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Wer intelligent aufspannt, gewinnt


Nur eine maßgeschneiderte Aufspannvorrichtung ermöglicht effiziente Ergebnisse. Weil Peter Aldrovandi davon überzeugt ist, baut er die Vorrichtungen selbst. So auch für seine neue Drahterodiermaschine, eine MV1200R Grand Tubular von Mitsubishi Electric.

Ausgabe 01 // 2013

Wer intelligent aufspannt, gewinnt

Aldrovandi

 

Nur eine maßgeschneiderte Aufspannvorrichtung ermöglicht effiziente Ergebnisse. Weil Peter Aldrovandi davon überzeugt ist, baut er die Vorrichtungen selbst. So auch für seine neue Drahterodiermaschine, eine MV1200R Grand Tubular von Mitsubishi Electric.



Peter Aldrovandi, Geschäftsführer der Aldrovandi AG im schweizerischen Baar, sitzt vor seinem PC und blättert die jüngs- ten Beiträge in seinem Diskussionsforum durch, das er unter www.aldrovandi.ch/forum eingerichtet hat. Als Erodierer mit Leib und Seele betreibt er das Forum seit Jahren, um sein Know-how mit Berufskollegen zu teilen. „Ich habe diesbezüglich keine Berührungsängste. Auch mit Berufskollegen aus der gesamten Metallbearbeitung tausche ich regelmäßig Erfahrungen aus. Auf geselligen Abenden, die ich mehrmals im Jahr organisiere, teilen wir unsere Sorgen und Ideen.“ Im Forum trifft er auf die Qual der Wahl eines Users, sich zwischen drei Drahterodiermaschinen verschiedener Hersteller entscheiden zu müssen. Manche Ratschläge klingen recht locker. Beispielsweise ‚Bei Mit­subishi kriegst du am meisten fürs Geld‘ oder ‚Die größte Frechheit war, als die Maschine einmal nach einem Drahtriss wieder am Ort in den Schnittspalt hineingefädelt hat‘.

 

„Mein Kontakt zu den Kunden ist eng und direkt.“

Angesichts seiner Offenheit, die sich in einem ständigen Informationsfluss über Technologieentwicklungen und Einsparmöglichkeiten zeigt, verwundert es nicht, dass Peter Aldrovandi Stammkunden hat, die seinem Unternehmen seit 30 bis 40 Jahren die Treue halten. Aus dem Fenster grüßt er einen Mann, der gerade Teile abholt. „Das ist ein Mitarbeiter der V-Zug AG, die hochwertige Geräte für Küchen und Waschräume produziert und seit den Siebzigerjahren zu unseren Geschäftspartnern zählt.“

 

Daniel Melliger profitiert von der einfach zu bedienenden neuen Advance Plus CNC-Steuerung.
Daniel Melliger profitiert von der einfach zu bedienenden neuen Advance Plus CNC-Steuerung.

 

V-Zug ist demnach einer der allerersten Kunden des mechanisch-technischen Betriebs, der seine erste Drahterodiermaschine 1974 gekauft hat und dessen Schwerpunkte auf Draht- und Senkerodieren liegen. Inzwischen setzt das Un­ternehmen sechs Drahterodiermaschinen und eine Senkerodiermaschine ein, die den neuesten Stand der Technik spiegeln, und kann somit selbst bei umfangreicheren Aufträgen sehr rasch und flexibel reagieren sowie eine hohe Termintreue garantieren. Außerdem steht ein Bearbeitungszentrum zur Verfügung, durch das man in der Lage ist, auch komplette Bearbeitungspakete inklusive Schleifen anzubieten.

 

Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee erfüllt das Büro von Peter Aldrovandi, als er Tassen und einen Teller mit Croissants auf den Tisch stellt. „Im persönlichen Gespräch mit Kunden – und bei einer Tasse Kaffee – haben wir oft überraschende und einfachere Lösungen gefunden. Der Kontakt ist eng und direkt. Unsere Partner erwarten von uns schnelle, toleranzhaltige, kostengünstige und kompetent ausgeführte Arbeiten.“ Peter Aldrovandi kennt aber seine Grenzen. „Wenn es einmal eine bessere Alternative zur Erodiertechnik gibt, dann sagen wir das. Das Vertrauen des Kunden ist für uns das Wichtigste.“

 

Die MV1200R Grand Tubular hat den Draht wieder in den Schnittspalt eingefädelt.
Die MV1200R Grand Tubular hat den Draht wieder in den Schnittspalt eingefädelt.

 

Zur Kontaktpflege gehört auch, Schlüsselkunden persönlich mit fertigen Teilen zu beliefern und zu bearbeitende Teile bei ihnen abzuholen. Genauso persönlich geht es im eigenen schlank strukturierten Unternehmen zu. Neben dem Geschäftsführer findet man dort dessen Frau Elisabeth und seine Schwester Esther. Zudem Daniel Melliger als einziges Nichtfamilienmitglied, den Peter Aldrovandi schon seit der Kindheit kennt und der wie seine Schwester bei der Aldrovandi AG Werkzeugmacher gelernt hat.

 

Auf einem Rollwagen liegen Aufspannvorrichtungen. Aldrovandi nimmt eine in die Hand. „Im Interesse der Kunden wollen wir intelligent aufspannen und bauen unsere Vorrichtungen deshalb selbst. Beispielsweise für Serienteile, um mehrere gleichzeitig aufspannen und wirtschaftlich erodieren zu können. Oder für komplexe Teile, bei denen es auf eine hohe Positioniergenauigkeit ankommt, damit wir sie nicht zusätzlich manuell ausrichten müssen.“

 

„Ich konnte nicht widerstehen.“

Durch seine MV1200R Grand Tubular von Mitsubishi Electric hat der Schweizer im Dezember 2012 eine alte Maschine ersetzt. Er sei neugierig auf die jüngsten Techniken gewesen, unter anderem auf das Antriebskonzept der MV-Serie mit Tubular Shaft Motoren, das bereits mit Standardeinstellungen hohe Oberflächen­güten ermöglicht. Zumal diese Antriebe in der X-, Y-, U- und V-Achse für vollständig rastfreie und äußerst sensibel regelbare Bewegungen sorgen. In der Werkshalle erzählt Peter Aldrovandi, er sei auf die Tubular Shaft Motoren während der Präsentation des High-End-Drahterodiersystems NA Essence beim Rennwagenhersteller Sauber aufmerksam geworden. „Ich habe zu Hans-Peter Barth, dem Schweizer Mitsubishi Electric Gebietsbetreuer, gesagt, wenn er eine FA-S Advance mit Tubular Shaft Motoren anböte, würde ich sie kaufen. Als ich die MV1200R Grand Tubular schließlich auf der Messe Prodex 2012 gesehen habe, konnte ich nicht widerstehen.“ Die Maschine entspricht auch sonst dem Anforderungsprofil von Peter Aldrovandi. Er erwartet von einem Drahtero­diersystem, dass es kompakt, genau, wartungsfreundlich sowie zuverlässig und wirtschaftlich ist und eine hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit bietet. Keineswegs verzichten möchte er auf eine integrierte B-Achse. Weitere Pluspunkte sammelt die MV1200R Grand Tubular aufgrund ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses, geringer Service- und Betriebskosten und der einfach zu bedienenden neuen Advance Plus CNC-Steuerung. Diese arbeitet vollständig digital, kommuniziert mithilfe des Optical Drive Systems wesentlich schnel­- ler und effizienter und erhöht infolgedessen die Bauteilepräzision.

 

Peter Aldrovandi programmiert allerdurch eine 20- Kilogramm- Drahtstation für längere unterbrechungsfreie Einsätze ausgestattet hat, sondern an einem speziell dafür eingerichteten Programmier­platz. Die gängigsten CAD-Daten kann er direkt von den Kunden übernehmen und verwenden. Anhand von Produkten verdeutlicht er, was er aus den Daten macht. „Wir stellen Bestandteile für Sensoren, Medi­zinaltechnikteile, Stanzwerkzeuge und allgemeine Maschinenbauteile her. Als Material verarbeiten wir vor allem gehärteten Werkzeugstahl und nicht rostenden Stahl sowie Hartmetall und Titan in Abmessungen von 10 x 20 bis 200 x 250 Millimeter.“

 

„Ich habe gar nicht gewusst, dass das funktioniert.“

Wegen der Vertraulichkeit der Daten stellt Peter Aldrovandi auch an die IT-Infrastruktur hohe Sicherheitsansprüche. „Ich habe mir einen eigenen Server gebaut, damit meine Daten und die meiner Geschäftspartner auf keinen Fall unkontrolliert durch das Netz wandern. Meine Kunden schätzen diese Datensicherheit.“ Er öffnet die Tür zu einem Lagerraum. „Ich lege für mindestens ein halbes Jahr Vorräte von sämt­lichen Verbrauchsmaterialien an, die ich zum Erodieren brauche, zum Beispiel von Draht und Filtern. Solange also Strom aus der Steckdose kommt, kann ich die Aufträge meiner Kunden erfüllen.“

 

3D-CAD-Zeichnung der Platte eines Stanzwerkzeuges (die erodierten Schnitte sind mit orangefarbenen Linien gekennzeichnet).
3D-CAD-Zeichnung der Platte eines Stanzwerkzeuges (die erodierten Schnitte sind mit orangefarbenen Linien gekennzeichnet).

 

Sein Interesse geweckt hat auch die von Mitsubishi Electric entwickelte auto­matische Drahteinfädelung ›Intelligent AT‹. Er führt vor, wie sie funktioniert. „Vor Kurzem habe ich zufällig daneben gestanden und ins Wasserbad geschaut, als plötzlich der Draht gerissen ist und die Maschine ihn an Ort und Stelle wieder in den Schnittspalt eingefädelt hat. Und das an einem 80 Millimeter hohen Werkstück. Bis heute Morgen habe ich gar nicht gewusst, dass dies so perfekt funktioniert.“ Überdies hebt er die Energieeffizienz der MV­1200R Grand Tubular hervor. „Zum einen pro­fitiere ich von tieferen Stückkosten, zum anderen möchte ich als Vater einer neunjährigen Tochter die Umwelt und die Ressourcen schonen.“

 

www.aldrovandi.ch


Peter Aldrovandi

Peter Aldrovandi
Geschäftsführer

Aldrovandi AG

 

 

 


Bitte beschreiben Sie in ­einem Satz, was die Aldrovandi AG macht!

 

Aldrovandi: Wir erodieren seit 40 Jahren alles Erdenkliche für Kunden im In- und Ausland.

 

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

 

Aldrovandi: Ich habe als Schüler nebenbei und in den Ferien für meinen Vater Programme für seine allerersten Drahterodiermaschinen geschrieben.

 

Was treibt Sie an?

 

Aldrovandi: Neugier, ich bin sehr an neuen Technologien interessiert. Ich will in allen Bereichen meines Lebens mit dem Stand der Technik mithalten.

 

Was machen Sie heute anders als vor fünf Jahren?

 

Aldrovandi: Ich trinke weniger Kaffee und mehr Wein.

 

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?

 

Aldrovandi: Wir wollen weiterhin die neuesten Technologien einsetzen, um unseren Kunden einen maximalen Nutzen bieten zu können.

 

Was war Ihr bisher größter unternehmerischer Erfolg?

 

Aldrovandi: Dass unser Familienunternehmen in guten wie in schwierigen Zeiten sicher auf Kurs geblieben ist.

 

Wie können Sie am besten entspannen?

 

Aldrovandi: Ich betreibe seit fünf Jahren Shinson-Hapkido, was sehr entspannend ist. Außerdem spiele ich gern mit neuen technologischen Herausforderungen. Aktuell beschäftige ich mich mit 3D-Printing.

 

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei anderen am meisten?

 

Aldrovandi: Ehrlichkeit und wenn man seinen Humor behält.

 

Wenn Sie von einem technisch völlig unkundigen Bekannten gefragt werden, was Sie machen, wie würden Sie ihm Ihre Arbeit in einem Satz erklären?

 

Aldrovandi: Ich schneide mit einem feinen Draht und Elektrizität die unglaublichsten Formen aus einem Stück Metall.

 



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