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Präzision am seidenen Faden


Wenn zum Thema Drahterosion Genauigkeit, Beständigkeit und Benutzerfreundlichkeit verlangt werden, verlassen sich zahlreiche Unternehmen auf ­Mitsubishi Electric in der Gewissheit, robuste und zuverlässige Maschinen zu erhalten.

Ausgabe 01 // 2014

Präzision am seidenen Faden – Erodieren für den Schleudergang

SAL S.r.l.

 

Wenn zum Thema Drahterosion Genauigkeit, Beständigkeit und Benutzerfreundlichkeit verlangt werden, verlassen sich zahlreiche Unternehmen auf ­Mitsubishi Electric in der Gewissheit, robuste und zuverlässige Maschinen zu erhalten.



SAL S.r.l. ist ein Unternehmen aus Besozzo (Italien), das Blechteile für verschiedene Industriebereiche und insbesondere für die Haushaltswarenindustrie und Automotive, aber auch für elektronische Geräte, Elektromotoren und Einrichtungsgegenstände herstellt. Dir Firma verfügt über eine eigene Produktionsabteilung mit zahlreichen Pressen und eine Werkstatt, in der Formen und Werkzeuge angefertigt werden. SAL nahm den Betrieb 1960 auf, in dem Jahr als ­Italien das höchste BIP seiner Geschichte erzielte, wie die Firma selbst anmerkt. Damals waren Haushaltsgeräte made in Italy nicht nur in Europa die bekanntesten und meistverkauften. Heute hat sich die Lage grundlegend verändert und die Produktion wurde in Länder wie Polen, Rumänien, Türkei und Russland verlagert. Und genau für diese Länder sind die Formen bestimmt, die SAL entwickelt und herstellt. Insgesamt beträgt der Exportanteil über 80 % des Umsatzes.

 

Wertvolle Dienstleistungen

Waschmaschinentüren und -trommeln, Kupplungsbügel, Motorabdeckungen, gestanzte Leiterplatten, Gurtfedern und -umlenkpunkte, Verbinder, Sitzbauteile (Führungsschienen, Rücklehnen und Sitze): Das sind nur einige der zahlreichen SAL Produkte, deren Herstellungsprozess mittel- bis sehr schwierig ist. Die Firmenstrategie konzentriert sich nicht nur auf die Lieferung von Basisprozessen, bei denen der internationale Wettbewerb am Stärksten zu spüren ist, sondern bietet auch Leistungen mit oft hohem Mehrwert, weil diese ein Wettbewerbsvorteil für den Kunden bedeuten können.

 

MV2400R von Mitsubishi Electric im Einsatz
MV2400R von Mitsubishi Electric im Einsatz

 

Der Geschäftsführer der lombardischen Firma, Davide ­Paolillo, stellt klar: „Wir sind Direktlieferer fast aller Haushaltsgerätehersteller und Zulieferer der Autoindustrie. Um unser Angebot zu vervollständigen, haben wir im Laufe der Zeit das Unternehmen umstrukturiert. Zunächst haben wir intern eine Abteilung für die Entwicklung und Herstellung der verschiedenen Werkzeuge etabliert, die nötig sind, um zusammen mit dem Kunden Fertigprodukte und nicht nur einfache, gestanzte Teile herzustellen. Danach haben wir den Schulterschluss mit einem Spezialisten im Bereich Automatisierung und Robotertechnik gesucht. Auf diese Art und Weise können wir Blecherzeugnisse anbieten, aber auch die dafür benötigten Werkzeuge oder sogar die Automatisierung einer ganzen Produktions­linie. Oder aber alle drei Dienstleistungen zusammen! Wir kümmern uns um unsere Auftraggeber im Ausland und arbeiten sehr wenig im italienischen Inland, das bekanntlich keine Investoren mehr anlockt. Jedenfalls haben wir in all diesen Jahren einen zum Teil erheblich steigenden Umsatz verzeichnet – mit Ausnahme vom Wirtschaftsjahr 2013.“

 

Um sich in einem immer wettbewerbsintensiveren Marktumfeld zu behaupten, das fast schizophren gleichzeitig die beste Qualität und den niedrigsten Preis sucht, ist es ein Muss äußerst aufmerksam auf die Kundenbedürfnisse einzugehen. Das Qualitätsmanagementsystem des lombardischen Unternehmens betrifft somit alle Firmenabteilungen – jedoch nicht nur diese: Auch die externen Lieferanten sind aufgefordert, konsequent im Einklang mit diesem herausragendem Qualitätsanspruch zu handeln. „Nur so können wir Herausforderungen auf höchstem internationalem Niveau meistern. Wir bieten uns als echter, zuverlässiger Partner an, der sein oft ausschlaggebendes Fachwissen dem Kunden zur Verfügung stellt, um Produkte zu entwickeln bzw. zu optimieren. Unsere Forschung erstreckt sich ebenfalls auf das Design sowie auf den Entwurf von Technik-, Projekt- und Prozesslösungen. Immer häufiger wünschen unsere Kunden die Planung sämtlicher benötigter Anlagen, oft bis hin zur kompletten Produktionslinie. Manchmal stellen wir eine solche Produktionslinie in unserem Werk auf, um mit der Herstellung sofort zu starten, noch bevor wir die Anlage beim Kunden installieren können.“

 

Das fertige Werkstück in einer ­einzigen Produktionslinie

Das Spezialgebiet von SAL ist die Entwicklung von Folgeverbundwerkzeugen. Um den Produktionsablauf zu optimieren, Rohstoffe und Technologien besser zu nutzen, die Werkzeugherstellung zu vereinfachen und natürlich die Kosten zu reduzieren, strebt das Unternehmen in letzter Zeit nach Lösungen, die die Produktion so weit wie möglich automatisieren, ohne dass weitere Fertigungsschritte auf zusätzlichen Maschinen nötig werden. Aus diesem Grund sind die sogenannten „Folgewerkzeuge“ auf den Vormarsch – komplette Anlagen mit Schlitten, Auswerfern und vielen anderen Vorrichtungen. Hier beginnt der Prozess mit dem herkömmlichen Stanzen mittels Folgeverbundwerkzeugen, wodurch das Blech, ohne das Laufband zu verlassen, in zahlreichen nachfolgenden „Stationen“ bearbeitet wird. Nur die letzte Bearbeitungsphase, wie das Abkanten, Lochen, Bördeln, etc. am freien Stück, findet auf Transferanlagen statt. Die Firma möchte sich immer mehr spezialisieren, um genau diese Herausforderung zu bewältigen: Coil am Anfang der Linie rein – Fertigprodukt am anderen Ende raus. Oft kann die Automatisierung sogar auch die Verpackung miteinschließen: In diesem Fall muss der Bediener nur die Be- und Entladung sowie den einwandfreien Betrieb der Maschinen überwachen, die pausenlos laufen – am Tag, in der Nacht und an Feiertagen. Die SAL-Werkstatt ist reichlich mit Werkzeugmaschinen jeder Art ausgestattet. Eine der am häufigsten eingesetzten Technologien ist die Drahterosion, mit der verschiedene Teile der Werkzeugmatrizen und -stempel hergestellt werden. Seit vielen Jahren hat sich das lombardische Unternehmen sich für Mitsubishi Electric als Lieferant für diesen Bereich entschieden. „Wir haben diesen Hersteller und Overmach – seinen Vertreter für Service und Verkauf in Italien – bevorzugt, weil wir mit ihnen schon seit vielen Jahren ausnahmslos erfolgreiche Tests durchgeführt haben. Die Zeit hat gezeigt, dass unsere Markentreue ihre guten Gründe hat, da wir noch nie Probleme mit dieser Partnerschaft gehabt haben. Nach unserem Prinzip, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, haben wir vor kurzem das neueste Modell MV2400R installiert – eine sehr robuste, leistungsfähige, flexible Maschine, die für die Bearbeitung verschiedenartigster Teile geeignet ist. Einmal mehr haben sich tatsächlich alle versprochenen Eigenschaften im Rahmen unserer täglichen Arbeit bestätigt.“

 

Erosion auf höchstem Niveau

 

Das auf Hochtouren arbeitende lombardische Unternehmen profitiert enorm von der automatischen Drahteinfädelung. Zwar war diese Funktion auch in den Maschinen älterer Generation vorhanden, aber in der MV2400R wurde sie jetzt so weit perfektioniert, dass die Drahteinfädelung auch bei vollem Becken erfolgen kann. Für SAL bedeutet dies eine enorme Zeiteinsparung. Für die Herstellung von Komponenten wie zum Beispiel Waschmaschinentrommeln wird eine große Anzahl von Löchern benötigt. Dank der Drahteinfädelung bei vollem Becken kann mannlos ein Loch nach dem nächsten geschnitten werden, ohne das Becken immer wieder leeren und füllen zu müssen. „Es sind zwar nur wenige Minuten ersparter Zeit, die sich aber schnell auf Stunden summieren. Die Produktivitätssteigerung ist wirklich beachtlich. Heute können wir auf diese Eigenschaft nicht mehr verzichten!“

 

Gegenüber der Vorversion ist bei gleichbleibender Geschwindigkeit eine deutlich größere Präzision festzustellen. Sehr geschätzt wird im italienischen Unternehmen auch die Superfinish-Funktion, die eine Oberflächengüte von Ra 0,1 garantiert. Je präziser und glatter das Schnittprofil ist, desto länger beträgt die Lebensdauer des Werkzeugs in der Presse. Je geringer die Winkel- und Oberflächengenauigkeit ist, desto mehr rundet sich die Kante ab (und bildet somit keinen spitzen Winkel). Diese ausgezeichneten Oberflächengüten wurden dank der besseren Kontrolle der auf konstantem Niveau bleibenden elektrischen Entladung erzielt.

 

Die Provinz Varese in der norditalienischen Lombardei
Die Provinz Varese in der norditalienischen Lombardei

Die neue Einheit MV2400R verfügt darüber hinaus über zahlreiche weitere technologische Eigenschaften. Das Gehäuse aus Meehanite-Guss garantiert eine lange Lebensdauer und gleichbleibende Präzision auch bei schweren Werkstücken. Das Edelstahlbecken gewährleistet höchste Wasser- und Erosionsbeständigkeit. Die Lineartechnik setzt sogenannte „Tubular-Shaft-Motoren“ ein: Ein hochwirksames kreisförmiges Magnetfeld reduziert den Energieverbrauch, während der besondere Aufbau extrem präzise Achsenbewegungen ohne Inversionsfehler ermöglicht. Die kontaktlose Kräfteübertragung bewirkt beständige und präzise Achsenbewegungen. Die Motoren befinden sich exakt im Schwerpunkt der Maschine: Das erlaubt eine besonders mühelose Achsenverschiebung, während die Position der optoelektronischen Lineale in der Nähe des Arbeitsbereichs Präzision in jeder Betriebslage gewährleistet.

 

Die Maschinensteuerung erfolgt vollständig digital. Das ODS-Antriebssystem (Optical Drive System) verwendet Lichtwellenreiter für die Kommunikation zwischen Steuerungseinheit, Servo-Verstärker und Motoren für eine noch höhere Präzision. Zusammenfassend erzielt man eine Steigerung der Produktivität bei einfachster Handhabung. Alle angewandten Maßnahmen tragen positiv zur Energieeinsparung und Reduzierung der Betriebskosten bei. Gegenüber herkömmlichen Maschinen sind die Betriebskosten deutlich geringer, von der Stromrechnung über den Drahtkonsum und – dank der automatischen Steuerung der Filtrierung – bis hin zum Filterverbrauch.

 

Zum Abschluss

Davide Paolillo stellt abschließend fest: „Wir haben von den Neuerungen profitiert und das war auch der Grund, warum wir eine neue Maschine erworben haben. Die andere Drahterodiermaschine von Mitsubishi Electric in unserer Werkstatt ist das Modell FA20S ­Advance, das nach wie vor einwandfrei funktioniert und immer noch sehr effizient ist. Senkerosionsarbeiten kommen bei uns eher selten vor. Doch auch in diesen Fällen, die ihrerseits Präzision und Zuverlässigkeit verlangen, vertrauen wir auf Mitsubishi Electric, weil unser bevorzugter Lieferant Maschinen des japanischen Konstrukteurs verwendet – auch wenn es nicht direkt um die Ecke ist.“

 

Der technische Kundendienst von ­Overmach ist immer ausgezeichnet gewesen. „Eigentlich betrafen die wenigen Einsätze andere Geräte und nicht die Drahterodiermaschinen, die selbst noch nie Probleme hatten. Wir haben aber trotzdem festgestellt, dass die Kundenbetreuung wirklich hervorragend ist. Unserer Meinung nach ist ­Overmach einer der besten Maschinen- und Dienst­leistungslieferanten für den Maschinenbausektor.“

 

www.sal-italy.com


Reinhard Himmer

Nicht nur Werkzeuge

 

 

 


Die Firma SAL entwirft und produziert auch Fertigerzeugnisse wie Miniöfen oder Pastakocher. Darüber hinaus hat das Unternehmen auch eine eigene Erfindung entwickelt, vermarktet und patentieren lassen: Ecodiger. Dieses Gerät dient der Entsorgung von Restmüll (inklusive biologisch abbaubaren Produkten) bei Großbetrieben (Kantinen, Krankenhäuser, Restaurants, etc.). Hierbei handelt es sich um eine elektromechanische Maschine. „Wir haben den gesamten Prozess selbst entwickelt und uns dabei von Naturabläufen inspirieren lassen, die wir dann mechanisch und chemisch enorm beschleunigt haben (patentierte Verfahren). Die Entstehung des kaffeepulverartigen Kompostes braucht nur wenige Stunden statt, wie in der Natur, viele Monate.“

 

SAL hat dieses Gerät ohne jegliche externe Unterstützung entwickelt und hergestellt. „Viele andere Länder hätten ein solches Projekt gefördert; sogar die Vereinigten Staaten hätten es unterstützt, weil – wie es dort heißt – es sich um ein ökologisches und innovatives Produkt handelt. In Italien dagegen hat man noch nicht die Dimension dieses Projekts erfasst.“



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