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Rennstrecke der großen Präzision


Was verbindet Sogameca mit dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans? Zum einen hat der Spezialist für Schneidwerkzeuge und schlüsselfertige Einzweckmaschinen seinen Sitz innerhalb der Rennstrecke, zum anderen zählen Geschwindigkeit und Präzision zu seinen wesentlichen Qualitätsmerkmalen.

Ausgabe 01 // 2012

Rennstrecke der großen Präzision

Sogameca

 

Was verbindet Sogameca mit dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans? Zum einen hat der Spezialist für Schneidwerkzeuge und schlüsselfertige Einzweckmaschinen seinen Sitz innerhalb der Rennstrecke, zum anderen zählen Geschwindigkeit und Präzision zu seinen wesentlichen Qualitätsmerkmalen.



Lionel Bézannier, Verkaufsleiter Einzweckmaschinen bei Sogameca in Mulsanne, Frankreich, klappt eine Karte des fast 14 Kilometer langen Circuit des 24 Heures auf und tippt mit seinem Finger auf den Standort seines Unternehmens. „Die enor- men ­Geschwindigkeiten, die die Faszination des Rennsports ausmachen, spiegeln sich in unseren Bearbeitungs- und Lieferzeiten. Darüber hinaus zeichnen wir uns durch höchst präzise Produkte in bester Oberflächengüte aus und blicken auf mehr als 40 Jahre Erfahrung zurück. Ein Vorteilsspek­trum, das ein ‚Rennen‘ entscheiden kann.“

 

Startklare Einzweckmaschinen

 

Die anwenderspezifisch ausgelegten Einzweck- maschinen sind ein wichtiges Standbein des kundenorientiert denkenden Engineering-Unternehmens, das zusammen mit seiner polnischen Schwestergesellschaft zur französischen SERFRA-Holding gehört. Bislang hat Sogameca weltweit rund 800 dieser Maschinen verkauft, die schlüsselfertig und damit startklar in manuellen sowie in halb- und vollautomatischen Versionen angeboten werden. Als Hauptzielgruppen nennt das Unternehmen die Automobil- und Luftfahrtindustrie, Kos- metikhersteller und die allgemeine Industrie. Sind größere Produktionsmengen gefragt, integriert man die Maschinen in Fertigungszellen, in denen Ro­bo­ter das Handling übernehmen. Ein Beispiel dafür sind Verpackungsmaschinen für Parfümproben.

 

Gérôme Lenoir, der Verantwortliche für die Ausführung nach Plänen, fährt mit seinem rechten Daumen die komplexen Schnitte eines Schneidwerkzeugs ab, welches seine Abteilung auf Basis von Kundenzeichnungen entwickelt und produziert hat. „Durch diese Werkzeuge, die besonders von der Nahrungsmittelindustrie zum Herstellen von Kunst- stoffverpackungen, unter anderem aber auch zur Produktion von Scheckkarten verwendet werden, haben wir uns ein weiteres Geschäftsfeld eröffnet und zugleich ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Die sehr hohe Präzision solcher Bauteile, die wir vornehmlich aus Stahl und rostfreiem Stahl fertigen, lässt sich nur durch Funkenerodieren erreichen.“

 

Die EA28-V Advance kann ihre Startelektrode automatisch gegen bis zu 19 weitere Elektroden austauschen und somit mannlos arbeiten.
Die EA28-V Advance kann ihre Startelektrode automatisch gegen bis zu 19 weitere Elektroden austauschen und somit mannlos arbeiten.

 

Aus diesem Grund hat das gemäß ISO 9001 zertifizierte Unternehmen, das an sieben Tagen in der Woche jeweils 20 Stunden lang arbeitet und 2011 einen Umsatz von neun Millionen Euro erzielt hat, in zwei Draht­erodiersysteme FA30-S Advance und in ein Senkerodiersystem EA28-V Advance von Mitsubishi Electric investiert. Diese haben im Fe­bruar 2011 wie auch im Januar und im April 2012 ältere Maschinen eines Wettbewerbers ersetzt. Die Systeme wurden von Delta Machines, dem in Morangis ansässigen französischen Partner von Mitsubishi Electric Europe, geliefert.

 

Fuß auf dem Gas

 

Beim Rundgang bleibt Gérôme Lenoir vor einer der FA30-S Advance stehen, die standardmäßig mit einem Hochgeschwindigkeitsgenerator ausgestattet ist. Die Erodiermaschine schneidet den Werkstoff mit Draht im Durchmesser von 0,25 Millimeter und erreicht eine Parallelität und Präzision von unter 2 µ sowie eine Oberflächengüte­ von 0,4 bis 0,8 µ RA. „Auch in dem Fall geht es ­wieder um Tempo“, betont Gérôme Lenoir erneut die Verbindung zum Rennsport. „Zumal wir den Fuß auf dem Gas lassen dürfen. Denn der Bediener kann die Maschine einfacher und schneller einrichten, weil sich die Tür des Tanks ab­senken lässt und er freien Zugang zum Arbeitsbereich hat. Angesichts der Werkstücke, deren Grundflächen bei uns zwischen 400 x 220 und 1.300 x 1.000 Milli­me­ter liegen, möchten wir auf diesen Komfort nicht verzichten.“

 

Laut Sogameca sollte neben einer hochpräzisen Erodier­maschine ein kompetenter Bediener stehen.
Laut Sogameca sollte neben einer hochpräzisen Erodier­maschine ein kompetenter Bediener stehen.

 

Wie man am Beispiel der absenkbaren Tür sieht, berücksichtigt Mitsubishi Electric den Faktor Zeit bereits bei der Entwicklung der Ero­dier­ma­schinen. Dies betrifft auch das automatische Drahteinfädelsystem der FA30-S Advance. Gérôme Lenoir öffnet die seitliche Tür der Maschine und deutet auf die 20-Kilogramm-Drahtrolle. „Durch diesen Vorrat und das Drahteinfä­delsystem, das in nur zehn Sekunden zuverlässig einfädelt, sind wir in der Lage, nachts und an Wochenenden mannlos zu produzieren.“

 

Vorsprung durch automatischen Elektrodenwechsel

 

Auf einer Wandtafel im Besprechungsraum skizziert Gérôme Lenoir einen Senk­erodierprozess, um zu verdeutlichen, warum Sogameca zwei Erodier­verfahren einsetzt. „Die meisten Teile fertigen wir, indem wir durch Senkerodieren zunächst die ­ge­­wünschte Form im Werkstück erzeugen und das Material dann mit einer Drahterodiermaschine schneiden. Die EA28-V Advance kann ihre Startelektrode automatisch gegen bis zu 19 weitere Elektroden austauschen und somit auch mannlos laufen.“

 

Elektrodenwechsel sind aus zwei Gründen unabdingbar. Zum einen, da die erodierte Oberfläche des Werkstücks nach dem ersten Bearbeitungsschritt mit einer unverbrauchten Elektrode geschlichtet werden muss, zum anderen wegen des Verschleißes, der an den Elektroden auftritt. Der Austausch erfolgt auch im mannlosen Betrieb ohne Probleme, zumal man die Standzeiten der Elektroden kennt, sodass sich die Wechselzeiten programmieren lassen. Der Betreiber überwacht diese Phasen mithilfe der intelligenten Telecontact-Funktion von Mitsubishi Electric, die es den Maschinen ermöglicht, via SMS Meldungen an beliebige Telefone zu senden. Letztlich fährt man durch die personalfreien Einsätze, in der Sprache des Rennsports ausgedrückt, einen klaren Vorsprung heraus.

 

Perfekte Boxenstopps

 

Patrice Jacquelin, der bei Sogameca für die Produktion verantwortlich ist, ruft auf seinem Laptop eine Seite mit Testresultaten auf. „Die Erodiersysteme von Mitsubishi Electric haben, verglichen mit Maschinen von zwei Wettbewerbern, am besten abgeschnitten. Sie erfüllen unsere Erwartungen im Hinblick auf Qualität und Wiederholgenauigkeit sowie hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Auch durch die Präzision, mit der sich das Werkstück auf dem ­Aufspanntisch fixieren lässt, entsprechen sie un- seren Anforderungen. Abgesehen davon sind die Maschinen einfach zu bedienen und leicht zugänglich.“ Insofern kommen die Mitarbeiter rasch mit der jeweiligen Steuerung und Bedienoberfläche klar. Die CAD-Daten zum Drahterodieren erstellt das eigene Konstruktionsbüro. Die Bediener ziehen die Daten dann aus dem Unternehmensnetzwerk direkt auf die Steuerung der FA30-S Advance. Für die EA28-V Advance erzeugt der Mitarbeiter die CAD-Daten selbst.

 

Lionel Bézannier sieht in der technischen Ausstattung allerdings nur eine der Säulen für perfekte Pro- duktionsergebnisse. „Neben einer hochpräzisen Erodiermaschine sollte ein kompetenter Bediener stehen. Und der Service muss stimmen.“ Darauf kann sich Lionel Bézannier verlassen, denn wenn Delta Machines einen Boxenstopp durchführt, entspricht der Service voll den Ansprüchen des Betreibers. Das gilt auch für die Schulungen der Bediener, die ebenfalls Delta Machines übernimmt.

 

Qualität siegt

 

Serge Hessemans, der Präsident von Sogameca, schlägt eine Mappe auf und zeigt ein Dokument. „Sobald ein Auftrag erledigt ist, fragen wir den Kunden nach seiner Zufriedenheit. Dafür haben wir dieses Dokument entwickelt und einen Qualitätsverantwortlichen eingestellt.“ Das Unternehmen wer- tet jedes Dokument aus und ergreift gegebenenfalls Maßnahmen für weitere Optimierungen. Schließlich geht es darum, schlüsselfertige Maschinen mit einem durchdachten Konzept in hoher Qualität zu liefern und sie reibungslos in Betrieb zu nehmen. Und das, wie bei dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans, so schnell wie möglich.

 

www.sogameca.fr


Lionel Bézannier und Gérôme Lenoir

Lionel Bézannier und Gérôme Lenoir

Sogameca

 

 

 


Bitte beschreiben Sie in einem Satz, was Ihre Abteilung macht!

 

Lenoir: Wir sind auf der Rennstrecke der großen Präzision.

 

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

 

Bézannier: Durch einen Urlaubsjob in einer Gießerei.

 

Was treibt Sie an?

 

Bézannier: Die Anfragen von Kunden.

 

Was machen Sie heute anders als vor fünf Jahren?

 

Bézannier: In Verbindung mit unserer Zufriedenheitsumfrage achten wir zum Vorteil der Kunden verstärkt auf neue Technologien. Zudem haben wir einen Mitarbeiter eingestellt, der sich ausschließlich um Forschung und Entwicklung kümmert.

 

Wo sehen Sie Ihre Abteilung in fünf Jahren?

 

Bézannier: Wir möchten noch stärker in bestimmte Märkte vorstoßen, beispielsweise in das Gesundheitswesen und in die Nahrungsmittelindustrie.

 

Wie können Sie am besten entspannen?

 

Lenoir: Durch Sport.

 

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei anderen am meisten?

 

Bézannier: Ehrlichkeit und Professionalität.

 

 



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