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Drahten für den Kobold


Der Werkzeugbau der Vorwerk Elektrowerke be­treut alle Produkte, die für den Handstaubsauger Kobold und die Küchenmaschine Thermomix entwickelt werden. Von der Idee bis zur Instandhaltung. Zum Drahterodieren nutzt er eine FA10-S Advance von Mitsubishi Electric.

Ausgabe 01 // 2012

Drahten für den Kobold

Vorwerk Elektrowerke

 

Der Werkzeugbau der Vorwerk Elektrowerke be­treut alle Produkte, die für den Handstaubsauger Kobold und die Küchenmaschine Thermomix entwickelt ­werden. Von der Idee bis zur Instandhaltung. Zum Drahterodieren nutzt er eine FA10-S Advance von Mitsubishi Electric.



Durch die Räume des Werkzeugbaus der Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG, Wuppertal, weht ein Hauch Nostal­gie. Der Kobold, seit 1930 auf dem Markt, für manche ein Kultobjekt, für andere ein unverzichtbarer Helfer im Haushalt, ist allgegenwärtig. Das Gleiche gilt für den Thermomix, der aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zwölf Küchengeräte ersetzen kann. Diplom-Ingenieur Marc Alexander Popov, Kunst- stofftechnik Gerätewerk, Leiter Werk­zeugbau L / TGEW, blättert in einem Pros­pekt. Anhand der Inhalte erläutert er das ­Spektrum des Familienunter­nehmens, das 1883 in Wuppertal als Tep- pichfabrik gegründet worden ist. „Zu unserem Produktportfolio zählen neben den Hightech-Haushaltsgeräten und den Vorwerk Teppichwerken auch JAFRA Cosmetics, die HECTAS Gebäudedienste sowie die akf-Gruppe, eine Bank für Leasing- und Finanzierungsleistungen. Den Geschäftsbereichen gemeinsam ist der Direktvertrieb, der einen beson­deren Zugang zum Kunden ebnet.“ Weltweit be- schäftigt Vorwerk in 66 Ländern mehr als 623.000 Menschen, die fast alle bera- tend tätig sind. 2010 hat das Unterneh­- men ein Geschäftsvolumen von 2,372 Milliarden Euro erwirtschaftet.

 

Über den Tellerrand schauen

 

Marc Alexander Popov legt das Muster eines neuen Vorsatzgerätes für den Handstaubsauger auf den Besprechungstisch. Durch das Plexiglas der Oberseite blickt man auf das Innen­leben. „Wir entwickeln einzelne Komponenten konti­nuier- lich weiter, beispiels- weise den Motor die­ses Vorsatzgerätes.“ Dabei geht es um ganzheitliches Denken. Direkt nach der Ideenfindung und dem Design sitzt der Werkzeugbau mit am Tisch. Schätzt ein, ob etwas in der vorgegebenen Qualität und Zeit technisch machbar ist. Schaut den Konstrukteuren über die Schulter, kommuniziert mit dem Werkzeugmacher und betreut das Produkt bis zum Serien­- prozess und danach bei der Wartung und Instandhaltung. „Anders als ein nor­- maler Werkzeugmacher, schauen wir über unseren Tellerrand hinaus. Denn wir müssen nachher mit den Werkzeugen leben“, betont Marc Alexander Popov.

 

Zu den vielen Materialien, mit denen der Vorwerk Werkzeugbau beim Drahterodieren arbeitet, gehört dieses Graphitbauteil.
Zu den vielen Materialien, mit denen der Vorwerk Werkzeugbau beim Drahterodieren arbeitet, gehört dieses Graphitbauteil.

 

Wie es die Bezeichnung der Abteilung erwarten lässt, stellt sie auch Werkzeuge her, die Vorwerk zur Produktion der Bauteile für den Kobold und für die Küchenmaschine Thermomix benötigt. Außerdem werden dort Komponenten für Werkzeuge angefertigt. Ferner werden sie gewartet und vorbeugend instand gehalten. Hinzu kommen Reparaturen für die im eigenen Betrieb laufenden Anlagen. Eine Aufgabe, die sich selbst schneller als durch einen externen Dienstleister ausführen lässt.

 

Schnelle Auftragsbearbeitung

 

Zu den Technologien, mit denen der Vorwerk Werkzeugbau arbeitet, gehört das Drahterodieren. „Eine wesentliche Voraussetzung für die Investition in die Maschine von Mitsubishi Electric war, dass sie den Anforderungen entspricht, die hinsichtlich der Vielfalt unserer Materialien auftreten.“ Marc Alexander Popov deutet auf ein Graphitbauteil, das auf dem Rahmen der FA10-S Advance liegt. „An Werkstoffen verwenden wir Kupfer, Graphit, Messing, Alumini­- um, Stahl und Hartmetall.“ Die Materialdicken reichen von einem halben bis 150 Millimeter. Mit Draht im Durchmesser von 0,25 Millimeter und wenigen Nachschnitten wird die benötigte Oberflä­chen­güte von kleiner 0,7 µ Ra erzielt. Bei Kanten, die keine Funktion haben, genügt eine Güte von 2,3 µ Ra.

 

Mit der FA10-S Advance erodiert der Vorwerk Werkzeugbau Teile für den Handstaubsauger ­Kobold und für die Küchenmaschine Thermomix.
Mit der FA10-S Advance erodiert der Vorwerk Werkzeugbau Teile für den Handstaubsauger ­Kobold und für die Küchenmaschine Thermomix.

 

Marc Alexander Popov klappt die Front des Spülbeckens der FA10-S Advance auf, durch die Vorwerk im April 2011 die Maschine eines anderen Herstellers abgelöst hat. „Unser neues Draht­erodiersystem ist gut ­zugänglich, einfach zu bedienen und hat ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem bietet Mitsubishi Electric einen hervorragenden Service.“ Popov gefällt auch, dass die gesamte Ausstattung im ­Basispaketpreis enthalten gewesen ist. Andere Unternehmen haben ihm die blanke Maschine angeboten. Die restliche Ausrüstung hätte er jeweils dazukaufen müssen.

 

Nadja Suffa-Petri, die als Werkzeug­mechanikerin die Programme schreibt, Geometrien erstellt und die FA10-S ­Advance einrichtet und wartet, öffnet die Tür zum benachbarten Raum. „Hier haben wir den Kühlventilator und den Generator untergebracht, die sich von der Maschine trennen lassen. So ist es an der Anlage spürbar leiser.“

 

Fragt man Popov nach der besonde­ren Leistung des ­Vorwerk Werkzeugbaus beim Drahterodieren, verweist er auf die Geschwin­dig­- ­keit, mit der seine Abteilung ihre Ar­bei­ten erledigt. „Wir erhalten die Aufträge auf Zuruf und führen sie sofort aus. Das ist unerlässlich, zumal es manchmal um dringend be­nötigte Komponenten geht. Kämen die Tei­le nicht rechtzeitig, müsste unsere Produktion ihre Prozesse unterbrechen.“

 

Mehr Qualität durch Drahterodieren

 

Neben Schnelligkeit wird eine hohe Quali­tät gefordert, beispielsweise beim Erodieren von Auswerferlöchern für Spritzgießformen. Nadja Suffa-Petri zeigt ein Bauteil, das einen Durchbruch für einen Auswerfer aufweist. „Wir haben grob mit einer Startlochbohrmaschine vorgearbeitet und schließlich mit dem Draht die gewünschte Präzision erreicht. Die entstandene Oberfläche ist glatter und genauer als beim Fräsen, Bohren oder Senkerodieren. Daher kann der Auswerfer seine Funktion reibungslos erfüllen und die Lebenserwartung der Komponente steigt.“ Eine Anwendung bei der Drahterodieren alternativlos ist, da die Technologie größere Höhen praktisch ohne Qualitätseinbußen überwindet. Sauber fräsen lie- ßen sich diese Durchbrüche nicht, weil es wegen der Bearbeitungshöhe zu Durchbiegungen am Schneidewerkzeug käme. Für das Drahterodieren sprechen auch die sehr kleinen sowie die zylindrischen und konischen Konturen, die der Vorwerk Werkzeugbau schneidet, sowie die Bearbeitungsgeschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit.

 

Aus einem Elektro­blechpaket be­stehender Rotor.
Aus einem Elektro­blechpaket be­stehender Rotor.

 

Marc Alexander Popov hält ein Elektroblechpaket in der Hand. „In der Ent­wick- lungsphase eines Produktes fertigen wir Prototypen selbst. Unter anderem erodieren wir solche genauen Teile für Motoren, deren Toleranzfeld bei einem zweihundertstel Millimeter liegt.“ Eine anspruchsvolle Aufgabe, auf die die Mitsubishi Electric Maschine durch ihre Präzision abgestimmt ist. Nadja Suffa-Petri hebt auch den Bedienkomfort der FA10-S Advance hervor und demons­triert wie leicht und schnell sich der Draht gegenüber der Vorgängermaschine einfädeln lässt. „Ich muss dabei nicht jedes Mal lan­ge neben der Anlage stehen. Folglich steigt die Produktivität, vor allem wenn viele Durchbrüche zu ero­dieren sind.“ Ein wichtiger Punkt für den Vorwerk Werk- zeugbau, damit die Aufträge für den Kobold und den Thermomix weiterhin in hoher Qualität und Geschwindig­keit ausgeführt werden können.


www.vorwerk.de


Marc Alexander Popov

Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG

 

 

 


Bitte beschreiben Sie in einem Satz, was Ihre Abteilung der Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG macht!

 

Popov: Wir gewährleisten unserer Fertigung einen reibungslosen Ablauf.

 

Was treibt Sie an?

 

Popov: Unser Bestes für Ihre Familie.

 

Was machen Sie heute anders als vor fünf Jahren?

 

Popov: Wir kommunizieren noch intensiver miteinander, um herauszufinden, was der Kunde braucht. Damit ist sowohl der Endkunde als auch der Kunde im eigenen Haus gemeint, den wir unterstützen wollen.

 

Wo sehen Sie Ihre Abteilung in fünf Jahren?

 

Popov: Wir wollen noch mehr über den Tellerrand hinausschauen, um festzustellen, welche Arbeitsprozesse sich verein­fachen oder verknüpfen lassen.

 



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