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Qualitätskontrolle für Ideen


Was ist machbar, was nicht? Im Technikum von Berker, einem Hersteller hochwertiger Elektroinstallationen, kommen ständig neue Ideen auf den Prüfstand.

Ausgabe 01 // 2012

Qualitätskontrolle für Ideen

Berker GmbH & Co. KG

 

Was ist machbar, was nicht? Im Technikum von Berker, einem Hersteller hochwertiger Elektroinstallationen, kommen ständig neue Ideen auf den Prüfstand.



Aber warum begegnet man hier, wo es doch um edle Metalle, Kunststoff und Glas gehen sollte, einem Kuhfell? Hat das ausgefallene Material etwas mit dem Thema Drahterodieren zu tun? Andreas Krause, Leiter CAD-CAM Technikum der Berker GmbH & Co. KG, Schalksmühle, lächelt. „Indirekt schon. Die Form für den Stanzapparat, auf dem wir das Kuhfell zugeschnitten haben, ist auf unserer FA20-S Advance von Mitsubishi Electric entstanden.“ Als Ergebnis liegt eine Abdeckleiste für Steckdosen auf dem Tisch. Ein von einem Designer entworfenes Exponat für den nächsten Messestand von Berker, das auch haptisch anspricht.

 

Solche konturgenauen Vierachsgeometrien, wie bei diesem Werkzeugeinsatz, sind beim Drahterodieren eine spezielle Herausforderung.
Solche konturgenauen Vierachsgeometrien, wie bei diesem Werkzeugeinsatz, sind beim Drahterodieren eine spezielle Herausforderung.

 

Natürlich gehört eine Kuhfellabdeckung nicht zum üblichen Auftragsspektrum des Technikums. Kennt man dort überhaupt Standardabläufe? Andreas Krause schüttelt den Kopf. „Normal ist bei uns nur der permanente Wechsel, verbunden mit sehr vielfältigen und immer wieder neuen Anforderungen. Denn wir prüfen Produktideen hinsichtlich ihrer Wirt­schaftlichkeit. An Materialien be­ar­bei­ten wir beim Drahterodieren vor ­al­lem Edelstahl, Messing, Kupfer und Alu­minium sowie besonders legierte Stähle. Aufgabe der Maschine ist es, diese Werkstoffe äußerst präzise, prozesssicher und ökonomisch zu schneiden.“

 

Konturgenaue Vierachsgeometrien

 

So ist eine Genauigkeit von drei Mikrometer gefragt, wenn Werkzeugeinsätze, bestehend aus einem Stempel und einer Matrize, zu erodieren sind. Zumal sich die Kontakte und Klemmstücke, die Berker mithilfe dieser Werkzeuge stanzt und formt, exakt in elektrische Schalter einfügen lassen müssen. Bei Hochpräzisionsbearbeitungen geht es teilweise sogar um eine Parallelität und Präzision von weniger als zwei Mikrometer. Daneben wird eine hohe Oberflächengü­te verlangt. Frank Weitzel, im Technikum verantwortlich für den Bereich CNC-Funkenerosion, zeigt einen Werkzeugeinsatz. „Solche konturgenauen Vierachsgeometrien sind beim Drahtero­- dieren eine spezielle Herausfor­de­rung. Um nichts dem Zufall zu überlassen und unsere Resultate doku­men­tieren zu können, kontrollieren wir die Qualität unserer Arbeiten durch ein Zeiss-Mikroskop.“

 

Frank Weitzel ist zufrieden mit dem geringen Rüst- und Programmieraufwand an der FA20-S Advance.
Frank Weitzel ist zufrieden mit dem geringen Rüst- und Programmieraufwand an der FA20-S Advance.

 

Angesichts der beträchtlichen Ansprüche stellt Berker seinem Technikum einen vielseitigen Maschinenpark zur Verfügung, mit der FA20-S Advance von Mitsubishi Electric als einzigem Drahterodiersystem. Wenn Andreas Krause über das „richtige“ Verfahren für eine bestimmte Aufgabe nachdenkt, hat er oft die Qual der Wahl. „Manche Teile lassen sich sowohl fräsen als auch erodieren. Beim Fräsen liegen die Vorteile in einer ­höheren Zerspanleistung, beim Erodieren in mehr Präzision und Prozess­sicherheit. Außerdem ist der Rüst- und Programmieraufwand an einer Drahterodiermaschine wesentlich geringer, und sie kann etwa 23 bis 24 Stunden lang mannlos laufen.“

 

Gebündeltes Know-how

 

Die Anforderungen kommen zum Beispiel aus den Fachbereichen Kunststoff, Produktion oder Rapid Prototyping von Berker, die dann selbst an den Projekten mitwirken und die fünf festen Mitarbeiter des Technikums durch ihr Personal ergänzen. Künftig soll das Technikum für die gesamte Hager Group, der Muttergesellschaft von Berker, zuständig sein.

 

Neben der Marke Hager bündelt die Gruppe das Know-how anderer ausgewiesener Spezialisten. Einer von ihnen ist Berker als richtungweisender Hersteller von qualitativ hochwertigem, zeit- ­los klassischem Schalterdesign und intelligenter Gebäudetechnik. Andreas Krause zieht Fotos mit Stadtansichten aus einem Umschlag. „Unsere vielfach mit Designpreisen ausgezeichneten Pro­­- dukte findet man in einigen der aufregendsten Gebäude der Erde. Mich wundert das nicht, denn wir verwenden für sämtliche Artikel erlesenes Material, bei- spielsweise Glas statt Plexiglas oder Vollmetall anstelle von lackiertem preiswerten Werkstoffen.“

 

Edel und wirtschaftlich

 

Das Technikum betreibt der Premiumhersteller, damit seine Produkte edel aussehen, reibungslos funktionieren und wirtschaftlich zu fertigen sind und weil er kein Know-how nach draußen tragen möchte. Die FA20-S Advance von Mitsubishi Electric ist seit November 2011 Teil des Maschinenparks. Zeitlich passend zum Umzug des Technikums in modernere, hellere Räume. Frank Weitzel steht vor dem Drahterodiersystem. „Mit dem Mitsubishi Werbebanner über der Maschine und dem großen Teppich davor ähnelt der Raum einer Kultstätte.“

 

Durch die FA20-S Advance, die für maximale Werkstückabmessungen von 1 050 x 800 x 295 Millimeter ausgelegt ist, hat Berker eine Maschine ersetzt, die ebenfalls von Mitsubishi Electric stammte und im Alter von 14 Jahren ihr Arbeitssoll erfüllt hatte. Ein weiteres System dieses Herstellers nutzt der Be- treiber an einem seiner Fertigungsstand- orte. Frank Weitzel deutet auf die Drahtstation der FA20-S Advance. „Unsere neue Anlage schneidet mit gängigem Messingdraht im Durchmesser von 0,25 Millimeter praktisch alle Teile, von einfach bis hochpräzise, und das in ökonomischer Geschwindigkeit. Maschinen anderer Anbieter erzielen dagegen nur mit beschichteten Drähten, die circa 30 Prozent teurer sind, ein entsprechen­- des Ergebnis.“ Ein zusätzlicher Vorteil der FA20-S Advance: An dem Drahterodiersystem sind bislang keine Störungen aufgetreten. „Die Maschine läuft jeden Tag, ein Ausfall wäre der Super-GAU“, be­- tont Krause. „Deshalb gehört eine hohe Verfügbarkeit zu unseren wesentlichen Forderungen, und der globale Support von Mitsubishi Electric ist entscheidend dafür gewesen, von der Hager Group als Lieferant akzeptiert zu werden.“

 

Die FA20-S Advance schneidet mit gängigem Messingdraht im Durchmesser von 0,25 mm praktisch alle Teile.
Die FA20-S Advance schneidet mit gängigem Messingdraht im Durchmesser von 0,25 mm praktisch alle Teile.

 

Für einen Quantensprung in der Ent­wick- ­lung von Drahterodiermaschinen steht das bedienerfreundliche Drahteinfädelsystem der FA20-S Advance. Frank Weitzel zeigt, wie es funktioniert. „Verglichen mit der alten Anlage fädelt die neue in nur zehn Sekunden ein und ist somit etwa 90 Prozent schneller. Dadurch entfällt ein erheblicher Zeitaufwand, wie auch am Spülbecken, das sich jetzt zügig mit dem Dielektrikum füllen lässt. Abgesehen davon ist das heutige Einfädelsystem weniger wartungsintensiv und, wie die gesamte FA20-S Advance, mühelos zu bedienen. Andreas Krause demonstriert, wie leicht die Bedien- und Wartungselemente zu erreichen sind. „Wir haben die Maschine nach einer eintägigen Einführung in Betrieb genommen. Ein Lehrgang ist ausschließlich für Wartungsarbeiten nötig gewesen.“

 

Geht doch

 

Mit der Investition in das Drahterodiersystem FA20-S Advance von Mitsubishi Electric hat Berker einen weiteren Beitrag zur Effizienz seines Technikums geleistet. Insofern lässt sich die Frage, was hinsichtlich geplanter Elektroinstallationsbauteile aus technischer und wirtschaftlicher Sicht machbar ist, nun noch einfacher klären.

 

www.berker.de


Frank Weitzel und 
Andreas Krause

Frank Weitzel und Andreas Krause

Berker GmbH & Co. KG

 

 

 


Bitte beschreiben Sie in einem Satz, was die Berker GmbH & Co. KG macht!

 

Hochwertige Elektroinstallationen herstellen.

 

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

 

Krause: Mit Autowaschen und Rasen mähen.
Weitzel: Ich habe Balkonkastenklammern aufgehängt.

 

Was treibt Sie an?

 

Krause und Weitzel: Das Interesse an neuen Technologien und die damit verbundenen Herausforderungen.

 

Was machen Sie heute anders als vor fünf Jahren?

 

Krause: Wir arbeiten heute mit moderneren Technologien, mit denen wir den vielfältigen steigenden Anforderungen hinsichtlich Zeit und Qualität begegnen. Das Ergebnis sind wesentliche kürzere Entwicklungszeiten.

 

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?

 

Krause: Wir werden dann voll in die Hager Group integriert sein und unseren Maschinenpark ständig dem Technologietransfer anpassen.

 

Wie können Sie am besten entspannen?

 

Krause: Im Skiurlaub.
Weitzel: Beim Fußball gucken.

 

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei anderen am meisten?

 

Krause und Weitzel: Eine offene und ehrliche Kommunikation sowie flexibles Handeln.

 

Wenn Sie von einem technisch völlig unkundigen Bekannten gefragt werden, was Sie machen, wie würden Sie ihm Ihre Arbeit in einem Satz erklären?

 

Wir schneiden Eisen- und Nichteisenmetalle mit einer computergesteuerten Laubsäge.

 



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