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Silikon in Bestform dank filigraner Formeinsätze.


AMA, Atelier de Moules Andrésiens, im französischen Grossoeuvre ist Spezialist für Silikonformteile. Basierend auf dem in vielen Jahren erarbeiteten Know-how konzipiert und verwirklicht das Familienunternehmen komplexe Spritzgießformen. Beim Fertigen kleiner Formeinsätze vertrauen die Spezialisten auf die zuverlässig wiederholgenau arbeitende Drahterodiermaschine MV1200R.

Silikon in Bestform dank filigraner Formeinsätze.

AMA Ateliers de Moules Andrésiens

 

AMA, Atelier de Moules Andrésiens, im französischen Grossoeuvre ist Spezialist für Silikonformteile. Basierend auf dem in vielen Jahren erarbeiteten Know-how konzipiert und verwirklicht das Familienunternehmen komplexe Spritzgießformen. Beim Fertigen kleiner Formeinsätze vertrauen die Spezialisten auf die zuverlässig wiederholgenau arbeitende Drahterodiermaschine MV1200R.



Die Elektronik, der Fahrzeugbau, die Medizin- und die Messtechnik, die Chemie und die Pharmazie, die Luft- und Raumfahrt, sogar Sportgerätehersteller benötigen eine Vielzahl

an Bauteilen aus Silikon. Denn dieser Werk­stoff bietet besondere Eigenschaften, die ihn deu­tlich von anderen Kunststoffen unter­scheiden. Seine Härte und seine Elastizität sind in einem weiten Bereich variierbar. Zudem ist Silikon gegen Temperaturen bis 360 °C wärme­beständig und alterungs­beständig. Selbst
unter äußerer Beanspruchung, zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung, Flüssig­keiten und Chemikalien, behält dieser Kunst­stoff über lange Zeit seine vorteilhaften Eigenschaften.

 

Elastisch und alterungsbeständig

Deshalb nutzen zahlreiche Branchen Silikon

für Bauteile, die unter schwierigen Umgebungs­bedingungen gegen Flüssigkeiten und Gase dicht halten müssen. Aufgrund des elastisch­en Werkstoffverhaltens gelingt dies auch bei Dichtflächen mit nicht exakt defi­nierten Geo­metrien. So bestehen unter anderem Teile

von Schutz- und Taucher­brillen sowie von Atemschutzmasken für den Einsatz in Flugzeugen, in der Chemie­industrie, im Bergbau und in Kraft­werken aus Silikon.

 

Elektrische und elektronische Steckverbinder, die in rauen Umgebungen – beispielsweise im Freien sowie in Straßen- und Schienen- und Baufahrzeugen – über lange Zeit zuverlässig funktionieren müssen, erhalten ebenfalls Dichtungselemente aus Silikon. Ähnliches gilt für Komponenten in der Medizintechnik unter anderem in Geräten für die Herz- und die Blutgefäßchirurgie und in der HNO-Heilkunde.

 

Darüber hinaus bietet Silikon eine angenehme Haptik. Deshalb konzipieren speziell Sport­gerätehersteller beispielsweise Handgriffe aus diesem Werkstoff. Wegen der elastischen und gut dämpfenden Eigenschaften werden auch im Arbeitsschutz, unter anderem in Kopf­schutzhelmen, bevorzugt Bauteile aus Silikon eingesetzt.

 

Speziell konzipierte Spritzgießformen

Wie Alexandre Vigneux, Inhaber und Ge­schäftsführer des Formen­bauers in Gross­ouevre, berichtet, lassen sich auch Silikon­bauteile mit eingelegten Metall­komponenten verwirklichen. Er zeigt dazu einen Ölpeilstab für einen Verbrennungs­motor. Zudem ist ein Mehr­komponenten-Spritzgießen zur Kombination eines elastischen Silikons mit einem harten, formstabilen Kunststoff realisierbar.

 

Anschmiegsam: Gehörschutz aus Silikon ist leicht, bequem zu tragen und schützt zuverlässig
Anschmiegsam: Gehörschutz aus Silikon ist leicht, bequem zu tragen und schützt zuverlässig

 

Hierfür konzipiert die AMA zum einen die bestmögliche Bauteilgemeotrie, zum anderen die erforderlichen Spritzgießformen. Letztere fertigt und montiert der Formenbauer und testet sie auf eigens dafür eingerichteten Spritz­gießmaschinen. Wie Alexandre Vigneux an­merkt, gelingt das Spritzgießen nur bei spe­ziell abgestimmten Parametern. Das in zwei se­paraten Komponenten in die Formkavität eingespritzte Silikon expandiert, übliche thermoplastische Kunststoffe hingegen schwinden im Volumen beim Abkühlen in

der Formkavität.

 

Diese Aspekte sind beim Konstruieren und Fertigen der Spritzgießformen zu berück­sichtigen. Dabei lassen sich, ähnlich wie mit üblichen thermoplastischen Kunststoffen, dennoch sehr filigrane Details und kleinste Geometrien an den zu spritzenden Bauteilen verwirklichen. Dies betrifft beispielsweise Bauteile für die Medizintechnik, speziell für
die Herzchirurgie. Für Pumpen, Kanülen und Ventile können aus Silikon sehr filigrane, bewegliche und elastische Dichtelemente hergestellt werden, die über lange Zeit
äusserst zuverlässig funktionieren.

 

„Mit solchen Bauteilen haben wir uns über­regional ein Alleinstellungs­merkmal geschaffen. Dazu haben entscheidend unser in vielen Jahren gesammeltes Wissen und unsere um­fassenden Erfahrungen beim Verarbeiten von Silikon beigetragen“, erläutert ­Alexandre Vigneux.

 

Filigrane Formeinsätze auf 0,01 mm wiederholgenau

Um besonders kleine Strukturen beim Spritz­gießen von Silikon herstellen zu können, benötigt AMA selbst­verständlich geeignete Form­einsätze und Schieber für die Spritz­gießformen.

 

Hält dicht: Einsätze aus Silikon verhindern, dass Feuchtigkeit und
Schmutz in elektronische Steckverbinder eindringen.
Hält dicht: Einsätze aus Silikon verhindern, dass Feuchtigkeit und Schmutz in elektronische Steckverbinder eindringen.

 

Das betrifft beispielsweise eine Spritzgießform, in der Helmschalen und die dazu passenden Helmeinsätze (Korb mit weitenverstellbarem Band) hergestellt werden, die mit schmalen, schwalbenschwanzförmigen Nuten versehen sind. Mit Hilfe dieser Nuten lassen sich beide Bauteile einfach und dabei zuverlässig zu­sammenfügen. Die dafür erfoderlichen Form­einsätze fertigt das Unternehmen AMA über­wiegend auf der Drahterodiermaschine MV1200R von Mitsubishi Electric.

 

Insbesondere die Tochter des heutigen Inhabers, Bérengère Vigneux, bedient und programmiert diese Maschine. Wie sie berichtet, interessiert sie sich vor allem für innovative Technik. Deshalb hat sie sich früh­zeitig entschieden, das Unternehmen ihres Vaters fortzuführen.

 

Vor der Investition in die aktuelle MV1200R hat der Formenbauer in Vigneux schon mit einer FX10 und mit Drahterodiermaschinen von Wett­bewerbern gearbeitet. Als besonderen Vorteil der Drahterodiertechnologie sieht Bérengère Vigneux das bedienerlose Ar­beiten. „Die Draht­erodiermaschine kann übers Wochen­ende mehrere Formeinsätze aus einer Platte her­stellen. HSC-Fräsen wäre nur mit einem fachlich hochqualifiziertem Bediener möglich“, sagt sie dazu. Dabei spricht sie ei­nen weiteren Aspekt an, der aus Ihrer Sicht als Vorteil für die MV1200R gilt. „Diese Draht­erodiermaschine lässt sich sehr einfach und übersichtlich pro­grammieren, einrichten und bedienen.“


Innerhalb weniger Tage Training hat Bérengère Vigneux die wesentlichen Funk­tionen, Pro­grammier- und Bedienabläufe erlernt. Wie sie sagt, war das ein Kinderspiel. Inzwischen ver­mittelt sie ihr Wissen ‚on-the-job‘ an weitere Mitarbeiter. Als zusätzlichen Vorteil der ein­fachen Programmierung beschreibt sie die kürzere Programmierzeit.

 


 

Aufgrund der besonders zuverlässigen Drahteinfädelung kann ich die MV1200R bis zu 50 Stunden völlig bedienerlos arbeiten lassen.

 

Bérengère Vigneux,
Tochter des Geschäftsführers Alexandre Vigneux

 


 

Dadurch erhält das Personal freie Kapazität für andere Arbeiten. Üblich wird die MV1200R bei AMA während des zweischichtigen Betriebs mit Bediener für kürzer dauernde Schneidarbeiten eingerichtet und genutzt. Allerdings rüstet Bérengère Vigneux die Drahterodiermaschine häufig auch am Nachmittag oder vor dem Wochenende für länger dauernde Bearbei­tungen. „Aufgrund der besonders zuverlässigen Drahteinfädelung kann ich die MV1200R bis zu 50 Stunden völlig bedienerlos arbeiten lassen. Da sie prozesssicher die programmierten Bauteile fertigt, erweist sich das trotz der langsamen Bearbeitung als wesentlich wirt­schaftlicher verglichen mit dem HSC-Fräsen auf einer deutlich kosten­intensiveren Fräs­maschine, die zudem stets eine kompetente Fachkraft als Aufsicht benötigt“, führt Bérengère Vigneux aus.

 

Interview Alexandre Vigneux
Begeistert von ausgefeilter Technik: Alexandre Vigneux und seine Tochter Bérengère

 

Weniger Wartung, kompetenter, verfügbarer Service

Bei der Investition haben sich Alexandre und seine Tochter Bérengère Vigneux vor allem darauf konzentriert, eine technisch ausgereifte, zuverlässige Maschine zu beschaffen. Sie sollte aktuellen Forderungen hinsichtlich der ein­fachen Programmierung und Bedienung ent­sprechen. Zudem sollte sie eine Wieder­holgenauigkeit kleiner 0,01 mm gewährleisten. „Wir fertigen häufig Formeinsätze mit sich wiederholenden Geometrien und Konturen für Mehrfachformen. Deshalb fordern wir, dass die Draht­erodiermaschine sämtliche geschnittenen Konturen exakt gleich ausführt. Die in der später montierten Mehrfach-Spritzgießform hergestellten Bauteile müssen selbstverständ­lich alle genau gleich sein“, sagt dazu Alexandre Vigneux. Über diese technischen Forderungen hinaus war für AMA ein kurzfristig und dauerhaft verfügbarer Servcie wichtig. Wie Bérengère Vigneux ausführt, kann eine High-Tech-Maschine nur bei einer sehr hohen Ver­fügbarkeit produktiv und profitabel arbeiten.

 

Dies lässt sich allerdings nur mit einem schnell verfügbaren Service realisieren. Da sie bei der voran­gegangenen Drahterodiermaschine FX10 in Zusammenarbeit mit dem japanischen Her­steller und dessem französischen Vertrags­händler Delta ­Machines bereits beste Er­fahrungen gemacht hatte, bevorzugte sie bei der Ersatzinvestition im Jahr 2016 wieder eine Drahterodiermaschine von Mitsubishi Electric. „Die MV1200R bietet einen größeren Arbeits­raum als die FX10. Bei gleich bleibendem Verbrauch an Draht, Filtern und Dielektrikum können wir auf ihr produktiver und wirt­schaftlicher arbeiten. Wir haben unsere Kapa­zität erhöht bei gleichbleibenden Kosten“, beschreibt sie die Vorteile der MV1200R. Wie sie weiter anmerkt, arbeitet die MV1200R deutlich zuverlässiger und benötigt weniger Wartung als Maschinen von Wettbewerbern.

 

 

Interview Alexandre Vigneux

 

 

Herr Vigneux, was hat sie angetrieben, im Jahr 1999 den Betrieb zu übernehmen? Alexandre Vigneux: Ich war Werkstattleiter und der Vor­besitzer hatte mich nach meinem Interesse gefragt. Da ich schon immer von Technik begeistert war und zudem die Arbeitsplätze meiner Kollegen erhalten wollte, sagte ich zu.

 

Was bewegt sie, nach wie vor das Unternehmen fortzuführen? Alexandre Vigneux: Ich bin von Technik begeistert. Als besonders lohnend sehe ich die täglichen Herausfor­derungen, schwierige technische Probleme zu lösen. Dabei bin ich gern „Tüftler“, der sich einer kniffligen Aufgabe stellt und antritt, sie optimal zu bewältigen.

 

Wie beschreiben Sie die Leistungen Ihres Unternehmens? Alexandre Vigneux: Wir entwickeln und konstruieren optimale Bau­teilgeometrien und die zum Herstellen der Bauteile benötigten Spritzgießformen, speziell für den Werkstoff Silikon.

 

Was war Ihr größter unternehmerischer Erfolg? Alexandre Vigneux: An der Entwicklung und Verwirklichung des Airbags für Automobile war ich maßgeblich beteiligt. Im Jahr 1995 hatte ich als einziger die richtige, praktikable Lösung für eine Spritzgießform, um ein spezifisches Bauteil herzustellen, das für die sichere Funktion des Airbags benötigt wird. Somit kann ich sagen, dass ich mit meiner Idee entscheidend dafür war, den Airbag als Sicherheitsbauteil für Autos überhaupt zu verwirklichen.

 

Wie haben Sie in den letzten Jahren Ihr Unternehmen weiterentwickelt? Alexandre Vigneux: Wir haben einerseits umfassend in neue Technologien investiert, zum Beispiel 5-Achs-Bearbeitungszentren und die aktuelle Drahterodiermaschine MV1200R. Zum anderen konzentrieren wir uns auf unsere Spezialität, den Werkstoff Silikon. Spritzgießformen für übliche thermoplastische Kunststoffe kon­struieren und fertigen wir nur noch sehr wenige.

 

Wo sehen Sie ihr Unternehmen in fünf Jahren positioniert? Alexandre Vigneux: Wir bleiben spezialisiert auf den Formenbau für Silikon­bauteile. Da meine Tochter Bérengère, ähnlich wie ich, sehr an Technik orientiert ist, werden wir ein kleines, familiengeführtes und auf die Technik konzentriertes Unternehmen bleiben. Wir bewegen uns in einer lohnenden Nische und arbeiten für einen ausgesuchten Kunden­kreis, den wir vor allem mit über­zeugenden Ideen und pfiffigen technischen Lösungen begeistern wollen.

 

Wofür interessieren Sie sich außerhalb des Geschäfts? Alexandre Vigneux: Besonders begeistert mich Mathematik. Darüber hinaus treibe ich gern Sport, unter anderem fahre ich sehr häufig und ausdauernd Fahrrad. Diese beiden Vorlieben prägen auch meine Sicht auf die Welt und meine Mitmenschen. So beurteile ich zum Beispiel Bewerber für eine Arbeitsstelle in meinem Unternehmen vorwiegend nach deren Benotung in Mathematik und Sport.

 

Herr Vigneux, vielen Dank für Ihre Information.

 

 

www.ama27.fr


 




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