Tel.: +49 - 2102 - 486 - 612 0
Fax: +49 - 2102 - 486 - 709 0
edm.sales@meg.mee.com


Profil

Mit Sicherheit mehr Präzision


Die für ihre Sicherheitstechnik weltweit bekannte Firma Abus fertigt am ­Standort Rehe im Westerwald Fenster- und Türsicherungen sowie Zweirad­schlösser. Um selbst komplexe Werkzeuge schnell und mit höchster ­Präzision produzieren zu können, schwören die Experten auf Hightech-­Erodiermaschinen von Mitsubishi Electric.

Mit Sicherheit mehr Präzision

ABUS KG

 

Die für ihre Sicherheitstechnik weltweit bekannte Firma Abus fertigt am ­Standort Rehe im Westerwald Fenster- und Türsicherungen sowie Zweirad­schlösser. Um selbst komplexe Werkzeuge schnell und mit höchster ­Präzision produzieren zu können, schwören die Experten auf Hightech-­Erodiermaschinen von Mitsubishi Electric.



Langfinger haben in Deutschland Hochsaison: Fast 272.000 Mal ­brachen Einbrecher 2015 in Privathaushalte ein, weitere 67.000 Mal stiegen Unbekannte ein, ohne Spuren zu hinterlassen, etwa weil ein auf Kipp stehendes Fenster ihnen leichtes Spiel bot. Doch offensicht­lich sagen immer mehr Haus­besitzer den ungebetenen Gästen den Kampf an: Die Nachfrage nach ­Sicherheitstechnik wächst kontinuierlich. Die Firma ABUS ­August Bremicker Söhne KG aus dem westfälischen Wetter zählt seit 1924 zu den Hauptakteuren und Innovationsführern auf dem Markt. Sie entwickelt Alarmanlagen, Fenster- und Türsicherungen, Schließanlagen und Videoüberwachung für die Sicherheit zuhause sowie jegliche Art von Schlössern und Sicherungen für Fahr- und Motorräder – alles, was verlässlichen Schutz vor Einbruch und Diebstahl verspricht, ist im Portfolio von ABUS zu finden.

 

Eine herausragende ­Position für die Unternehmensgruppe hat das ­Forschungs- und Entwicklungszentrum und die Hauptproduktion von ­Fenster-, Türsicherungen und Zweiradschlössern in Rehe im ­Westerwald. 400 Mitarbeiter sind mittlerweile an dem seit 1957 bestehenden Standort beschäftigt – und tragen dort ein besonderes Maß an Verantwortung. Denn die Teilefertigung und die Montage ­erfolgen bei ABUS im sogenannten One-Piece-Flow, bei dem die Beschäftigten im Gegensatz zu einem konventionellen Fließband nicht an ihrem Platz verbleiben, während ein Teil nach dem anderen zur Bearbeitung herangeführt wird, sondern sie begleiten das Werkstück auf dem gesamten Weg, der ohne Unterbrechung von einem Arbeitssystem zum nächsten führt, bis zu dessen Fertigstellung. Der Vorteil dieses Arbeitsprinzips: Die Motivation der Mitarbeiter bleibt dank der hohen Verantwortung für das Produkt hoch, die Qualität der Werkstücke lässt sich besser verfolgen, Lieferzeiten werden verkürzt.

 

Sven Siegmund nach dem Einrichten an der MV1200S

 

Technologieführer dank höchster Präzision

Ein weiterer wesentlicher Qualitäts­aspekt ist, dass die Sicherheitsspezialisten in Rehe ihre eigenen Werkzeuge und Sondermaschinen herstellen. Denn die Fertigung von Schlössern und Sicherheitsprodukten ist Maßarbeit, die ohne individuelle, speziell konzipierte Werkzeuge und Maschinen nicht möglich wäre. „Nur mit eigener Technologie erreichen wir die von ABUS gewohnte Präzision made in ­Germany“, sagt Georg Neufurth, Leiter Technik und Organisation im Werkzeugbau Rehe. So müssten die für die Schlossproduktion notwendigen Werkzeug- und Maschinenteile wie Stanzstempel, Formenschieber, Kulissenführungen, Matritzen, Führungs- und Halteplatten hundertstel Millimeter genau aus den Metallrohlingen herausgearbeitet werden. Diese strenge Maßgabe gelte auch bei der Herstellung der für den Bau von Zinkdruckguss oder Spritzgussformen erforderlichen Formenkerne sowie beim Prototypenbau. In Rehe entstehen erste Muster von Schloss-Neuentwicklungen, die anschließend im ABUS-Labor auf Herz und Nieren getestet werden, ehe sie in die Serienfertigung gehen. „Wir müssen in der Produktion deshalb auf höchste Präzision und Oberflächengüte achten“, sagt Neufurth.

 

Natalie Pickshaus-Jonscher und Sven Siegmund begutachten ein SPG-Werkzeug.

 

Aufgrund der strengen Anforderungen setzt ABUS beim Drahtero­dieren auf Maschinen von Mitsubishi Electric. Und das seit mehr als 15 Jahren, wie Michael Zeitz, Leiter Werkzeugbau, erklärt: „Wir pflegen eine langjährige, sehr gute Partnerschaft. Wir werden seit jeher vorzüglich bedient, und der Service ist ganz hervorragend. Sollte es einmal Probleme geben, ist der Mitsubishi-­Techniker direkt am Apparat oder wir erhalten innerhalb kürzester Zeit einen Rückruf.“ Erst vor wenigen Monaten haben die Werkzeugbauer eine seit 1999 bewährte FX20K an einen Betrieb in der Umgebung verkauft und als Ersatz im Juli in eine MV2400R investiert. Diese ergänzt nun die Mitsubishi-­Electric-Drahterodiermaschine FA20V, die bei ABUS seit 2006 zuverlässig ihre Dienste leistet. Von der neuen MV2400R versprechen sich die Werkzeugbauer eine noch effizien­tere und schnellere Produktion. „Wir sind Technologieführer und müssen daher darauf bedacht sein, ­unser Produktionsequipment stets auf dem modernsten Stand zu ­halten“, sagt Zeitz. Neufurth ­ergänzt, man habe die MV2400R vor der Investition mit anderen marktgängigen Drahterodierma­schinen verglichen. „Wir sind aber schnell zu dem Schluss gekommen, dass die MV2400R mit ihren vielen Funktionen, Ausstattungsmerkmalen und ­Optionen am besten zu uns passt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei Mitsubishi einfach. Deshalb sind wir Wiederholungstäter.“

 

Sicheres Erodieren rund um die Uhr

 

Die ABUS-Experten begründen ihr positives Urteil unter anderem mit der modernen Antriebstechnik mit Tubular-Shaft-Motoren. Zusammen mit den Linear-Maßstäben in allen Achsen und der schnellen optischen Datenübertragung sorge die MV2400R für höchste Genauigkeit bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten und ermögliche in Verbindung mit einer direkt in die Mitsubishi-Electric-CNC eingebundenen Zusatzachse eine effiziente Mehrseitenbearbeitung. „Das ist ein sehr interessantes Feature für uns“, sagt Neufurth. Eine weitere wichtige Funktion sieht er in der automatischen Drahteinfädelung, die auch trocken arbeiten kann und somit auch in speziellen Einfädelsituati­onen eine Lösung anbietet. Auch im Wasserbad findet die Maschine immer die Abbruchposition und fädelt sicher den Draht wieder ein. Das spart nicht nur Zeit, sondern erlaubt bedienerlose Arbeitszeiten auch nachts.

 

In Rehe wird dieser Vorteil gerne ausgenutzt. „Wir richten Werkzeugteile abends ein und lassen sie in der Nacht bearbeiten, sodass wir sie am nächsten Tag ­fertig stellen können. Das spart uns viel Zeit“, sagt Werkzeugbauer Steve Ebers, einer von drei Mitar­beitern bei ABUS, die regelmäßig an der MV2400R arbeiten. Ein weiterer Pluspunkt sei in dieser Hinsicht das Nullpunktspannsystem der Maschine, mit dem die Rüstzeiten deutlich gesenkt und somit schneller produziert werden könne, so Ebers. Der von drei Seiten zugängliche Arbeitstisch sei ergonomisch auf die Ebene z = 0 ausgerichtet, sodass Werkstücke auch ohne Spannleisten optimal platziert werden könnten. „Dadurch lassen sich die Teile präziser bearbeiten.“ Lange hat es nicht gebraucht, bis sich die ABUS-Spezialisten mit der neuen MV2400R ­zurechtgefunden haben, denn ­Mitsubishi ­Electric verfolgt das Konzept, die Bedien­oberflächen seiner neuen aktuellen ­Steuerungsgenerationen an die Vorgänger-Maschinen anzupassen. So können Bediener auf ihren Erfahrungen mit älteren Mitsubishi-­Electric-Maschinen aufbauen. „Wir konnten bereits nach kurzer Zeit die Funktionen und Optionen einsetzen“, sagt Ebers.

 

Leicht programmiert – schnell produziert

 

In Rehe werden die für die Bearbeitung maßgeblichen CAD-Daten wie die Geometrie der gewünschten Fertigteile von den verantwortlichen Formen- und Werkzeugkonstrukteuren erstellt. Die eigentliche Programmierung der MV2400R findet anschließend im Programmierbüro in der ABUS-Erodierabteilung statt, hier wird die Maschine mit den am Computer erstellten Daten gefüttert. Dabei können sich die Bediener auf ihre bisherigen Erfahrungen mit Mitsubishi Electric stützen, allerdings erlaubt die neue MV2400R noch einmal verbesserte Generatoreinstel­lungen. Dabei können sie auf die integrierte Datenbank zurückgreifen und dort individuell angelegte Technologieparameter hinterlegen. Auch dank des fortschrittlichen Programmier- und Bedienkonzepts konnte der Werkzeugbau bei ABUS innerhalb weniger Tage konstruktiv arbeiten. Dass das Präzisions- und Qualitätskonzept von ABUS mit Mitsubishi Electric als einem Schlüsselakteur aufgeht, zeigt sich an der steigenden Nachfrage nach den ­Sicherheitsprodukten der ­Westerwälder.

 

Aufgrund der hohen Auslastung des Werks erweitert ABUS derzeit seine Produk­tionsfläche in Rehe um 3.000 Quadratmeter. In der neuen Produktion, die Anfang 2017 fertiggestellt werden soll, sollen 70 neue Arbeits­plätze entstehen. „Die Kapazitätserweiterung ist ein klares Bekenntnis zum Standort Rehe und der Fertigung Made in Germany, sagt Neufurth. Und der nächste Erweiterungsschritt sei bereits in Planung. Dieser sehe vor, dass ABUS unter anderem die Bereiche Akademie, Qualitätssicherung und das Test­labor neu gestalte. Mitsubishi ­Electric ist eine der technologischen Stützen dieses Wachstums.

 

www.abus.com



Um die Datei öffnen zu können benötigen Sie den Adobe Reader, den Sie unter folgendem Link kostenlos herunterladen können:
Adobe Reader herunterladen

Profil



Lesen Sie jetzt unser aktuelles Profil-Magazin.

Mehr erfahren

 

Broschürendownload



Alle verfügbaren Broschüren unserer Maschinen zum Download.

Mehr erfahren