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Sein eigener Architekt.


Form folgt Funktion – diesen Leitsatz des Designs hat das Metallbauunternehmen Bacher in Oberbayern tief verinnerlicht, sowohl bei ihren Produkten, aber auch an ihrem neu errichteten Firmensitz. Mit dabei sind Erodiermaschinen von Mitsubishi Electric, die ihren Teil zum Erfolg beitragen.

Sein eigener Architekt.

Bacher GmbH

 

Form folgt Funktion – diesen Leitsatz des Designs hat das Metallbauunternehmen Bacher in Oberbayern tief verinnerlicht, sowohl bei ihren Produkten, aber auch an ihrem neu errichteten Firmensitz. Mit dabei sind Erodiermaschinen von Mitsubishi Electric, die ihren Teil zum Erfolg beitragen.



 

Es ist eine großartige Kulisse, vor der sich der Firmensitz der Bacher GmbH Metallverarbei­tung in Bad Feilnbach befindet. Ob sich der Ausblick auf die Alpen, den Wendelstein immer vor Augen, auch auf die tägliche Arbeit aus­wirkt? Weite und Großzügig­keit bei gleichzeitig kurzen Wegen, schönes Design und Praxisnähe waren für Josef Kuchlmeier, Geschäftsführer von Bacher, jedenfalls unabdingbar, als es an die Neuplanung des Gebäudes ging.


Dabei waren die Anfänge des Unternehmens bescheiden. Senior Sebastian Bacher startete in den 1970ern mehr oder minder in einer Ga­rage, heute arbeiten 70 Mitarbeiter auf 5500 m². Obwohl der Senior immer noch jeden Tag in der Firma auftaucht, liegt das aktuelle Tages­geschäft längst in den Händen von Kuchlmeier, der noch unter Bacher Senior sein Handwerk gelernt hat. Kuchlmeier, damals jüngster Werk­zeugmachermeister in Bayern, ist nach und nach in die Aufgabe gewachsen, bevor er im vergangenen Jahr offiziell das Unternehmen Bacher GmbH Metallverarbeitung zur Mehrheit übernommen hat.


Bereits in den vergangenen Jahren hat Kuchlmeier dem Unternehmen sein eigenes Gesicht gegeben. Nachdem am letzten Stand­ort die Hallen wieder einmal zu eng geworden waren, entschloss sich Kuchlmeier zum harten Schnitt und entschied sich für den Neubau in Au bei Bad Feilnbach.

 

Josef Kuchlmeier (links) und Herbert Linseisen bei der Prüfung eines Werkstücks
Josef Kuchlmeier (links) und Herbert Linseisen bei der Prüfung eines Werkstücks

 

Die Pläne für das im vergangenen Jahr fertig­gestellte Gebäude stammen von Kuchlmeier selbst. Dabei sollte das Gebäude funktional sein – so sollten die Wege zwischen den Ab­teilungen kurz sein, also vom Werkzeug­bau mit seinen rund 20 Maschinen in die Stanzerei, zur Qualitätssicherung, zu den Laserschneidan­lagen etc. „Aber ich wollte auch hohe Hallen mit viel Licht, viel Platz zwischen den Büros – damit es Spaß macht, zu arbeiten“, so Kuchl­meier. Nur so ist es seiner Meinung nach möglich, kreativ zu sein und ungewöhnliche Lösungen für die Kunden zu erschaffen.


Kreativität, Schnelligkeit und Genauigkeit sind gewissermaßen das Markenzeichen des ober­bayrischen Unternehmens. Dies spiegelt sich auch im breiten Portfolio wieder, das auf der einen Seite Toleranzen im Hundertstel-Bereich – etwa in der Chipindustrie – erfüllen kann, auf der anderen Seite aber auch Lampen und Schau­kästen für die Gastronomie fertigt, wo
es neben der eigentlichen Fertigung vor allem da­rum geht, dem Kunden zu zeigen, wo Ver­besserungspotential liegt – etwa indem man eine optimierte Beleuchtung entwickelt. Auch die Stückzahlen variieren je nach Branche – manchmal sind es Teile in Millionen-Auflagen, dann wiederum nur ein Prototyp.

„Wir sind sehr breit aufgestellt. Von der Auto­mobilindustrie über Getränkeabfüllanlagen bis zu Büro­möbelherstellern – jede Branche stellt ihre eigenen Anforderungen“, erklärt Kuchl­meier und nennt das Beispiel der Objektbe­musterung aus der Möbelindustrie.

 

Die Drahterodiermaschinen werden in erster Linie für die Fertigung eigener Werkzeuge benötigt.
Die Drahterodiermaschinen werden in erster Linie für die Fertigung eigener Werkzeuge benötigt.

 

Es ist ty­pisch für große Konzerne, dass diese bei der Ausstattung von Neubauten eine Be­musterung für Büros verlangen. Hier herrscht großer Ter­mindruck, da quasi bis in letzter Mi­nute an den neuen Möbeln gefeilt wird. „Die Beschläge müs­sen manchmal in Stunden ge­liefert sein“, macht Kuchlmeier deutlich. Sein Team arbeitet dann bis zur letzten Minute, da­mit der Büro­möbelhersteller Steelcase sein bestes Design präsentieren kann.

 

Nicht ganz so hektisch geht es bei Produkten für Krones, Weltmarktführer für Getränkeabfüll­linien, zu. Hier liefert man seit Jahrzehnten Werkstücke für die Abfülllinien. Dabei arbeitet man eng mit Krones zusammen und scheut auch nicht vor eigenen Vorschlägen zurück. So verbesserte man einen Greifer, der die Flaschen vor dem Sterilisieren dreht. Bacher liefert aber auch Entwässerungs­komponenten für Dusch­schienen, überarbeitet derzeit Ständer für mo­bile Heizstrahler oder fertigt Layer für Chip­prüfgeräte. Unabhängig davon, welches Pro­dukt am Ende ausgeliefert wird – jedes muss die Qualitäts- und die Designmaßstäbe von Kuchlmeier erfüllen.

 


 

Ein befreundeter Kollege ist seit vielen Jahren mit vier Mitsubishi-Maschinen sehr zufrieden, das hat uns die Entscheidung leicht gemacht.

 

Josef Kuchlmeier,
Geschäftsführer bei Bacher GmbH

 


 

Wechsel in der Erodiertechnik

Denn nicht nur von der Architektur hatte Kuchlmeier klare Vorstellungen. Quasi zeit­gleich mit dem Neubau investierte er 2,5 Millionen Euro in neue Werkzeugmaschinen, obwohl der Maschinenpark sowieso immer auf dem neuesten Stand ist. Mit dabei waren zwei Drahterodiermaschinen (MV1200R und MV­2400R) sowie eine Startlochmaschine von Mitsubishi Electric, die gleich in das neue Ge­bäude einzogen. Dabei war dies mit einem Anbieterwechsel verbunden.


„Vor 30 Jahren waren wir ein echter Vorreiter, weil wir auf die Erodiertechnik gesetzt haben“, erinnert sich Martin Schmid vom Werkzeugbau. Zwar hat sich die Leistung und die Oberflä­chengenauigkeit in den vergangen 30 Jahren erheblich verändert, aber Geschwindigkeit ist nicht alles. „Wir gehen von der Geschwindigkeit sogar lieber noch ein kleines Stück zurück – vor allem wenn die Maschinen sowieso die Nacht durchlaufen. Viel wichtiger ist doch, dass am Morgen das Werkstück fertig ist“, ergänzt Schmid.   Die beiden Maschinen werden in er­ster Linie für die ­Fertigung eigener Werkzeuge ein­gesetzt, von denen etwa 350 im Umlauf sind. „Das älteste ist von 1975 und wird immer noch benötigt“, so Schmid. Einen geringeren Anteil nehmen Werkzeuge befreundeter Unternehmen ein, die man ebenfalls repariert oder neu her­stellt. „Bei der Fertigung von Bauteilen arbeiten wir Hand in Hand mit anderen Unter­nehmen aus der Region“, bekräftigt Kuchlmeier. „In un­serem Wendel­stein-­Netzwerk können wir uns aufeinander verlassen und wir halten alle die gleichen Qualitätsmaßstäbe ein.“ Aus diesen Reihen stammt auch die Empfehl­ung, bei Erodier­maschinen in Zukunft auf Mitsubishi Electric zu
setzen.

 

„Ein befreun­deter Kollege ist seit vielen Jahren mit vier Mitsubishi­-Maschinen sehr zufrieden, das hat uns die Entscheidung leicht gemacht“, so Kuchlmeier.

 

Der Isolierlayer besteht aus einer glasfaserverstärkten Kunststofffolie mit einer Dicke von nur 0,2 mm.
Der Isolierlayer besteht aus einer glasfaserverstärkten Kunststofffolie mit einer Dicke von nur 0,2 mm.

 

Es waren aber auch Aspekte wie die zwölf­jährige Garantie auf Führung und Antriebe oder die Genauigkeiten und die Wartungs­armut, die den Ausschlag für Mitsubishi ­Electric gaben. Die Einarbeitung in den neuen Maschinentyp verlief problemlos. Schmid und sein Kollege Markus Kotz besuchten die Schulung in Ratin­gen und fühlten sich danach gut gerüstet.


Von der Qualität der Mitsubishi Electric Ma­schinen konnte man sich jüngst wieder bei der Fertigung von Isolierlayern überzeugen. Diese bestehen aus einer glasfaserverstärkten Kunst­stofffolie in einer Dicke von 0,2 mm. Dieser Layer sorgt in einer Chip-Prüfmaschine dafür, dass die kleinen Chips (die Größe beträgt ge­rade mal 2 auf 2 mm) bei der Prüfung nicht ver­rutschen. Für das dafür benötigte Werkzeug, das später unter anderem 180 äußerst präzise Durchbrüche auf der Folie erzeugen muss, ar­beitete die Mitsubishi Electric Maschine 254 Stunden am Stück.

 

Hier das Werkzeug für den Isolierlayer, das unter anderem 180 Durchbrüche erzeugt.
Hier das Werkzeug für den Isolierlayer, das unter anderem 180 Durchbrüche erzeugt.

 

„Unsere alten Maschinen hätten dies von der Genauigkeit – immerhin liegt der Schnittspalt bei 0,01 mm – nicht geschafft. Dieses Produkt hätten wir sonst nach außen gegeben“, gibt Schmid zu. Bei der Herstellung des Werk­zeuges für den Layer konnte man sich im Üb­rigen auch von der Qualität der Einfädelauto­matik überzeugen – rund 2000 Einfädelvor­gänge wurden ohne Unterbrechung an dem Werkstück durchgeführt. Aus Sicht von Schmid perfekt!

 

 

www.bacher-gmbh.de


Fazit und Ausblick


Als das Unternehmen im vergangenen Jahr in den Neubau einzog, war Senior Bacher noch davon überzeugt, dass sein Nachfolger viel zu groß geplant hatte. Doch das Unternehmen wächst weiter – bereits jetzt sind die Hallen gut mit Maschinen und Arbeitsplätzen gefüllt. Schließlich legt das Unternehmen viel Wert auf die Ausbildung, wobei Kuchlmeier keine Probleme hat, guten Nachwuchs zu finden. Schönster Beweis ist, dass der Innungsbeste vor drei Jahren aus den eigenen Reihen kam. Dazu trug sicher auch die besondere Arbeitsatmosphäre bei.

 



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