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Einzigartig perfekt


Die Walter Pottiez GmbH zählt zu den ersten Anwendern der MV2400R Grand Tubular von Mitsubishi Electric. Das Drahterodier­system reiht sich vor allem durch seine Präzision nahtlos in die breite Palette der Bearbeitungsmaschinen ein, die der Werkzeugbauer braucht, um effizient in Losgröße 1 fertigen zu können.

Ausgabe 01 // 2013

Einzigartig perfekt

Walter Pottiez GmbH

 

Die Walter Pottiez GmbH zählt zu den ersten Anwendern der MV2400R Grand Tubular von Mitsubishi Electric. Das Drahterodier­system reiht sich vor allem durch seine Präzision nahtlos in die breite Palette der Bearbeitungsmaschinen ein, die der Werkzeugbauer braucht, um effizient in Losgröße 1 fertigen zu können.

Losgröße 1 – ein Begriff, den viele Betriebe mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser – ist bei der Walter Pottiez GmbH, Sulzfeld, die Regel. Dabei profitiert das Familienunternehmen auch von seiner flachen Hierarchie und der daraus resultierenden Flexibilität.



Diplom-Ingenieur Lars Kölle, der die Geschäfte zusammen mit seiner Frau Katja Pottiez-Kölle führt, legt eine Verzahnungsmatrize auf den Tisch, deren Zahnform auf der MV2400R Grand Tubular erodiert worden ist. „Da wir nur Einzelstücke fertigen, müssen wir beim Drahterodieren – wie bei all un­seren Techniken – rasch zu einem sicheren Ergebnis kommen. Gleichzeitig geht es darum, diese Herausforderung wirtschaftlich zu meistern. Deshalb ist zum Beispiel Präzision wichtiger als eine hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit. Die schätzen wir ebenfalls, aber bevor wir Ausschuss produzieren, sollte die Maschine lieber etwas länger laufen.“ Das eine schließt das andere ohnehin nicht aus, zumal Grand Tubular sowohl für Ecken- und Kreispräzision als auch für Schnelligkeit steht.

 

Alleinstellungsmerkmal in Deutschland

Lars Kölle deutet auf den Bediener, der gerade ein Werkstück aufspannt. „Um eine Basis für exakte Schnitte zu finden, haben wir uns zusätzlich für ein 3D-Maschinen-Setup entschieden, mit dessen Hilfe wir die Position und Lage des Bauteils in der Aufspannsituation messen können.“ Abgesehen von der Präzision stellt Pottiez, der sich als leistungsfähiger Partner in den Bereichen Präzisionsstanzwerkzeuge, Präzisionsstanzteile und Lohn­bearbeitung sieht, hohe Ansprüche an die Ober­flächen­güte, Wiederholgenauigkeit, Parallelität und Konturtreue seiner Produkte.

 

Turbulenzblech als Fertigteil eines Kunden
Turbulenzblech als Fertigteil eines Kunden

 

Schwebt ein Hauch von Luft- und Raumfahrt, von Autos oder Nahrungsmitteln in der Luft der Halle, oder ist es Einbildung? Immerhin kommen die Kunden des Unternehmens, das den Werkzeugbau als seine Kernkompetenz bezeichnet, aus diesen Industriezweigen sowie aus der Elektro-, Elektronik- und Gebrauchsgüterindustrie. Pottiez erodiert vor allem Stempel und Matrizen, unter anderem aber auch Führungsplatten für Werkzeuge. Diese werden benötigt, um Edelstahl, Aluminium oder Stahl umzuformen. Kölle nimmt ein weiteres Bauteil aus einer Vitrine. „Dieses Turbulenzblech gehört neben Wärmetauschern, Well- und Rohrrippen zu den Fertigteilen, die Kunden mit unseren Produkten herstellen. Durch die speziellen Stempel, die wir zu diesem Zweck entwickeln, haben wir ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland erreicht.“ An Material verwendet Pottiez hauptsächlich Stahl, pulvermetallurgische Stähle und Hartmetall. Die Abmessungen reichen von sehr klein bis zur Größe der kompletten Auf­spann­fläche. Hinsichtlich der Bearbeitungszeit spricht der Betreiber von wenigen Minuten bis mehreren Tagen.

 

Erodieren ohne Pause

Auf die Frage, warum man sich für die MV2400R Grand Tubular und damit für einen Lieferantenwechsel entschieden habe, hebt Kölle das günstigere Preis-Leistungs-Verhältnis und bessere technische Features hervor. Zudem hätten für Mitsubishi Electric auch die Kompetenz der Mitarbeiter sowie der gute Eindruck gesprochen, den das Unternehmen durch sein Auftreten nach außen zeige.

 

Lars Kölle, Geschäftsführer der Walter Pot­tiez GmbH, mit einer Verzahnungsmatrize, deren Zahnform erodiert worden ist.
Lars Kölle, Geschäftsführer der Walter Pot­tiez GmbH, mit einer Verzahnungsmatrize.

 

Zu den für ihn wichtigsten technischen Merkmalen zählt Lars Kölle die jetzt durchgängig digitale Advance Plus CNC-Steuerung und das neue automatische Drahteinfädelsystem ›Intelligent AT‹. Wie dessen Name sagt, eine intelligente Lösung, weil es den Draht in jeder Situation zuverlässig und rasch einfädelt. Egal, ob im Wasserbad, im Schnitt­spalt oder in einer unterbrochenen Startbohrung. Selbst die Werkstückhöhe spielt keine Rolle. Kölle beobachtet den Prozessablauf im Wasserbecken. „Obwohl der Fertigungsanteil der Maschine an unseren Werkzeugen durchschnittlich nur bei zehn Prozent liegt, erodieren wir praktisch ohne Pause. Wir arbeiten nämlich an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr. Da die MV2400R Grand Tubular nachts mannlos läuft, müssen wir uns auf das Drahteinfädelsystem verlassen können.“ In Anbetracht dieser Lage hat Pottiez auch in eine 20-Kilogramm-Drahtstation und in die ebenfalls optionale Funktionalität mcAnywhere Contact investiert, über die Statusmeldungen als Kurznachrichten an Mobilfunknummern versendet werden.

 

Um das Antriebskonzept mit Tubular Shaft Motoren beurteilen zu können, ist es aus Sicht des Geschäftsführers noch zu früh. Er hat die Maschine erst im Herbst 2012 in Betrieb genommen, sieht Mitsubishi Electric jedoch auf einem zukunftweisenden Weg. Zumal an der eingesetzten Lineartechnik mit seinen Tubular-Direktantrieben keine Abnutzungserscheinungen auftreten, wie an den üblicherweise verwendeten Motorspindeln. Ein zusätzlicher Vorteil der neuen Lösung ist, dass die Antriebstechnik in den X-, Y-, U- und V-Achsen für vollständig rastfreie und äußerst sensibel regelbare Bewegungen sorgt.

 

Schneller zu einem höheren Niveau

Auch in Sachen Steuerung beschreitet Mitsubishi Electric neue Wege. Innerhalb des Optical-Drive-Systems übernimmt jetzt ein optisches Netzwerk den Datenaustausch. Dies kommuniziert erheblich zügiger und effizienter via Lichtwellenleiter zwischen der Advance Plus CNC-Steuerung, den Servoverstärkern und den Tubular-Direktantrieben. Somit ermöglicht es eine noch präzisere Bearbeitung. Abgesehen davon hat Mitsubishi Electric die Anwenderfreundlichkeit, verglichen mit der alten Advance CNC-Steuerung, erhöht.

 

Lars Kölle geht zu einem externen Arbeitsplatz. „Hier programmieren wir die Steuerung, die Daten übertragen wir dann mithilfe eines Postprozessors.“ Im Hinblick auf die Bedienung macht er einen weiteren Vorteil der MV2400R Grand Tubular aus. „Jemand, der erstmals mit Drahterodiertechnik zu tun hat, erreicht an der neuen Maschine schneller ein höheres Bedienniveau, als wenn er an ein anderes Modell gewohnt wäre und sich zunächst umstellen müsste.“

 

Obendrein erzielt die MV2400R Grand Tubular eine hohe Energieeffizienz, die auf dem Optical-Drive-System in Verbindung mit den Tubular Shaft Motoren beruht. Wie viel Energie er einspare, sei wegen der Losgröße 1 unkalkulierbar, so Kölle. Natürlich reduziere er seinen Energieverbrauch, da die Steu­erung nicht benötigte Funktionen abschalte und die Maschine bei Bedarf wieder vom Schlafmodus in die Einsatzbereitschaft wechsle.

 

Blick über den regionalen Tellerrand

Klar ist dagegen, dass Pottiez die Basis für seine Einzelstückfertigung durch die Investition in die MV2400R Grand Tubular noch einmal verbreitert hat. Lars Kölle bleibt vor einem Montagetisch stehen. „An diesem Unikat ist beispielhaft zu sehen, wie wir sogar eigene Ideen in Losgröße-1-Produkte um­setzen. Der Montagetisch, den man auf dem Markt nicht kaufen kann, ist von allen Seiten zugänglich und erleichtert somit die Werkzeugmontage.“

 

Kreativität beweist das Unternehmen auch bei der Vermarktung, bei der es schon lange über den regionalen Tellerrand hinausblickt. So hat Pottiez 2009 in Atlanta, USA, einen Vertriebsstandort für Nordamerika eröffnet und später dort zusammen mit einem Partner ein Joint Venture zur Herstellung von Wärmetauscherteilen gegründet.

 

www.pottiez.de


Lars Kölle

Lars Kölle
Geschäftsführer

Walter Pottiez GmbH

 

 

 


Bitte beschreiben Sie in einem Satz, was die Walter Pottiez GmbH macht!

 

Kölle: Wir konstruieren, bauen und erproben hochpräzise Folgeverbundwerkzeuge. Hinzu kommt das Lohnstanzen von Teilen für unterschiedliche Industriezweige.

 

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

 

Kölle: Bei meinen Eltern in der Reparaturwerkstatt für Landmaschinen und Kleingeräte.

 

Was treibt Sie an?

 

Kölle: Im beruflichen Sinn das Interesse an der Technik.

 

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?

 

Kölle: Wir sind international stark aufgestellt und wollen uns weiter in diese Richtung entwickeln.

 

Was war Ihr bisher größter unternehmerischer Erfolg?

 

Kölle: Unsere Auslandsaktivitäten in den USA. Wir hatten dort schon Kunden, bevor wir unseren Vertriebsstandort eröffnet haben, und konnten diese Basis ausbauen.

 

Wie können Sie am besten entspannen?

 

Kölle: Gemeinsam mit der Familie oder bei einer Runde Golf.

 

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei anderen am meisten?

 

Kölle: Ehrlichkeit.

 

Welche Fehler können Sie bei anderen am ehesten verzeihen?

 

Kölle: Wenn ein Fehler offen und ehrlich kommuniziert wird, kann ich jeden verzeihen.

 

Wenn Sie von einem technisch völlig unkundigen Bekannten gefragt werden, was Sie machen, wie würden Sie ihm Ihre Arbeit in einem Satz erklären?

 

Kölle: Wir stellen Werkzeuge her, mit denen geformte Blechteile aus flachem Ausgangsmaterial gefertigt werden.

 



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