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Null Emission – Japan zeigt, wie es geht


Japan hat sich über die letzten Jahre zu einem der führenden Länder bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen entwickelt. Wie der Trend in Zukunft weitergeht und welchen Beitrag die Autoentwickler im Fernen Osten zum technologischen Fortschritt leisten, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Null Emission –
Japan zeigt, wie es geht.

Japan Spezial

 

Japan hat sich über die letzten Jahre zu einem der führenden Länder bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen entwickelt. Wie der Trend in Zukunft weitergeht und welchen Beitrag die Autoentwickler im Fernen Osten zum technologischen Fortschritt leisten, erfahren Sie im folgenden Artikel.



Japan als führendes Land bei Elektrofahrzeugen

 

Wenn man einen Blick auf die weltweite Nutzung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wirft, fällt Japan als eines der führenden Länder ins Auge. Aktuell gibt es bereits mehr Ladestationen für die Autos als Tankstellen im Land. In ganz Japan kann man Fahrzeuge an mehr als 40.000 Punkten Energie tanken lassen – Tankstellen gibt es dagegen nur 35.000. US-Bürgern stehen im Vergleich dazu lediglich 9.000 Ladestationen und mehr als 114.500 Tankstellen zur Verfügung. Verglichen mit der Bevölkerung der USA haben die Japaner somit weitaus mehr Zugang zu elektrischem Strom für ihre Autos pro Person. Aktuell ist die Entwicklung so weit vorangeschritten ist, dass eine Batterieladung bis zu 172 Kilometer hält. Als Standardfahrzeug für den Straßenverkehr in Japan hat sich derzeit das Modell Electric Vehicle von Mitsubishi Motors, früher auch als i-MiEV bekannt, etabliert. Bereits im Jahr 2011 wurde das Auto mit dem Plux X Award für das beste Elektrofahrzeug weltweit ausgezeichnet. Außerdem erhielt das Modell zweimal den Preis für Alternative Antriebe vom Dachverband der Automobilindustrie (FIA).

 

Sven Siegmund nach dem Einrichten an der MV1200S

 

Was das Mitsubishi Motors Elektroauto so besonders macht

 

In Serie ging das Mitsubishi ­Motors Electric Vehicle erstmals im Juni 2009. Bereits ein Jahr später landeten die ersten Modelle auf dem europäischen Markt, während sich die Japaner bereits gut mit dem Auto vertraut gemacht hatten. 2012 und 2014 erhielt der ­Mitsubishi Motors ein Facelift und bekam viele praktische Features dazu – hierbei wurde auch die Reichweite einer Batteriefüllung erhöht. In der Zukunft kann mit weiteren Fortschritten in diesem Bereich gerechnet werden. Als Antrieb wird ein Permanentmagnet-Synchronmotor mit bis zu 49 kW Leistung und einem Drehmoment von 180 Nm genutzt. Eingebaut wurde der Motor im hinteren Bereich des Fahrzeugs unter dem Kofferraum, wo sich folglich auch die Anschlussbuchse für die Ladestation befindet.

 

Natalie Pickshaus-Jonscher und Sven Siegmund begutachten ein SPG-Werkzeug.

 

Die beste Außentemperatur für den Akku liegt bei zwischen +12 °C und 31 °C – unter diesen Voraussetzungen arbeitet die Batterie mit voller Leistung. Übersteigen die Temperaturen diesen Wert, muss mit erheblichen Energieverlusten zu rechnen sein. Bei Temperaturen unter 12 °C verringert sich die Leistung geringfügig und die Haltbarkeit wird nicht beeinträchtigt. Mit diesen Merkmalen ist das Electric Vehicle gerade bei den Klimawerten in Japan ideal für den täglichen Einsatz. Wichtig ist jedoch, dass die Temperaturen gerade während des Ladeprozesses im Rahmen zwischen 12 °C und 31 °C liegen, damit der Strom die Akkuzellen optimal laden kann.

 

Ein Ausblick in die Zukunft: Elektrofahrzeuge auf Japans Straßen

 

Ein Grund für die Beliebtheit von Elektrofahrzeugen in Japan liegt ganz klar bei der politischen Linie der Regierung. Diese subventioniert seit vielen Jahren die Herstellerfirmen und die Käufer mit lukrativen Steuervergünstigungen. Zudem liegen die Preise für den Ladevorgang deutlich niedriger als für das Tanken von Kraftstoffen. Die Politik hat auch den Ausbau der Lade­stationen selbst vorangetrieben und half dabei, ein GPS-System zu schaffen, das die nächstgelegene Ladestation zeitnah beim Fahren ausmacht und die Nutzer direkt zu dem entsprechenden Ort führt. International ist Japan sicherlich ein gutes Vorbild, an dem sich andere Länder orientieren können. In den USA, in China und in Europa blickt man mit großem Interesse auf das japanische Modell und wird dieses wohl in der Zukunft für den Umstieg von Kraftstofffahrzeugen auf Elek­troautos nutzen. Einige deutsche Automobilhersteller setzen sich dafür ein, die Ladestationen effizienter zu machen und den Ladeprozess in ­Deutschland zu beschleunigen. 

 

Natalie Pickshaus-Jonscher und Sven Siegmund begutachten ein SPG-Werkzeug.

In der Zwischenzeit wird es in ­Japan bereits weitere Fortschritte geben. Bei Mitsubishi Motors und in anderen Unternehmen wird eifrig geforscht, um das Fahrgefühl angenehmer zu gestalten und die Leistung weiter zu verbessern. An der renommierten Toyohashi ­Universität für Technologie in der Präfektur Aichi wurde bereits das erste Elektro­fahrzeug der Welt ­vorgestellt, das ganz ohne Batterie auskommt. Um dieses letztlich auf die Straße zu bringen, wird allerdings eine ­elektrifizierte Ober­fläche benötigt. Der Strom wird von hier aus per Induktion auf das Fahrzeug übertragen. Die japanischen Entwickler lehnen einen kompletten Umbau des Wegenetzes gleichzeitig jedoch ab und bevorzugen eine intelligente Elektrifizierung der bestehenden Straßen in ­Japan.



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