblem und sehr kurzfristigem ­Bearbeiten der Aufträge gab es in jüngster Zeit zunehmend Anfragen auch nach komplexen Werkstücken, wie Jasmir Dzidic berichtet. Dazu gehörten auch Bauteile mit speziellen Geometrien, zum Beispiel Verzahnungen, und Werkstücke aus hochharten Werkstoffen und gehärteten Stählen. „Vor einigen Monaten bekamen wir Aufträge, Bauteile mit Innenverzahnungen zu fertigen. Zudem fragten Kunden an, ob wir Düsen mit konischen Eintritts­trichtern fertigen könnten. Letztere bestehen aus einer vorgepressten Sinterkeramik, sogenannte Grünlinge. Solche Bauteile lassen sich nicht oder nur unter größten Anstrengungen bei sehr langen Bearbeitungszeiten fräsen oder drehen. Das war für mich der Auslöser, mich mit der Bearbeitungstechnologie Drahterodieren konkret zu befassen“, sagt Jasmir Dzidic.

 

Einfacher als Drehen und Fräsen: Komplexe Strukturen in harten Werkstoffen 
bearbeitet der Lohnfertiger schneller und wirtschaftlicher mit Drahterodieren.
Einfacher als Drehen und Fräsen: Komplexe Strukturen in harten Werkstoffen bearbeitet der Lohnfertiger schneller und wirtschaftlicher mit Drahterodieren.

 

Umfassend informiert

Zusammen mit seinem Vater Razim, der nach wie vor im Unternehmen tätig ist, informierte sich Jasmir Dzidic zunächst bei einer Fachmesse im Dezember 2019. Anschließend befragte er Mitarbeiter anderer Fertigungsunternehmen, darunter auch seine Kunden. Letztere nutzen die Technologie Drahterodieren überwiegend in der Fertigung ihres Produktspektrums. „Schnell kristallisierte sich heraus, dass Drahterodieren für unser erweitertes Spektrum an Bauteilen exakt die passende Bearbeitungstechnologie ist. Harte Werkstoffe, schwierige Konturen mit kleinsten Radien, auch sehr schmale Nuten – alles, was sich nicht oder nur bei hohem Aufwand fräsen lässt, gelingt unproblematisch mit Drahterodieren“, fasst Jasmir Dzidic seine Gespräche zusammen. Nun ging es darum, die speziell für einen unerfahrenen, kleinen Lohnfertiger optimal geeignete Maschine zu finden. „Auch hierbei hat uns die Information bei benachbarten Betrieben rasch Klarheit verschafft. Nahezu alle Befragten haben die Maschinen von Mitsubishi Electric empfohlen. Diese seien mit aktuellen Technologien ausgestattet, zudem ließen sie sich einfach und unproblematisch programmieren und bedienen. Deshalb seien sie für ‚Anfänger‘ besonders gut geeignet. Auch die Beratung, das Training für die Programmierer und Bediener sowie der Service seien bei Mitsubishi Electric herausragend gut und fanden ein bestes Echo“, gibt Jasmir Dzidic die Gespräche wieder. Alle befragten Anwender dieser Draht­erodiermaschinen haben zudem das Kosten-Nutzen-Verhältnis als besonders günstig beschrieben.

 


 

Nahezu alle Befragten haben die Maschinen von Mitsubishi Electric empfohlen. Diese seien mit aktuellen Technologien ausgestattet ...

 

Jasmir Dzidic,
Geschäftsführer bei Raditek

 


 

Investition bewährt sich

Aufgrund dieser Empfehlungen investierte Raditek in eine Drahterodiermaschine MV2400S NewGen. Wie Jasmir Dzidic nach nur wenigen Monaten Praxiserfahrung bestätigt, haben sich alle von seinen Geschäftspartnern beschriebenen Eigenschaften und Vorteile dieser Maschine bewahrheitet. Die Beratung und der Service rund um die Inbetriebnahme waren hervorragend. Die qualifizierten Anwendungstechniker in Ratingen haben ihm innerhalb weniger Tage die Funktionen und die Arbeitsweise so ausführlich und kompetent vermittelt, dass er kurzfristig bereits erste Werkstücke zeichnungsgerecht fertigen konnte.

 

Den Arbeitsraum beschreibt Jasmir Dzidic als groß und sehr gut zugänglich. Wie er bestätigt, kann er auch sperrige Werkstücke einfach einbringen und aufspannen. Ein besonderes Lob findet er für die aktuelle Steuerungsgeneration D-CUBES. „Das Touch-Panel mit seinen Bedienfeldern und Funktionen vergleichbar den heutigen APP auf Smartphones entspricht natürlich ganz der Arbeitsweise jüngerer Mitarbeiter“, sagt Jasmir Dzidic und meint damit auch sich selbst. Die auf dem großen Bildschirm anzuwählenden Funktionen erklären sich selbst und führen konsequent und einfach verständlich durch die einzelnen Dialoge zur Parametereingabe. Dennoch können auch erfahrene Fachkräfte ihr Fachwissen aus anderen, bewährten NC-Fertigungstechnologien nutzen. Man kann alternativ zu den grafisch unterstützten Funktionen auch eine Programmierfunktion mit klassischem G-Code und M-Funktionen wählen. Das käme, wie Jasmir Dzidic bestätigt, beispielsweise seinem Vater sehr entgegen.

 

Freie Wahl: Die MV2400 lässt sich wie ein Smartphone mit App-Struktur 
und grafischer Unterstützung oder klassisch mit G-Code programmieren.
Freie Wahl: Die MV2400 lässt sich wie ein Smartphone mit App-Struktur und grafischer Unterstützung oder klassisch mit G-Code programmieren.

 

 

Bei Raditek werden die meisten der mit Draht zu erodierenden Bauteile zunächst als Daten in ein externes CAD/CAM-System von DCAM übernommen. Dort werden die NC-Programme fürs Drahterodieren generiert. Wie Jasmir Dzidic berichtet, bewährt sich dieses externe Programmieren insbesondere bei schwierigen Konturen, beispielsweise Innenverzahnungen. Die Bearbeitung kann man nach dem Programmieren am Bildschirm simulieren. So zeigen sich vorab bereits eventuelle Kollisionen oder Geometriefehler. Das kürzt später die Durchlaufzeiten, da Abbrüche beim Bearbeiten, teurer Ausschuss und langwieriges erneutes Bearbeiten eines Werkstücks ­vermieden werden. Besonders vorteilhaft ist, dass in der Steuerung der MV2400S NewGen bewährte Parameter für übliche Werkstoffe gespeichert sind. So kann ein unerfahrener Nutzer einfach die Daten übernehmen und damit sachgerecht fertigen.

 

Ideen verwirklichen, flexibler und schneller fertigen

Wie Jasmir Dzidic ausführt, habe ihm die Technologie Drahterodieren inzwischen ermöglicht, schwierige Konturen und Geometrien im Haus zu fertigen. Damit hat er seine Flexibilität für wechselnde, kurzfristig zu bearbeitende Fertigungsaufträge erhöht.

 

Optimale Bearbeitung: Drahterodieren einer Innenverzahnung an einem Hebel
Optimale Bearbeitung: Drahterodieren einer Innenverzahnung an einem Hebel

 

Weiter hat er zusätzlich Ideen entwickelt, wie er Werkstücke innovativ und durch ungewöhnliche Abläufe schnell und genau fertigen kann. Dazu erläutert er ein Beispiel: „Wir hatten Gehäusebauteile aus bis zu 170 mm dicken Baustahlplatten zu fertigen. Die üblichen Fertigungsschritte, zunächst die grobe Geometrie mit dem Brenner auszuschneiden, die Kanten mit dem Winkelschleifer zu verputzen und danach auf genaue Abmessungen zu fräsen, erschienen mir als langwierig und umständlich. Deshalb haben wir die Platte einfach direkt auf die Drahterodiermaschine genommen und die endgültige Geometrie in einem Ablauf drahterodiert.“ Mit dem Draht zu erodieren hat zwar zunächst eine längere Bearbeitungszeit erfordert. Aber die Maschine kann mit einer 10kg-Drahtrolle bei solchen Werkstücken bis zu 30 Stunden unbeaufsichtigt produzieren. Dank der zuverlässigen Drahteinfädelung arbeitet sie über die gesamte Zeit zuverlässig und produktiv. Wie Jasmir ­Dzidic bestätigt, ist diese Bearbeitung insgesamt günstiger, da langwierige und aufwendige Zwischentransporte, Liegezeiten, mehrfaches Auf- und Umspannen, teure Werkzeuge und spezielle Spannvorrichtungen für die Fräsmaschine entfallen. „Mit der Drahterodiermaschine MV2400S NewGen haben wir in nur wenigen Monaten beste Erfahrungen gewonnen. Wir konnten uns rasch einarbeiten, der Service von Mitsubishi Electric hat uns bestens beraten und unterstützt, unser Leistungsspektrum können wir deutlich erweitern, und wir schaffen größere Flexibilität, da wir inzwischen ein größeres Spektrum an Bauteilen in-house komplett fertigen können“, fasst Jasmir Dzidic zusammen.

 

www.raditek.de


Berthold ­Ortmann, Lohnfertiger aus dem Allgäu

 

Wie betrifft sie die aktuell schwierige Situation, ausgelöst durch das Coronavirus?

Jasmir Dzidic: Wir erleben derzeit einen etwa 20 Prozent rückläufigen Auftragseingang. Wir fertigen speziell Sonderteile und Ersatzteile für den Anlagenbau und für Anlagenbetreiber. Solange diese Anlagen beispielsweise in der Nahrungs- und Genussmittel- und in der Pharmaindustrie weiter betrieben werden und produzieren, werden sicher auch Verschleiß- und Ersatzteile benötigt. Deshalb wird sich für uns sich die Situation auf dem aktuellen Niveau voraussichtlich stabilisieren.

 

Wie bereiten sie sich auf eine mittel- und längerfristige Entwicklung vor?

Jasmir Dzidic: Selbstverständlich hoffen wir auf ein baldiges Ende der Einschränkungen und danach wieder auf eine positive Entwicklung der Wirtschaft allgemein. Aufgrund der Krise vor zehn Jahren und einhergehend mit meinem Eintritt in das operative Geschäft in unserem Betrieb haben wir uns bereits langfristig gut aufgestellt. Wir haben die internen Abläufe optimiert. Ebenso haben wir in den letzten Jahren, die von Wachstum und soliden Finanzen geprägt waren, bereits immer wieder in neue Maschinen und auch in zukunftsweisende Technologien investiert. Jüngstes Beispiel ist die Investition in die Drahterodiermaschine MV2400S NewGen. Damit sehen wir uns bestens gerüstet, auch eine schwierige Situation über mehrere Monate gut zu meistern.

 

Wie beurteilen Sie ihre finanzielle Lage trotz rückläufigem Geschäft?

Jasmir Dzidic: Nach der Finanzkrise in den Jahren 2009/2010 haben wir schrittweise Notfallpläne ausgearbeitet. An diesen können wir uns nun orientieren. Das gibt uns Sicherheit, dass wir im Gespräch mit Kunden und auch den Banken die aktuellen Widrigkeiten gut bewältigen können. Zudem haben wir unser Unternehmen nach ISO9001 zertifiziert. Damit werden wir auch unabhängig von wirtschaftlichen Krisen von unseren doch erheblich größeren Kunden als kompetenter und fähiger Partner wahr- und ernstgenommen. Das sichert uns auch weiterhin ausreichend Aufträge, um finanziell bestehen zu können.


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