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Möderer, das sind wir alle


Die Hans Möderer Werkzeug- & Formenbau GmbH, Leinburg, war in Feierlaune. Stand doch im Oktober 2012 neben dem 75-jährigen Firmenjubiläum ein Generationswechsel an der Unternehmensspitze auf dem Programm. Obendrein hatten die ‚Möderer‘, die sich als große Familie verstehen, gerade in eine zweite Drahterodiermaschine von Mitsubishi Electric investiert.

Ausgabe 01 // 2013

Möderer, das sind wir alle

Hans Möderer Werkzeug- & Formenbau

 

Die Hans Möderer Werkzeug- & Formenbau GmbH, Leinburg, war in Feierlaune. Stand doch im Oktober 2012 neben dem 75-jährigen Firmenjubiläum ein Generationswechsel an der Unternehmensspitze auf dem Programm. Obendrein hatten die ‚Möderer‘, die sich als große Familie verstehen, gerade in eine zweite Drahterodiermaschine von Mitsubishi Electric investiert.



Ein herzlicher Empfang mit Sekt und Erfrischungsgetränken. Danach ein opulentes Buffet mit warmen und kalten Speisen, in dessen Mitte sich ein Spanferkel drehte. Den Gästen lief das Wasser im Mund zusammen, egal, ob sie Freunde der deftigen fränkischen Küche waren oder eher an Fisch und Meeresfrüchten, Käse, Obst oder Süßspeisen Gefallen fanden. Aber nicht nur das Buffet war gehaltvoll, sondern auch die Reden, in denen vor dem gemütlichen Teil des Abends die Unternehmensgeschichte ‚serviert‘ wurde.

 

Von 1937 ins Internetzeitalter

Nach der Begrüßung durch den geschäftsführenden Gesellschafter Norbert Neubauer gingen Poli­ti­ker in ihren Reden auf die Entwicklung und die Ver­dienste des Unternehmens ein. Der Vertreter der Handwerkskammer Mittelfranken betonte da­­rüber hinaus, dass die Welt 1937, als Hans Möderer seinen Betrieb gründete, noch ganz anders aussah als heute. So gab es beispielsweise weder Smart­phones noch Internet und E-Mails. Es sei nun mal viel passiert in den 75 Jahren seit der Gründung, berichtete Norbert Neubauer in seinem mit Bildern untermalten Vortrag. Möderer setzte damals auf ein breites Spektrum an Geschäftsfeldern. Er fertigte Drehteile nach Kundenzeichnungen an, verkaufte Fahr­räder, Mopeds, Elektro­ge­rä­te und Nähmaschinen, fuhr Arbeiter mit einer eigenen VW-Bus-Flotte aus den umliegenden Dörfern zu ihren Firmen und betrieb eine Tankstelle sowie eine Bienenzucht.

 

Angesichts der vielversprechenden Entwicklung blickte Neubauer während der Veranstaltung gelassen in die Zukunft.
Angesichts der vielversprechenden Entwicklung blickte Neubauer während der Veranstaltung gelassen in die Zukunft.

 

Nach und nach spezialisierte sich das Unternehmen, um schließlich durch teils massive Investitionen in die Gebäudestruktur, den Maschinenpark und in CAD/CAM-Arbeitsplätze zum hochtechnologischen Zulieferer für den Sondermaschinenbau und zu einem Hersteller erstklassiger Spritzgießwerkzeuge zu reifen. Dazu trug die Entscheidung bei, künftig auch größere Formen und Lohnteile zu bauen. Basierend auf dieser Idee errichtete Möderer 2007 eine weitere Halle und schaffte für alle Fertigungsprozesse Maschinen an, die mit längeren Verfahrwegen aus­gestattet sind. Exemplarisch steht hierfür das Drahterodiersystem FA30-V von Mitsubishi Electric mit Verfahrwegen von 750 x 500 x 350 Millimeter (X/Y/Z). Den Abschluss dieser Investitionsphase markiert eine FA30-S Advance als zweite Drahterodiermaschine, für die der Startschuss zwei Wochen vor der Jubiläumsveranstaltung fiel.

 

Fertigungskapazität wesentlich erweitert

Mit Drahterodiersystemen arbeitet Möderer bereits seit 1989. Auch mannlos in der Nacht und an Wochenenden. Deshalb verlangt das Unternehmen eine sehr hohe Verfügbarkeit. Eine Forderung, die im November 2007 zum Kauf der Drahterodiermaschine FA30-S Advance von Mitsubishi Electric und damit zu einem Lieferantenwechsel führte. Norbert Neubauer: „Beim Wettbewerber hat weder der Service gestimmt noch das Drahteinfädelsystem funktioniert. Ohne ein zuverlässiges Drahteinfädelsystem und unsere zusätz­liche 20-Kilogramm-Drahtstation wäre jedoch kein durchgängiger mannloser Betrieb möglich.“

 

Rechenzahn aus VA 1.4301.
Rechenzahn aus VA 1.4301.

 

Mit der FA30-S Advance wählte der Betreiber wiederum eine Drahterodiermaschine, deren Verfahrwege von 750 × 500 × 410 mm (X/Y/Z) ideal zu seinen maximalen Wertstückabmessungen passen. Verglichen mit der FA30-V verfügt das neue, mit ei­ner Advance CNC-Steuerung ausgestattete hoch­prä­zise Erodiersystem über mehr Schneidhöhe. Außer­dem ermöglicht der in der FA30-S Advance V serienmäßig eingebaute Feinschlichtgenerator der Firma Möderer, eine noch höhere Oberflächengüte zu erzielen.

 

Da das Unternehmen seine Fertigungskapazität durch das zweite Drahterodiersystem wesentlich erweiterte, konnte es seine Produktionsengpässe spürbar verringern und eine Grundlage für Neukundenakquisitionen schaffen. Entsprechend zufrieden beging Norbert Neubauer das Jubiläum: „Weil die Erodier­maschine von Mitsubishi die Erwartungen voll erfüllt hat, haben wir vor dem Kauf der zweiten keine wei­teren Angebote eingeholt.“

 

Mithilfe der Drahterodiersysteme fertigt das Möderer-Team aus Zeichnungen und CAD-Daten äußerst genaue Spritzgießwerkzeuge – von der Konstruktion über den Formenbau bis zur Erstbemusterung. Erodieraufträge kommen auch aus dem Maschinenbau, sofern es um aufwendige Teile geht, die sich nicht wirtschaftlich drehen oder fräsen lassen. Ein Beispiel dafür sind Greiferkomponenten für Spritzgießmaschinen. Drahterodieren ist für Möderer überdies eine Alternative zum Fräsen, wenn ausgefallene Geometrien erforderlich sind oder die Bearbeitung aufgrund der Empfindlichkeit des Werkstücks nach einer speziellen Aufspannsituation verlangt. Denn zum Erodieren, bei dem das Teil keinem Druck ausgesetzt ist, kann man das Werkstück einfach auf eine Magnet­spann­platte legen. Möderer erodiert vor allem gehärtete Formenbaustähle, aber ebenso Sonderwerkstoffe, wie schwer zerspanbares Material, das für Maschinen der Medizintechnik benötigt wird. Für sämtliche Werkstoffe verwendet das Unternehmen Standarddraht im Durchmesser von 0,25 Millimeter. Die Werkstückabmessungen liegen zwischen 30 × 30 bis 700 × 800 Millimeter.

 

„Sie haben Ihr Ziel erreicht.“

Bevor das Buffet eröffnet wurde, ergriff Seniorchef Georg Weinmann das Wort, der das Unternehmen seit 1976 gemeinsam mit seiner Frau Ingrid und seit Mitte der Neunzigerjahre zudem gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Norbert Neubauer führ­te. Zusammen entwickelten sie Möderer in der Region Nürnberg zu einem der größeren Formenbauer.

 

Georg Weinmann betonte den Teamgeist und hob hervor, dass es sich bei seinem Unternehmen um eine große Familie handelt: „Möderer, das sind wir alle und der Erfolg von Möderer ist unser aller Erfolg.“ Dann war es soweit: Georg und Ingrid Weinmann übergaben die Staffelstäbe der Unternehmensleitung feierlich an Norbert Neubauer und seine Frau Andrea. Heute sieht sich das nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifizierte Unternehmen als kompetenter Partner, der sowohl unkomplizierte als auch komplexe Teile fertigt. Bezogen auf den Formenbau zählen beispielsweise die Automobil- und die Spielwarenindustrie, Hersteller von Kosmetikprodukten sowie Anbieter von Automationslösungen zum Kundenstamm.

 

Angesichts der vielversprechenden Entwicklung blickte Neubauer während der Veranstaltung gelassen in die Zukunft. „Wir haben uns in den letzten Jahren gut positioniert, einige unserer Wettbewerber überholt und unseren Abnehmerkreis in der Region ausgebaut. Daher und weil unsere Auftraggeber zu 95 Prozent aus dem Nürnberger Land stammen, sodass beide Seiten von kurzen Wegen profitieren, habe ich keine Bedenken hinsichtlich der nächsten Jahre. Unsere enge Betreuung und unsere hohe Lieferfähigkeit kommen bestens an, zumal wir unseren Kunden damit signalisieren, sie stets unterstützen zu wollen.“

 

Norbert Neubauer bat seine Frau und seine Schwiegereltern noch einmal für ein Gruppenfoto zu sich. „Die Stimme eines Navigationsgerätes würde nun sagen: Sie haben Ihr Ziel erreicht. Aber keine Sorge, ein neues Ziel ist schon eingegeben und die Route wird gerade berechnet.“

 

www.moederer.de


Norbert Neubauer

Norbert Neubauer
Geschäftsführer

Hans Möderer Werkzeug- & Formenbau GmbH

 

 

 


Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

 

Neubauer: Als Elektronikerlehrling.

 

Was treibt Sie an?

 

Neubauer: Ich habe einen gewissen Grundehrgeiz. Daraus entsteht die Eigenmotivation, im beruflichen und privaten Bereich erfolgreich sein zu wollen.

 

Was machen Sie heute anders als vor fünf Jahren?

 

Neubauer: Vor fünf Jahren war das gesamte Unternehmen mitten in einer Wachstumsphase. Mit der Investition in die FA30-S Advance haben wir diese Phase abgeschlossen. Jetzt geht es um Konsolidierung im Betriebswirtschaft­lichen aber auch im Hinblick auf die innerbetriebliche Struktur.

 

Wo sehen Sie Ihre Abteilung in fünf Jahren positioniert?

 

Neubauer: Wir möchten die erarbeitete Position stabilisieren und gezielt ausbauen.

 

Wie können Sie am besten entspannen?

 

Neubauer: Beim Joggen und Singen.

 

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei anderen am meisten?

 

Neubauer: Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit.

 

Wenn Sie von einem technisch völlig unkundigen Bekannten gefragt werden, was Sie machen, wie würden Sie ihm Ihre Arbeit in einem Satz erklären?

 

Neubauer: So wie ich beim Laubsägen Holz schneide, schneide ich mit Draht Konturen in Metall.

 



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