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Überzeugende Produktionsphilosophie


Für das französische Unternehmen SPEMA, das vor allem Werkzeuge zum Zerschneiden von Stahl und Kunststoff herstellt, hat die eigene Produktionsphilosophie höchste Priorität. Es geht um Wertvorstellungen, intelligente Mitarbeiterführung sowie um neue Antworten auf kundenspezifische Anforderungen.

Ausgabe 01 // 2012

Überzeugende Produktionsphilosophie

Spema

 

Für das französische Unternehmen SPEMA, das vor allem Werkzeuge zum Zerschneiden von Stahl und Kunststoff herstellt, hat die eigene Produktionsphilosophie höchste Priorität. Es geht um Wertvorstellungen, intelligente Mitarbeiterführung sowie um neue Antworten auf kundenspezifische Anforderungen.



Dominique Renaudat, Vorsitzender der SPEMA, fährt seinen Laptop hoch und präsentiert auf einem Wandmonitor Fakten seines Unternehmens. „Wir haben unsere Struktur so ausgerichtet, dass wir jederzeit schnell reagieren und innerhalb kürzester Zeit wirtschaftliche Lösungen bieten können. Dabei übernimmt das Management die entscheiden­de Funktion, die Mitarbeiter zu motivieren und ihnen unsere Wertvorstellungen zu vermitteln.“

 

Starkes Engagement

 

Der Erfolg dieser Philosophie wird durch ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr belegt. Damals hat das Unternehmen einen Kunden gewonnen, da es trotz eines Zeitaufwandes von 1.500 Stunden kurzfristig liefern konnte. Und das in der Weihnachtswoche. Dominique Renaudat ist stolz auf sein Team. „Es hat nur funktioniert, weil unsere Mitarbeiter voll mitgezogen haben. Ihr starkes Engagement basiert auf unserem Managementgedanken und ist eine unserer wesentlichen Stärken.“ Wegen des Auftrags, ein bedeutendes Projekt aus der Luftfahrtindustrie, hat der Kunde sich an SPEMA gewandt, obwohl er bisher keine Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht hatte. Die Fragen, die man ihm gestellt hat, haben ihm die Augen hinsichtlich effizienterer Fertigungsmöglichkeiten geöffnet.

 

Das ganzheitliche Denken von SPEMA hat letztlich den vollständigen Durchbruch gebracht. Der Kunde hat im Juni 2012 einen weiteren Auftrag erteilt und sich zugleich für SPEMA als einzigen Lieferanten entschieden. Ein Ergebnis, welches die positive Entwicklung unterstreicht, die vor zwei Jahren begonnen und immer mehr Fahrt aufgenommen hat. Man hat bessere Produkte hergestellt, einen guten Service geboten und somit sein Ansehen in der gesamten Branche erhöht.

 

Hohe Produktivität

 

Dominique Renaudat blättert auf seinem Laptop die Seiten durch, die sein Produktspektrum zeigen. „Wir haben uns auf die Konstruktion, Fertigung und Montage von Prototypenteilen, kleinen und mittelgroßen Serien, Werkzeugen und Werkzeugteilen sowie von Spritzgussformen spezialisiert. Hierbei erzielen wir eine Präzision von bis zu 2 µ.“ Bei den Werkzeugen handelt es sich hauptsächlich um Produkte zum Zerschneiden, etwa von Stahl, rostfreiem Stahl und Kunststoff, sowie um Kontrollwerkzeuge. An Werkstoffen verarbeitet SPEMA unter anderem Magnesium, Titan, Aluminium, Graphit, medizinische Materialien, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe. Bei Hartmetall erreicht man eine Rockwellhärte von 64 HRC.

 

Neben Drahterodieren bietet das nach ISO 9001-2000 und EN 9100 zertifizierte Unternehmen Fräsen, Drehen, Schleifen und Wasserstrahlschneiden an. Die Mitsubishi Electric Drahterodiermaschinen, eine FA20-S Advance und zwei FA10-S Advance, sind ein wesentlicher Produktionsfaktor der SPEMA, die darauf in erster Linie Stempel und Matrizen aus Hartmetallen herstellt. Das Unternehmen schneidet mit Draht im Durchmesser von 0,2 Millimeter bei Bearbeitungszeiten zwischen einer und zehn Stunden und setzt sieben Erodiersysteme ein, von denen die drei modernsten von Mitsubishi Electric stammen.

 

Schneidführung aus der Medizintechnik mit Einschnitten in bestimmten Winkeln, die SPEMA mithilfe einer B-Achse erodiert hat.
Schneidführung aus der Medizintechnik mit Einschnitten in bestimmten Winkeln, die SPEMA mithilfe einer B-Achse erodiert hat.

 

Dominique Renaudat steht vor einem der Drahterodiersysteme, die Delta Machines, der in Morangis ansässige französische Partner von Mitsubishi Electric Europe geliefert hat und hält ein Bauteil in der Hand. „Ich sehe im Drahterodieren eine Alternative zu anderen Verfahren, weil es eine höhere Präzision ermöglicht. Außerdem kann man damit äußerst harte Werkstoffe bearbeiten und viel mehr Material abtragen als durch Fräsen.“ SPEMA nutzt die Erodiersysteme auch für Aufgaben, die eigentlich für Fräsmaschinen gedacht sind und schöpft so ihre Erodierkapazitäten maximal aus.

 

Am Bedienpult einer FA10-S Advance schaut Dominique Renaudat einem Mitarbeiter über die Schulter, der Befehle eintippt. „Die Systeme von Mitsubishi Electric sind sehr bedienerfreundlich, vergleichbar mit ­ei­nem PC. Obwohl wir mit sieben Ma­schi­nen im Drei-Schicht-Betrieb und samstagvormittags arbeiten, kommen wir mit vier Bedienern aus. Dazu trägt auch bei, dass die Erodiermaschinen 20.000 Stunden im Jahr nachts und an Wochenenden mann- los fertigen und dass das Drahteinfädelsystem den Draht in gerade einmal zehn Sekunden automatisch einfädelt.“

 

Alles aus einer Hand

 

An optionaler Ausstattung verwendet der Betreiber digital gesteuerte Feinschlichtgeneratoren, um Oberflächengüten mit einem Oberflächenqualität von unter 0,15 µ RA zu erzielen, sowie an der FA20-S Advance eine voll ser­vogesteuerte B-Achse, die zum Erodieren eines rotierenden Werkstücks un- ­abdingbar ist. Dominique Renaudat deutet auf eine Schneidführung aus ­der Medizintechnik. „Wir haben uns der­zeit ergänzend für eine B-Achse entschieden, weil wir den Auftrag hatten, dieses Teil mit Einschnitten in bestimmten Winkeln zu erodieren.“

 

In das erste Drahterodiersystem von Mitsubishi Electric, die FA20-S Advance, hat SPEMA 2007 unter anderem wegen der großen Verfahrwege von 500 x  350 x 300 Millimeter (X/Y/Z) investiert. Außerdem ließ sich die von einem Kunden verlangte Oberflächengüte mit den Maschinen des Wett­bewerbers nicht ­erreichen. Die beiden FA10-S Advance hat das Unternehmen Ende 2010 gekauft, damit es auch komplexe kleinere Teile wirtschaftlich fertigen kann. Überdies hat SPEMA damals zusätzliche Kapazitäten und Maschinen mit besseren technischen Parametern gebraucht. Entscheidend für Mitsubishi Electric als Erodiersystemhersteller ist zudem das günstigere Preis-Leistungs-Verhältnis sowie der gute Service und die kompetente Beratung als auch die hohe Lieferfähigkeit von Delta Machines gewesen.

 

Noch ein Wunsch offen

 

Auf die Frage, ob er noch einen Wunsch offen habe, nickt Dominique Renaudat, der SPEMA 2002 übernommen hat. „In unserer Region herrscht ein starker Ar­beitskräftemangel. Ich komme daher nicht umhin, Menschen mit einem re­la­tiv geringen Ausbildungsniveau ein­zustellen. Erhöhen sie ihr Leistungspo­ten­zial, steigen sie bei uns auf. Sonst müssen sie wieder gehen. In den letzten zehn Jahren konnte ich von 45 neuen Mitarbeitern nur 20 behalten. Deshalb hoffe ich, dass der Mangel behoben wird und sich derartige Auswahlverfahren künftig erübrigen.“

 

Sieht man von diesem Problem ab, ist SPEMA auf dem richtigen Weg, zumal das Unternehmen in bedeutenden Branchen Fuß gefasst hat. Dominique Renaudat nimmt eine für militärische Zwecke entwickelte Komponente, die aus mehreren sich nahtlos zusammenfügen­den Teilen besteht, aus einer Ausstellungsvitrine. „Wir haben es geschafft, Wehrtechnikhersteller sowie die Auto­mobil- und Luftfahrtindustrie als wichtige Abnehmerbranchen zu gewinnen. Da­ne­ben beliefern wir vor allem Produzenten von Medizintechnik, Anlagenbauer im Bereich erneuerbarer Energien sowie die Nuklear-, Lebensmittel- und Mineralölindustrie.“ Die meisten Kunden haben ihren Sitz in Frankreich. SPEMA arbeitet aber ebenso für französische Ab­neh­mer im Ausland sowie für Auftraggeber in Algerien und der Schweiz. Gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen LASSERRE in Vierzon erwirtschaftet die Gruppe einen Jahresumsatz von rund elf Millionen Euro und hat ihren Umsatz damit in zehn Jahren verdoppelt. Hinsichtlich der Präzisionsbearbeitung mit Drahterodier- und Schleifmaschinen auf Basis eigener Konzepte gehört SPEMA zu den führenden französischen Anbietern. Da man alles aus einer Hand liefert und sogar die erforderlichen Zulieferer be­auftragt, gibt es für die Kunden nur ei­nen Ansprechpartner, von der Planung über die Realisierung bis zur Montage.

 

www.spema.com


Dominique Renaudat

Dominique Renaudat
Geschäftsführer
SPEMA

 

 

 


Bitte beschreiben Sie in einem Satz, was Ihre Abteilung macht!

 

Renaudat: Wir erreichen eine hohe Präzision beim Bearbeiten von Einzelteilen für Werkzeuge sowie bei Vormontagen.

 

Was treibt Sie an?

 

Renaudat: Die private und berufliche Weiterentwicklung der Beschäftigten, damit sie ihre Stellung im Unternehmen verbessern, sowie der Fortschritt unserer Organisation.

 

Was machen Sie heute anders als vor fünf Jahren?

 

Renaudat: Heute diversifizieren wir die Abnehmerbranchen der Kunden stärker. Entsprechend stellen wir Mitarbeiter ein und schulen sie. Vor zehn Jahren ­haben wir wesentlich einfachere Teile produziert, weil wir uns nicht an kom­plexere herangetraut haben. Heute sagen wir: je komplizierter, desto besser, denn dadurch kommen wir voran.

 

Wo sehen Sie Ihre Abteilung in fünf Jahren?

 

Renaudat: Wir möchten den Gesamtumsatz beider Unternehmen, die etwa gleich groß sind, auf 14 Millionen im Jahr steigern. Ein weiteres Ziel ist es, für zwei höchstrangige Zulieferer der Automobilindustrie und Luftfahrt zu arbeiten. Darüber hinaus streben wir einen Exportanteil von 20 Prozent an.

 

Wie können Sie am besten entspannen?

 

Renaudat: Beim Fahrrad fahren.

 

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei anderen am meisten?

 

Renaudat: In erster Linie Engagement, zumal es schwerer ist zu geben als zu nehmen, aber auch Intelligenz.

 

Wenn Sie von einem technisch völlig unkundigen Bekannten gefragt werden, was Sie machen, wie würden Sie ihm Ihre Arbeit in einem Satz erklären?

 

Renaudat: Von einem Stück Metall zu einem Endprodukt zu kommen, das eine bestimmte Funktion hat.

 

 



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