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Sich profilieren durch komplexe Lösungen.


Bis vor kurzem war Aluminium als Werkstoff eher Autos im oberen Marktseg­ment oder Motorbauteilen vorbehalten. Heute wird dieses Material wesentlich häufiger eingesetzt. Fazit: Millionen Teile, die es zu entgraten gilt. Zu ­diesem Zweck werden spezielle und oft komplexe Entgratwerkzeuge benötigt, ­deren Matrizen und Stempel üblicherweise drahterodiert werden.

Sich profilieren durch komplexe Lösungen.

Farina Marco

 

Bis vor kurzem war Aluminium als Werkstoff eher Autos im oberen Marktseg­ment oder Motorbauteilen vorbehalten. Heute wird dieses Material wesentlich häufiger eingesetzt. Fazit: Millionen Teile, die es zu entgraten gilt. Zu ­diesem Zweck werden spezielle und oft komplexe Entgratwekzeuge benötigt, ­deren Matrizen und Stempel üblicherweise drahterodiert werden. Hier spielt ­Mitsubishi Electric eine besonders hilfreiche Rolle.



Abdeckungen, Motorgehäuse, Bügel, sonstige Motorbauteile: die Komponenten aus Aluminium und Magnesium u. a. für die Autoindustrie werden mit einer Taktzeit von ca. dreißig Sekunden in Druckgussverfahren hergestellt. Danach übernehmen Roboter die Entgrat- und Feinsäuberungsschritte. Bis Ende der 90er Jahre ­wurden diese Operationen manuell ausgeführt, die Taktzeit betrug drei bis vier Minuten – zu viel für die heutigen Produktionsrhythmen, ganz zu schweigen von den stark schwankenden Ergebnissen je nach Bearbeiter und der Arbeitsbelastung in einer ungesunden Umgebung. Selbst der Robotereinsatz hat die zeitlichen Aspekte nicht großartig gebessert, da das Verfahren nach wie vor folgegebunden und somit ­langsam ist.

 

Sven Siegmund nach dem Einrichten an der MV1200S

 

Aus diesem Grund wurden spezielle Entgratwerkzeuge entwickelt, die die Geometrie der verschiedenen Komponenten exakt nachbilden. Dadurch wird das Werkstück am Ausgang aufgenommen und alle Feinarbeiten end-of-line auf einmal ausgeführt. Auf diese Weise werden Speiser und Gießläufe eliminiert und Formtrennungen sowie vorhandene Löcher und Ösen ­perfekt ausgearbeitet. Diese Ausführungen ­erfordern den Einsatz zusätzlicher beweglicher Vorrichtungen wie hydraulischer Werkzeugträger, Sägeschlitten, Bohreinrichtungen und sogar Gewindeschneider.

 

Die Planung und Fertigung dieser häufig umfangreichen und komplexen Werkzeuge stellt heute die Kernkompetenz der Firma Farina Marco dar, die ihren Hauptsitz in Cantù in der italienischen Provinz Como hat. Das 1974 gegründete Unternehmen startete mit dem Bau von Folgeverbund- und Tiefziehwerkzeugen. Dieses ­Geschäft wurde mehrere Jahrzehnte betrieben – der Markt hat sich jedoch im Laufe der Zeit enorm gewandelt. Der lombardische Betrieb hat schnell auf die veränderten Bedürfnisse reagiert und sich den Entgratwerkzeugen gewidmet. Dabei hat er sich mehr und mehr in der Planung und Fertigung regelrecht hochtechnologischer „Maschinen“ spezialisiert.

Heute zeichnet sich das Unternehmen durch die hohe Qualität seiner Produkte und seinen wettbewerbsfähigen, pünktlichen und anpassungsfähigen Service aus. Immer auf der Suche nach innovativen Lösungen, die die Leistungsfähigkeit der Werkzeuge steigern können, zielt der Betrieb auf die Eliminierung aller manuellen Eingriffe.

 

Nach Nordeuropa orientiert

 

Das lombardische Unternehmen arbeitet vorzugsweise mit dem Ausland, wie der Sales Manager Cristian ­Farina bestätigt: „Wir sind auch im Haushaltsgeräte- und Einrichtungssegment tätig, aber das Kerngeschäft bleibt die Autoindustrie. Wir haben viele ­Kunden in ­England, Spanien, Frankreich, ­Deutschland, ­Österreich sowie in Osteuropa. Normalerweise stellen wir Prototypen her, aber manchmal bauen wir zwei oder drei identische Exemplare. Heutzutage erneuern die Autobauer ihre Produktpalette wesentlich ­häufiger, und jedes Jahr kommen neue Komponenten hinzu, die früher aus Blech hergestellt wurden oder gar nicht ­existierten. Der Vormarsch der Elektroautos, zum Bei­spiel, hat eine ganze Reihe von Gehäusen und ­Vorrichtungen aus Aluminium mit sich gebracht, die früher unbekannt waren.“

 

Die Unternehmensstandards ­entsprechen der Zertifizierung ISO 9001:2000 und das hoch­qualifizierte Personal arbeitet mit einem Maschinenpark der neuesten Generation, der Bearbeitungszentren, CNC-Drehmaschinen und Drahterodierermaschinen einschließt. Letztgenannte Technologie wird besonders für den Bau und Finalbearbeitung von Matrizen und Stempeln eingesetzt, wie die jüngste Aufstellung einer Mitsubishi Electric MV2400S zeigt. Diese ­Maschine erzielt eine ausgezeichnete Oberflächengüte bei gleichzeitiger höchster Bearbeitungspräzision und basiert auf einem innovativen und leistungsfähigen ­Kommunikationssystem (CNC-Steuerung-Antrieb) gänzlich aus Glasfasern für eine Kommunikation in Echtzeit ­unter allen ­Komponenten.

 

Das Modell ist verfügbar in den Versionen „S“ oder „R“: die erste ermöglicht es, beim Einkaufspreis zu sparen, die zweite Version ist kompletter ausgestattet. Farina Marco hat das günstigere Modell bevorzugt, weil das Preis-Leistungsverhältnis bereits vielverspre­chend war. „Das umfangreichere Modell wäre für uns überdimensioniert gewesen und die Praxis hat dies bestätigt. Wir hatten dabei auch die Angebote weiterer Anbieter überprüft und, nach einem Direktvergleich der Produkte derselben Kategorie, können wir ­bestätigen, dass die MV2400S durch bessere Leistungen bezüglich Geschwindigkeit, Präzision und weiterer nützlicher Funktionen herausragt. Den entscheidenden ­Ausschlag gab die Verfügbarkeit beim Lieferer Overmach: nach drei Tagen war die Maschine bereits in der ­Werkstatt. Nebenbei hat uns das damals in die Lage versetzt, ­zahlreiche Probleme zu lösen, die eine erhöhte Auftrags­lage ausgelöst hatte. Neben dem Vorteil eines breiten Maschinenangebots in der Niederlassung hat Overmach auch keine bürokratischen Hürden bei der ­Auslieferung aufgebaut. Es stimmt schon, dass wir uns ­bereits kennen­gelernt hatten, aber uns ist ein Vertrauen entgegengebracht worden, das wir sehr geschätzt haben!“


Overmach mit Sitz in Parma (Italien) bietet dem Metall­verarbeitungssektor ein breites Angebot an Anlagen und Werkzeugmaschinen namhafter internationaler Hersteller, die sowohl für die Werkzeugherstellung als auch für den allgemeinen Maschinenbau gedacht sind.

 

Natalie Pickshaus-Jonscher und Sven Siegmund begutachten ein SPG-Werkzeug.

 

Überzeugende Leistungsfähigkeit

 

Das Mitsubishi-Electric-Modell MV2400S ist einfach und intuitiv zu bedienen. Das eingebaute CAM-­System fällt durch eine fortschrittliche Bedienoberfläche auf und ist in der Lage, selbständig 3D-Daten direkt zu importieren und zu verwalten. Wegen der außerordent­lichen Komplexität der zu bauenden Maschinen benutzt Farina Marco dennoch ein externes CAM-System. Der Einsatz von Tubular-­Direktantrieben anstelle von Drehmotoren und die fehlende Reibung ermöglichen eine außergewöhnliche Empfindlichkeit. „Wir haben eine ausgezeichnete Präzision sowohl bei der Bearbei­tungs- als auch bei der Stoppfunktion festgestellt. Beim kleinsten Widerstand hält die Maschine an, um sowohl das Werkstück als auch die Maschine selbst vor Schäden zu schützen. Darüber hinaus ist auch die hohe Geschwindigkeit der Schnellbewegungen her­vorzuheben: Selbst wenn man nur zehn Minuten pro Tag gewinnt, am Ende eines Jahres kann die Zeiteinsparung erheblich sein.“

 

Große Fortschritte sind auch bei der automatischen Drahteinfädelung gemacht worden. Das System ­Intelligent AT kann bis zu einer Höhe von 180 mm direkt in dem Schnittspalt wieder einfädeln, wo der Drahtriss stattgefunden hat. Es ermöglicht sowohl die Optimierung der Drahtrückholung als auch bessere Leistungen beim Glühen und Begradigen des Drahtes. „Wir wissen, dass auch andere Maschinenbauer Ähnliches anbieten, aber die Technologie von Mitsubishi ist wirklich schnell und effektiv! Für uns ist auch die automatische Wasser­standregulierung im Becken sehr wichtig, denn auf diese Weise können wir mehrere Werkstücke gleichzeitig aufstellen, alle unterschiedlich hoch, ohne je nach Werkstück ständig das Wasserniveau anpassen zu müssen. Somit verfügt jedes Teil über die optimalen Parameter, und die erheblich höhere Maschinenautonomie ermöglicht es uns, mannlose Schichten in der Nacht bzw. an Feiertagen mit deutlicher Produktivitätssteigerung zu fahren.“

 

Den Technikern von Farina Marco ist auch die be­merkenswerte Filterautonomie aufgefallen: Das in den Maschinen eingebaute Long Life System hat ihre Lebensdauer noch einmal verlängert – mit entsprechender Kostensenkung für die Ersatzteilbeschaffung. Außerdem verzeichnet man einen geringeren Strom- und Drahtverbrauch.

 

Einsatz für 4-fach-Spritzguss-Werkzeug (Griffmulde)

 

Nie einen Rückzieher machen

 

Heute ist es immer unerlässlicher, sich in komplexen Verarbeitungen zu spezialisieren – das gilt umso mehr für die in Italien so zahlreichen Kleinunternehmen. Viele unter ihnen nehmen nicht nur die Herausforderungen an, sondern suchen gezielt danach, um „mit eigener Stimme zu sprechen“ und sich den Kunden mit besonderen Fähigkeiten zu präsentieren, die auf dem internationalen Markt geschätzt werden. Die Erfahrung von ­Farina Marco ist ein Beispiel dafür: „Wir bauen besonders komplexe und umfangreiche Werkzeuge, die nicht jeder planen und fertigen kann. Darüber hinaus, die Innovationen hören nie auf. Heute, zum Beispiel, verzeichnen wir einen vermehrten Einsatz von Magnesium, ein Metall mit phantastischen Eigenschaften, das aber besondere Aufmerksamkeit beim Stanzen verlangt. Es darf nicht trommelpoliert werden und deswegen müssen wir uns andere Lösungen einfallen lassen. In jedem Fall liefern wir unsere Werkzeuge komplett ­ausgestattet mit Elektro-, Hydraulik- und Pneumatikanschlüsse, gänzlich verkabelt – bereit, neben der Presse aufgebaut zu werden, mit der sie kommunizieren sollen.“

 

Der lombardische Betrieb führt in der eigenen Werkstatt sowohl die Bemusterung als auch die Feineinstellung durch, aber – falls der Kunde noch Unterstützung bei der Inbetriebnahme braucht – bietet Farina Marco auch einen Aufstellungsservice vor Ort. Auch wenn das Entgratwerkzeugesegment tatsächlich eine Marktnische darstellt, verzeichnet das Unternehmen eine bedeutende Geschäftsausweitung, sowohl was den Kundenkreis angeht, als auch die Anzahl der zu planenden und herzustellenden Anlagen. Seit Jahren wächst der Umsatz von Farina Marco stetig und man trägt sich bereits mit dem Gedanken, die Werkstatt auszubauen.

 

www.farinamarco.com




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