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Profilieren mit neuer Technologie.


Wie kann ein Lohn- und Auftragsfertiger seine Marktposition verbessern? Die AMEP in La Chapelle nahm die Bearbeitungstechnologie Drahterodieren zusätzlich zum Drehen, Fräsen und Schleifen in ihr Leistungsangebot. Davon profitiert der Fertigungsbetrieb doppelt: Zum einen verwirklicht er höhere Flexibilität und Wertschöpfung, zum anderen lockt er neue Auftraggeber.

Ausgabe 01 // 2015

Profilieren mit neuer Technologie.

SARL AMEP

 

Wie kann ein Lohn- und Auftragsfertiger seine Marktposition verbessern? Die AMEP in La Chapelle nahm die Bearbeitungstechnologie Drahterodieren zusätzlich zum Drehen, Fräsen und Schleifen in ihr Leistungsangebot. Davon profitiert der Fertigungsbetrieb doppelt: Zum einen verwirklicht er höhere Flexibilität und Wertschöpfung, zum anderen lockt er neue Auftraggeber.



Von Als Hersteller kleiner Präzisionsteile verzeichnet AMEP eine äußerst positive Geschäftsentwicklung. Im Jahr 2000 hatte mit zwei ­Teilhabern, Jean-Pierre Morin und Christian Mignon, alles in einer kleinen Werkstatt begonnen. Auf konventionellen Fräsmaschinen und später mit dem Kauf einer neuen Schleifmaschine fertigte man im Lohnauftrag zunächst ­unterschiedliche Bauteile aus Metall. Innerhalb weniger Jahre profilierte sich das Unternehmen vor allem als Hersteller präziser Drehteile. Morin, heute einer der beiden Geschäftsführer in La Chapelle, beschreibt die weitere Entwicklung so: „Im wirtschaftlich äußerst schwierigen Jahr 2009 entschied ich mich zusammen mit meinem Teilhaber Christian ­Mignon für einen zukunftsorientierten Weg. Entgegen dem allgemeinen Trend investierten wir in ein drittes Bearbeitungszentrum, da diese Maschinen seinerzeit sehr kostengünstig angeboten wurden.“

 

Radiale Nuten mit scharfen Ecken
Radiale Nuten mit scharfen Ecken in Stanzmatrizen lassen sich einzig mit Drahterodieren technisch und wirtschaftlich sinnvoll fertigen.

 

Die Strategie, den ­Leistungsumfang um eine Bearbeitungstechnologie zu erweitern, erwies sich anschließend als äußerst erfolgreich. Man konnte zusätzlich Kunden gewinnen. So ging das noch junge und kleine Unternehmen gestärkt aus der Krise hervor. Heute erwirtschaften in La Chapelle zwölf hochqualifizierte Fachkräfte jährlich 950.000 € ­Umsatz. Der Maschinenpark besteht aus drei Bearbeitungszentren, zwei NC-gesteuerten Drehmaschinen, zwei Schleifmaschinen sowie drei konventionellen Drehmaschinen. Das Unternehmen verfügt inzwischen über einen klimatisierten Messraum und zeitgemäße 3D-Messtechnik. Mit seiner hohen Zuverlässigkeit in Verbindung mit herausragender Qualität ist AMEP in der Region ein anerkannter und hoch geschätzter Partner. Aufträge erhält der Lohnfertiger aus der Automobil- und Verbindungstechnik sowie aus der Luftfahrtindustrie.

 

Erfolgsstrategie fortführen

Der anhaltende geschäftliche Erfolg hat Morin und seinen Teilhaber Mignon veranlasst, mehrfach die Produktionsstätte in La Chapelle zu erweitern. Zudem entschlossen sie sich im Sommer des Jahres 2014, wiederum mit Hilfe einer zusätzlichen Bearbeitungstechnologie in die Zukunft zu investieren. So beschafften sie eine Drahterodiermaschine MV1200S von Mitsubishi Electric. „Mit dem Drahterodieren runden wir unser Leistungsspektrum sinnvoll ab. Für spezielle Bauteile hoher Qualität und Genauigkeit verfügen wir nunmehr über die gesamte Palette an Bearbeitungstechnologien im eigenen Haus“, erläutert Morin. Damit schafft das Drahterodieren mehrere, für einen Lohnfertiger entscheidende Vorteile. Es steigert vor allem die Flexibilität. Unabhängig von externen Sublieferanten kann das Unternehmen nunmehr Bauteile kurzfristig und wirtschaftlich komplett fertigen, die eine entsprechende Bearbeitung erfordern. Zudem steigert der Lohnfertiger damit die Wertschöpfung im eigenen Haus. Wie Morin berichtet, hatte er ehemals jährlich Aufträge im Wert von etwa 50.000 € an Subunternehmen abgeben müssen. „Neben dem finanziellen Aspekt zählt natürlich auch das Know-how. Umfassende Kenntnisse und entsprechende Erfahrungen in einer Bearbeitungstechnologie sorgen dafür, dass man die Kosten und den zeitlichen Aufwand zum Fertigen eines Bauteils sehr viel genauer kalkulieren kann. So können wir auf eine Anfrage schneller und genauer ein treffendes Angebot abgeben“, ergänzt Morin und fährt fort: „Darüber hinaus tragen speziell exotische Technologien wie das Drahterodieren dazu bei, dass man von Kunden als hochqualifizierter Partner wahrgenommen wird.“

 

Innerhalb weniger Wochen ­eingearbeitet

Ihre Entscheidung für eine MV1200S von Mitsubishi Electric können Jean-Pierre Morin und Christian Mignon gleich mehrfach ­begründen: „Wir hatten zunächst einige Empfehlungen von benachbarten Unternehmen, die bereits seit einiger Zeit mit Maschinen von Mitsubishi Electric äußerst zufriedenstellend arbeiten. Sie hoben vor allem die hohe Qualität, die Zuverlässigkeit und die vollständige Ausstattung der Maschi­nen hervor. Endgültig ­überzeugt hat uns dann das Konzept der Technologie-Datenbank von Mitsubishi ­Electric“, ergänzt Morin. Um speziell den noch unerfahrenen Nutzer der Drahterodiermaschinen wirksam zu unterstützen, befinden sich darin geeignete und bewährte Verfahrens- und Maschinenparameter für ein großes Spektrum an Werkstoffen und Bearbeitungssituationen. Die Steuerung der Drahterodiermaschine stellt dem Nutzer gewissermaßen über 40 Jahre gesammelte Erfahrung in der Technologie zur Verfügung. Das vereinfacht den Einstieg in das Drahterodieren erheblich. Denn der Programmierer und Bediener kann mit den gespeicherten Parametern seinen Prozess schnell und einfach so ­konfigurieren, dass die Bearbeitung auf Anhieb gelingt. Mit zunehmender eigener Erfahrung kann er die Parameter selbstverständlich individuell optimieren. Dabei unterstützt ihn die Software-Ergonomie der aktuellen Steuerung ADVANCE von Mitsubishi Electric. Wie Morin bestätigt, konnte seine Fachkraft Jacques Meudec bereits nach wenigen Tagen die ersten Werkstücke auf der MV1200S zeichnungsgerecht bearbeiten. Schon nach drei bis vier Wochen war das Drahterodieren voll in die Produktion eingebunden. Allerdings verfügte Meudec bereits über einiges Know-how in der Technologie Drahterodieren.

 

Unbeaufsichtigt produktiv

Die Zeichnungsdaten für die zu erodierenden Werkstücke übernimmt Meudec aus dem CAD/CAM-System MasterCAM. Bei Einzelstücken programmiert er die Geometrien aber auch an der Maschine. Nach ­nunmehr einigen Monaten schätzt er insbesondere die zuverlässige Funktion der MV1200S. So kann er mehrere aufwendige, komplexe Bauteile aus einer Platine in unbeaufsichtigten Nachtschichten schneiden. Dabei kommt ihm vor allem die zuverlässige automatische Drahteinfädelung entgegen. Bei einem Drahtbruch sucht die Maschine automatisch die Position für den Wiedereinstieg, fädelt sicher den Draht an der Bruchstelle ein und setzt die Bearbeitung fort. Diese Funktion gewährleistet einen zuverlässigen Bearbeitungsablauf. Die Durchbrüche mancher Bauteile haben scharfe Ecken ohne Übergangsradien. Zudem müssen die Konturen der Einsätze mit Schrägen von 10 bis 15° über der Werkstückdicke ausgeschnitten werden. Das lässt sich ausschließlich mit ­Drah­t­erodieren verwirklichen.

 

Teamorientiert führen

Neben der Technologie erachtet Geschäftsführer Morin den Führungsstil im Unternehmen als ein wichtiges Erfolgsrezept für die positive Entwicklung seines Fertigungsbetriebs. „Speziell in einem kleinen Betrieb mit nur wenigen Mitarbeitern achten wir besonders auf den Teamgeist. Unsere Mitarbeiter sollen als Fachkräfte ihre Arbeitsprozesse weitgehend selbst bestimmen und optimieren. Zudem wollen wir sie durch einen flexiblen Einsatz in unterschiedlichen Bearbeitungstechnologien immer wieder fordern und in ihren Fähigkeiten fördern. Das schafft für das gesamte Unternehmen höchste Flexibilität. Zudem entsteht aus eigenverantwortlichem Handeln das Bewusstsein für höchste Qualität. Von dem daraus resultierenden Erfolg – zufriedene Kunden, die auch künftig lohnende Aufträge an uns vergeben – profitieren am Ende alle“, beschreibt Morin seine Unternehmenskultur.

 

Jacques Meudec, Spezialist Drahterodieren, sowie Jean-Pierre Morin und Christian Mignon
Jacques Meudec, Spezialist Drahterodieren, sowie Jean-Pierre Morin und Christian Mignon(v.l.n.r.)

 

Abgerundet wird das neue Messeformat durch zwei Parallelveranstaltungen: der KSS-Fachmesse für sicheres Kühlen, Schmieren, Reinigen, Ölen, Fetten und der Control als Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung. Somit haben die Besucher in Stuttgart die einmalige Gelegenheit, eine ganze Bandbreite an branchenrelevanten Informationen vor Ort zu erhalten. „Wir sind fest davon überzeugt, dass der Fachbesucher sich innerhalb nur eines Tages auf der Moulding Expo umfassend über neueste Technologien und Trends der Branche informieren kann und darüber hinaus alle wichtigen Branchencham­pions vor Ort antrifft. Insofern bieten wir dem Fachbesucher einen einzigartigen Mehrwert. Das wird gut! Ich freue mich richtig auf die Moulding Expo“, sagt Verbandpräsident Seul.

 

www.amepfrance.com


Jean-Pierre Morin

Jean-Pierre Morin
Geschäftsführer
AMEP France

 

 

 


Was macht Ihren Erfolg aus?

 

Morin: Wir sind flexibel für kurze Lieferfristen, bieten ein umfassendes Spektrum an Bearbeitungstechnologien und überzeugen mit höchster Qualität der gefertigten Bauteile.

 

Welche Leistungen bietet Ihr Unternehmen, in wenigen Worten beschrieben?

 

Morin: Wir fertigen Prototypen und Bauteile in kleinen Serien aus Metall für Verbindungs- und Verpackungstechnik, für die Automobil- und die Luftfahrtindustrie.

Was treibt Sie an?

 

Morin: Positive Rückmeldungen zufriedener Kunden geben uns die nötigen Impulse für künftige Investitionen.

 

Was machen Sie anders als vor fünf Jahren?

 

Morin: Unserer Geschäftssstrategie folgend haben wir laufend investiert und verfügen heute über eine größere Anzahl an Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen sowie eine erweiterte Werkstattfläche. Speziell haben wir unser Leistungsangebot um die Bearbeitungstechnologie Drahterodieren ergänzt, um unseren Kunden eine Lösung für beinahe jede denkbare Metallbearbeitung bieten zu können.

 

Welche Projekte planen Sie für die künftige Entwicklung ihres Unternehmens?

 

Morin: Wir wollen die Kapazitäten unserer Lohn- und Auftragsfertigung weiter ausbauen. Dazu gehört, zusätzliche Kunden zu überzeugen sowie am Standort La Chapelle in Mitarbeiter, Gebäude und Maschinen zu investieren.

 

Was war ihr größter unternehmerischer Erfolg bisher?

 

Morin: Mit Hilfe unserer Vorwärtsstrategie haben wir die wirtschaftlich schwierige Situation im Jahr 2009 nahezu unbeschadet überstanden.

 

Welche Eigenschaften schätzen Sie besonders bei sich, ihren Mitarbeitern, Partnern und Kunden?

 

Morin: Eine Zusammenarbeit kann nur gedeihen, wenn alle Beteiligten ehrlich, offen und auf Basis absoluten Vertrauens miteinander umgehen.

 

Wie schaffen Sie einen Ausgleich zu den beruflichen Herausforderungen?

 

Morin: Ich begeistere mich für Oldtimer-Fahrzeuge, vor allem seltene und elegante Automobile vergangener Jahrzehnte. Darüber hinaus schätze ich die Ruhe beim Laufen – Joggen – in der Natur.

 

Wie erklären Sie einem Laien mit wenigen Worten die Leistungen Ihres Unternehmens?

 

Morin: Unter anderem schneiden wir Metall mit einem sehr dünnen Draht und elektrischem Strom.



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